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XSPC Delta V3 CPU Acetal i7 - Testbericht

Erscheinungsbild,  Funktionsweise & Montage

Auffallend treu geblieben sind sich die Briten bei ihrem Design im Vergleich zum Vorgängermodell, dem  X20 Delta. Rein äußerlich hat sich bis auf den schwarzem Deckel und die Gravierung von "XSPC Delta" nichts getan. Der runde Proband wird weiterhin von einem dicken und runden X geschmückt, ebenso liegt die Blende erneut direkt und vor allem unfixiert auf einer schmalen Kante des Deckels auf. Das bedeutet auf der einen Seite zwar Wiedererkennungswert, auf der anderen Seite eine komplizierte Montage, die am besten mit liegendem Mainboard durchgeführt wird, da der Kühler sonst aus der Blende rutschen und das Mainboard beschädigen könnte.

Bei näherem Hinsehen lässt sich erkennen, dass der Kühler nicht geschlossen ist und sich öffnen lässt. Eine gute Nachricht für putzwütige Besitzer - und interessierte Tester wie uns. Diese Einladung kann man sich unmöglich entgehen lassen.


Die Rückseite des Deckels präsentiert sich herzlich unspektakulär, womit sie das Schicksal vieler anderer Wasserkühler-Deckel teilt. Ganz anders jedoch der Boden des V3. Wer eine Packung Streichhölzer in die Hand nimmt und die einzelnen Zündlinge Stück für Stück durch die Finger wandern lässt, der wird eine gewisse Fertigungstoleranz erkennen. Ungefähr so lässt sich in Worten beschreiben, wie geordnet die 1600 Pins des V3 stehen. Schaut man sich den Rand der Kühlfläche an, so fühlt man sich unweigerlich an Kahlschlag im Wald erinnert. Per CNC scheinen diese Pins jedenfalls nicht geschnitten worden zu sein - viel eher per Kreissäge, was auch die überflüssigen und unschönen Rillen im Boden erklären würde.

Der Dichtungsring ließ sich beim getesteten Modell übrigens nicht herausnehmen. Wir vermuten, dass er verklebt wurde. Bei einer Grundreinigung wäre es also möglich, dass man den Dichtungsring beschädigt.

Leider wurde auch der per CNC gefräste Deckel nicht von einzelnen Spänen befreit, die noch an den Gewinden hängen. Hier könnte ein kleiner Handgriff Wunder wirken und das Gesamtbild aufwerten.


Das Funktionsprinzip des Kühler ist simpel, es handelt sich um die gute alte Mikrostrukturtechnik ohne Düsenplatte. Das Wasser wird also weder beschleunigt noch durch einen Kanaljungel gejagt; es wird einfach um die 1600 Streichholz-Pins gespült.

Allen augenscheinlichen Mängel zum Trotz, ein Kühler soll ja nicht nur auf dem Laufsteg glänzen, sondern vor allem kühlen. Und bekanntlich verleiht der Charakter ja die einzig wahre Schönheit. Zeit, unseren Persönlichkeitstest für CPU-Kühler zu Rate zu ziehen.