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Testaufbau und Messverfahren

Um unseren Radiatoren ordentlich einzuheizen, kam folgende Hardware zum Einsatz:

  • Mainboard: Asus Commando
  • CPU: Intel Core2Duo E6600 "Conroe" (auf 3600MHz übertaktet, 1,45 Vcore)
  • Grafikkarte: Asus EN8800 GTX (auf 600MHz/930MHz übertaktet, Spannungen unverändert)


Der Wasserkreislauf bestand aus folgenden Komponenten:

  • Alphacool Nexxxos XP CPU-Kühler
  • EK Water Blocks EK-FC8800 GTX SLI GPU-Kühler
  • 2x EK Water Blocks Mosfet-Kühler
  • EK Water Blocks Northbridge-Kühler
  • EK Water Blocks Southbridge-Kühler
  • Laing DDC 1T+ (1. Revision) Pumpe
  • Innovatek Fass-O-Matic Ausgleichsbehälter
  • ...und letztendlich dem zu testenden Radiator

Es wurden 1/2"-Schlauchtüllen und 15,9/11,1mm Schlauch (AD/ID) verwendet.

Um die Leistungen der Radiatoren bei verschiedenen Lüfterdrehzahlen zu bewerten, kamen die beliebten Yate Loon D12SL-12 120mm Lüfter zum Einsatz. Durch ihre weite Verbreitung ist ihre Leistung für fast jeden Leser nachzuvollziehen. Es wurden Testläufe mit Geschwindigkeiten von 400U/min, 800U/min und 1200U/min durchgeführt. Die Lüfter wurden zu diesem Zweck mit einem Aquaero auf Solldrehzahl geregelt.

Die zum Testen nötige Systemlast wurde mit dem Programm Orthos, welches beide Kerne des C2D in Anspruch nimmt, um maximale Wärmeentwicklung zu garantieren, erzeugt. Simultan wurde das Grafiktool RTHDRIBL hinzugezogen, welches auch der Grafikkarte Höchstleistungen abverlangt und dem Wasser ordentlich einheizte.

Der Aufbau erfolgte der Einfachheit halber außerhalb des Gehäuses. Wir legen die Merkmale hier lediglich auf den Leistungsunterschied der einzelnen Radiatoren und wollen keinen Einsatz im Gehäuse darstellen. Die meisten Gehäuse sind sowieso zu unterschiedlich aufgebaut, um für jedermann ein konkretes Ergebnis liefern zu können. Hier geht es lediglich um die Betrachtung von Differenzen zwischen den Radiatoren. Ein Radiator, der in diesem Testaufbau besser performt als ein anderer, wird das auch im realen Aufbau im Gehäuse tun.

Wir nehmen sämtliche Temperaturwerte mit dem Aquaero der Firma Aquacomputer auf. Dabei kamen handelsübliche Luft- und Wassertemperatursensoren zum Einsatz, die aber anhand von digitalen Messgeräten kalibriert wurden, um möglichst präzise Werte zu liefern. Alle Messwerte sind per Aquaero-Logdatei exportiert und ausgewertet worden. Es wurden folgende Werte festgehalten:

  • Temperatur der angesaugten Luft am Radiator (Raumtemperatur)
  • Temperatur der abgeführten Luft hinter dem Radiator
  • Wassertemperatur am Eingang des Radiators
  • Wassertemperatur am Ausgang des Radiators

Um verlässliche Werte zu erhalten, wurde das System unter Volllast gesetzt und die Lüfter auf die für den jeweiligen Testlauf vorgesehene Drehzahl eingestellt. Um dem Wasser Zeit zu geben sich aufzuwärmen, wurde mit Aufnahme der ersten Messwerte dann 45 Minuten gewartet. Schon vor Ablauf der 45 Minuten hatte sich das Wasser aber in allen Fällen auf eine gleichbleibende Temperatur erwärmt. Aus der Aquaero-Logdatei wurden dann in Abständen von zwei Minuten alle Messwerte übernommen und per Excel ausgewertet. Aus insgesamt 20 Messwerten wurde der Mittelwert berechnet, der dann schließlich als Grundlage für die nachfolgend aufgeführten Ergebnisse diente.

In unserem Test ist das interessanteste Kriterium die Differenz (delta T) von der Raumtemperatur zur Wassertemperatur am Ausgang des Radiators. Diese spiegelt die Leistung des Radiators wieder, indem man sehen kann, wie gut der Radiator die Raumtemperatur zur Kühlung des Wassers umsetzen kann. Je geringer diese Differenz, umso stärker die Leistung des Radiators. Daher beschränken wir uns bei der Auswertung auf diese Angaben, um keine Diagrammflut zu produzieren.

Kommen wir also zu den aufgenommenen Messwerten.