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Watercool Heatkiller CPU Rev. 3.0 (Sockel 1366) (14015) - Review

 

Die Geschichte des Heatkiller 3.0 liest sich fast wie die Bibel, die so voller Thriller und unglaublicher Geschichten die Menschheit auch hunderte von Jahren nach ihrer Niederschrift in ihren Bann zieht.
Am 04. Juli des Jahres 2007 tauchte ein erstes Bild auf  einer französischen Website auf und ließ den Stern am Himmel erleuchten. Die engste  um Watercool versammelte Community witterte den süßen Duft eines womöglich bald kommenden Königs, doch Rico Schneider zerstreute die Hoffnungen und ließ umgehend nach dem Werksspion fahnden, dem gar  unschöne Behandlung in Aussicht gestellt wurde. Dann wurde es still...
13 Monate später, Watercool hatte sich entschieden, nicht nur den Spion sondern alle Wartenden auf die Folter zu spannen, trat Rico Weber dann  hilfesuchend vor die imaginäre Vollversammlung der Community. Die Maschinen standen kurz vor ihrer Entbindung des erwarteten Wunders. Und Watercool sprach: Ihr sollt kommen und eure Gaben mir darbieten, wir werden das Gold, den Weihrauch und die Myrrhe zu nutzen wissen. So ließ man also Designwünsche der potentiellen Käufer mit in die Entwicklung einfließen, die dann am 30. November des Jahres 2008 offiziell abgeschlossen wurde. Doch es wäre nicht Watercool, hätten die Kunden nicht weitere zwei Wochen bis zur ersten Auslieferung die Vorfreude auf ihren neuen Kühler auskosten dürfen. Ein neuer Heiland war geboren, der sich neun Monate später auch bei uns zum Test vorstellte.

Doch schlagen wir das definitiv angestaubte und Ehrfurcht einflößende Buch zu, öffnen unsere Augen und schärfen unsere Sinne. Ein König der Wasserkühlung kann nicht durch Watercools Gnaden in den Stand der Erhabenen erhoben werden, er muss von uns gekürt sein - und noch liegen Krone und Zepter im Keller.



Lieferumfang & Technische Daten

Unscheinbar, doch sauber und sicher verpackt, kommt der neueste Heatkiller der Version 3.0 beim Kunden an. Das Forschen und Graben in der weiß-matten Schachtel fördert nicht nur den Kühler selbst, sondern auch die benötigten Schrauben, Muttern, Federn, Scheiben und Abstandshalter zutage. Die Blende für den Sockel 1366 von Intel ist bereits am Kühler montiert, weitere Blenden liegen dem Paket nicht bei, können jedoch einzeln bei Watercool nachbestellt werden. Weiterhin finden sich ein Inbusschlüssel und die Bedienungsanleitung, gedruckt auf ein zweifach gefaltetes DIN A4-Blatt. Wer nun freudestrahlend denkt, der Sechskanter wäre da, um dem Besitzer beim Öffnen und Reinigen des Kühlers behilflich zu sein, den müssen wir enttäuschen. Er dient lediglich der Montage des Heatkillers auf der CPU.
Mit der zwar in Schwarz-Weiß gedruckten, aber nicht nur vorhandenen, sondern vor allem hervorragend entworfenen  Montageanleitung ist das auch kein Problem. Ehre wem Ehre gebührt, nur Swiftech legt seinem Apogee GTZ ein gleichwertiges Blatt Papier bei. Bei Watercool geht man aber noch einen Schritt weiter und gibt dem Nutzer die Möglichkeit, den Anpressdruck anhand gegebener Abstände zwischen Oberkante Schraubenkopf und Oberkante Montageblende zu überprüfen und anzupassen. Wir können nur hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht.

Die einzigen Dreingaben, die wir vergebens suchten, sind eine Backplate und Wärmeleitpaste, welche standardmäßig nicht beiliegen. Dass erstere Auswirkungen auf die Kühlleistung und auch auf den Preis hat, ist offensichtlich, sonst würde Watercool die Blende nicht einzeln zum  Preis von 5,95 Euro anbieten. Dieses Beispiel sollte besser keine Schule machen.

Werfen wir noch ein paar Fakten in den Raum, die den Heatkiller 3.0 näher spezifizieren. Wie zu erwarten war, hat auch dieser Kühler G1/4"-Gewinde und ist mit bis zu 5 Bar ausreichend druckfest. Die 400 Gramm zeugen nicht gerade von einem Leichtgewicht, was anhand der verwendeten Materialien (Elektrolytkupfer sowie Edelstahl) aber auch kein Wunder ist. Mit 59 x 59 x 17,5 mm ist er immerhin nicht ausladend sondern ganz normal gewachsen.