Swissflow SF800



(Testeinstellungen: 375 Impulse/l, Messfenster: 4s)

Der "Swissflow SF800" wurde schon oft als Geheimtipp gehandelt und einige wenige Enthusiasten setzen ihn auch schon in ihrer Wasserkühlung ein. Doch gibt es hier ein zunächst unüberwindbares Problem: Seine Impulsrate liegt mit 6000 Impulsen/l deutlich zu hoch, ein solcher Wert lässt sich an den gängigen Steuerungen nicht mal einstellen. Und selbst wenn, würde er z.B. mit dem Aquaero wegen der oben beschriebenen Umstände nur eine Messung von bis zu 20 l/h ermöglichen. Daher musste Abhilfe in Form einer eigens entworfenen Platine her, die die Impulszahl auf erträgliche Werte herabsetzt. Vereinfacht ausgedrückt macht diese Platine nichts anderes, als die Impulse des SF800 zu zählen. Sobald dann ein bestimmter Wert erreicht ist, sendet die Platine einen eigenen Impuls aus. So verändert man nichts am Messergebnis, lediglich die Impulszahl wird herabgesetzt. Als kleine Besonderheit erlaubt es die Platine, die von ihr ausgehende Impulszahl gezielt einzustellen. So kann für jede Steuerung, an die der Sensor angeschlossen werden soll, eine optimale Impulsrate gewählt werden. Weitere Informationen dazu finden sich in Kürze in unserem Forum.

Für den Anschluss des SF800 an eine der gängigen Steuerungen ist es zunächst nötig, die Zusatzplatine mit der Steuerung zu verbinden und den SF800 an die Zusatzplatine anzuschließen. Auf der Platine kann dann noch per Schalter eine passende Impulszahl gewählt werden, die dann in dem jeweiligem Steuerungsprogramm eingetragen werden muss. Für unseren Test haben wir eine Impulsrate von 375 Impulsen/l gewählt.

Kommen wir zu den Ergebnissen, die der SF800 auf unserem Teststand lieferte: Der SF800 lässt schon eine Durchflussmessung ab 30 l/h zu und bietet im Bereich bis ca. 200 l/h nur einen geringen Durchflusswiderstand. Danach steigt jedoch der Widerstand stärker an, als bei den Mitbewerbern, bleibt aber noch deutlich unter dem des "Digmesa FHKC G 1/4"". Als sehr gut ist bei diesem Sensor die Genauigkeit zu beurteilen, laut Hersteller beträgt die Abweichung weniger als 1%. Eine leichte Geräuschentwicklung war ab ca. 230 l/h zu vernehmen, wobei gesagt werden muss, dass auch im darüber liegendem Bereich der SF800 der leiseste Sensor des gesamten Testfeldes war. Die Begründung dafür liegt mit Sicherheit in seinem außergewöhnlichen Messprinzip, der verbaute Rotor ist äußerst filigran (siehe Bild unten) und kann so kaum Schwingungen (= Geräusche) verursachen.

Durch die G 3/8" Außengewinde des Sensors ist man auf die Nutzung von Adaptern angewiesen, wodurch sich die eigentlich sehr kompakte Bauform natürlich vergrößert. Dafür können aber dann die Anschlüsse beliebig gewählt werden. Swissflow selbst lieferte seinem Sensor passende Anschlüsse für ein 10/8er Push-In System mit. Nutzer der beliebten Thermochill-Radiatoren können diesen Sensor direkt in einen der Anschlüsse mit Teflonband einschrauben.

Insgesamt empfiehlt sich der SF800 durch seinen früh einsetzenden Messbereich ab 30 l/h für Nutzer schwächerer Pumpen und/oder für User, die sehr viele Komponenten in ihrem Kreislauf haben. Auch für den Einsatz in Testumgebungen ist der Sensor durch seine hohe Genauigkeit geradezu prädestiniert. Absolute Durchfluss-Jünger mit starken Pumpen sind beim "Digmesa FHKUC 70 Schlauch" und beim "GMR AFS1-T Typ 1" besser aufgehoben, da sie einen noch geringeren Durchflusswiderstand bieten und beim Anschluss an eine Steuerung einfacher zu handhaben sind.


Zusammenfassung:

Vorteile:

+ Geringer Durchflusswiderstand
+ Sehr gute Genauigkeit
+ Messbereich startet schon ab 30 l/h
+ Geräuschentwicklung erst in hohen Durchflussregionen, und selbst dann sehr leise

Nachteile:

- Gewindeadapter zum Anschluss benötigt
- Für Anschluss an gängige Steuerungen wird eine Zusatzplatine benötigt
- Durch Zusatzplatine und Gewindeadapter höhere Kosten

Bezugsquellen:

Noch nicht im Handel verfügbar. Direkt beim Hersteller ist ein Bezug auf Anfrage möglich. In unserem Forum wird bei genügend Interesse eine Sammelbestellung durchgeführt. Interessenten können sich gerne schon einmal im Thread zu diesem Review melden! Preis: noch unbekannt. Laut anderen Usern ca. 25 Euro für den Sensor zzgl. ca. 10 Euro für eine vorgefertigte Zusatzplatine. Bau der Platine auch selbst und zu geringeren Kosten möglich. Informationen dazu in Kürze in unserem Forum.