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Watercool MO-RA 3 PRO vs. Watercool MO-RA 2 PRO

Erscheinungsbild & Funktionsweise

Es erreichen uns hier also der nicht mehr erhältliche Watercool Mo-Ra2 PRO und der neue Mo-Ra3 Pro aus gleichem Hause. Der Mo-Ra2 war stets nur in Edelstahl-Optik mit pulverbeschichteten Lamellen und in schwarz erhältlich. Zu diesem musste optional eine Blende mit Lüfteraufnahmen gekauft werden, um ihn überhaupt mit aktiv mit Lüftern betreiben zu können. Anschlussmöglichkeiten für Schlauch hatte er nur 2 x G1/4 Gewinde an der rechten Seite, welche bei einer Montage an der rechten Seite eines Standard-ATX-Gehäuses dann nach hinten zur Rückseite des Gehäuses zeigten. In dieser edlen Optik kämpfte er jahrelang an der Front mit den niedrigsten Delta T - Werten, die man je im Bereich der Wasserkühlung gesehen hatte. Kein Radiator vermochte ihm den Rang an erster Stelle abzunehmen, selbst wenn er in Größenordnung gleich gewachsen war. Ob sich das nun heute ändert, indem aus gleichem Hause ein neuer Nachfolger kommt? 

 

 

Man kann sich für drei verschiedene Versionen entscheiden. Eine sogenannte "LC-Version", welche komplett ohne Lüfteraufnahmen geliefert wird und somit dem Lieferumfang des alten Mo-Ra2 Core entspricht. Die reichhaltigeren Versionen nennen sich "LT" und "PRO". Hier unterscheidet man lediglich noch zwischen der Möglichkeit der einseitigen Lüfterbefestigung (von vorn betrachtet rechts) an der "LT-Version" und einer beidseitigen Lüfteraufnahme an der "PRO-Version" Ein kleiner optischer Nachteil ergibt sich jedoch an der PRO-Version, wenn man eine farbliche Variante wählt. Bei der PRO-Version ist der obere und untere Rahmen nicht pulverbeschichtet, sondern in klassischer Edelstahloptik. Wer jedoch einen schwarzen oder einen weißen Radiator bestellt, der möchte sicherlich auch ein Produkt erhalten, welches überwiegend diesem Farbton entspricht und nicht nur teilweise. Hinzu kommt, dass die pulverbeschichtete Oberfläche kleine Unebenheiten auf der gesamten Linie aufweist, die aber erst bei näherer Betrachtung auffallen. Es erinnert ein klein wenig an eine beginnende Cellulite im frühen Stadium, allerdings man kann sich dennoch Gewiss sein, eine widerstandsfähigste Farbschicht vor sich zu haben.

Die vom Hersteller betonten Verbesserungen am neuen Mo-Ra3 werden wir uns nun genauer betrachten: Da wären zunächst die Lamellen, welche nun deutlich größere Abstände zum Vorgänger aufweisen. Somit soll die Kühlleistung auch in den unteren Drehzahlbereichen besser sein. Beim Mo-Ra2 gab es je Zentimeter etwa sechs Lamellen, beim neuen Mo-Ra3 sind es grob vier Lamellen je Zentimeter.  Außerdem waren beim Vorgänger drei Rohrreihen parallel geschaltet, jetzt sind es vier parallele Kreisläufe, die einen geringeren Strömungswiderstand ermöglichen. Das sollte sich dann definitiv im Durchfluss bemerkbar machen. Die neuen beiden Anschlussblöcke am hinteren Ende des neueren Probanden mit jeweils drei G1/4 Gewinden sind durchaus praktisch, da sich auch bei einer Montage/Aufstellung auf linker Seite eines Gehäuses somit entsprechende Anschlüsse befinden. Man hat nun die Möglichkeit zu beiden Seiten oder auch wie gewohnt nach hinten gerichtet mittels G1/4-Anschlüssen einen Schlauch anzuschließen, was deutlich mehr Flexibilität bedeutet.

Was wir hier bei dem neuen Mo-Ra3 als Neuerung kennen lernen dürfen, ist die im Shop erhältliche Version für 4 x 180 mm Lüfter, welche durch eine entsprechend gestaltete Lüfteraufnahme unterscheidet. Als Rückschritt betrachten wir in diesem Falle jedoch, dass die Lüfteraufnahmen am Radiator selbst und nicht mehr wie früher in der Lüfterblende vorgesehen ist. Man ist also angehalten, sich vor dem Radiatorkauf auf die Lüftergröße festzulegen. 

 

 

 

Ein großes neues Logo graviert in Edelstahl tront mittig auf der vermeintlichen Vorderseite und es verbindet sogleich auch die mittigen Lüfteraufnahmen über den Lamellen. Hier sei noch gesagt, wer seine Entscheidung bereut und lieber eine andere Lüfteraufnahme wünscht, der kann nachträglich jederzeit - wenn auch gegen Gebühr - seinen Radiator einschicken und sich von Watercool die gewünschte Lüfteraufnahme vernieten lassen.

 

Die wohl größten Highlights sind die nun optional erhältlichen Montagegimmicks: Da gibt es beispielsweise Standfüße, welche den Mo-Ra3 nun frei neben dem Gehäuse stehen lassen. Radiatorseitig sind die entsprechenden Bohrungen leicht versetzt angebracht. Dies ermöglicht zum Einen einen besseren Schutz des Rohrsystems vor zu langen Schrauben, zum Anderen trägt dies im Zusammenspiel mit den dezentrierten Bohrungen der Füße zur Montagevielfalt bei. Werden die Lüfter nur einseitig am Radiator befestigt, so können die Füße durch horizontales Drehen um 180 Grad so montiert werden, dass diese mittig unter dem Radiator/Blende-gefüge sitzen- die Standfestigkeit bleibt also weiterhin gegeben. Bei der beidseitigen Lüftermontage ist es wiederum möglich, die Füße genau mittig unter dem Radiator zu platzieren, wodurch die Optik nicht durch schlecht positionierte Füße leiden muss.   

Ein weiteres Highlight ist die Case-/Wandhalterung aus Edelstahl. Diese ermöglicht erstmals eine stabilere und saubere Montage am Gehäuse, alternativ jedoch gibt es noch vier weitere Bohrungen, welche eine Aufnahme zum Einhängen per Schrauben zulassen, die sich beispielsweise in einer Wand befinden. Wer also seinen schweren Radiator lieber an der Wand befestigt anstatt am Gehäuse, dem ist ebenfalls bedient.

 

 

 

Lüfterblenden gibt es nun in zwei Varianten. Die gute alte "Brick-Version", wie sie beim Mo-Ra2 immer erhältlich war gibt es auch beim Mo-Ra3 und als neue Variante hat man eine Blende in Rhombus-Optik entwickelt, welche uns auch hier erreichte. Unter diesen Blenden soll es möglich sein, eine bald erhältliche Lüftersteuerung gleich mit zu platzieren. Ein kleiner Schlitz mittig angebracht ist für die Durchführung der Lüfterkabel gedacht. Auch hier sind die Blenden wieder optional zu erwerben.

 

 

 

Montage

 

Wie schon im Abschnitt Lieferumfang beschrieben, liegen dem Mo-Ra3 in jedem Fall vier Bolzen bei, die in den vier Aufnahmen am Rahmen des Radiators eingedreht werden können. Diese haben ein Innengewinde auf der Rückseite, für die die passenden Inbusschrauben gedacht sind. Wer also an der Gehäusewand montieren möchte, muss an entsprechenden Stellen ein Loch bohren, kann dieses Seitenteil dann auf die eingedrehten Bolzen des Radiators legen und abschließend mit den Schrauben von der Innenseite der Gehäusewand verschrauben.

Wer zur optionalen Wandhalterung greift, kann ähnlich verfahren. Er markiert die Löcher oberhalb der Wandmontagelöcher, bohrt selbige, befestigt die Wandhalterung mit dem Radiator und verschraubt die Halterung mit der Seitenwand. Verwendet werden kann hier auch die Innensechskantschraube der mitgelieferten Befestigungsvariante. Hier scheint allerdings eine entsprechende Mutter zum Kontern zu fehlen. 

Bei der Wandmontage müssen in den Abständen der entsprechenden Löcher Schrauben gesetzt und schon kann der Radiator mit befestigter Halterung eingehängt werden.

Beide Blenden haben vier kleine Gewinde an der Montageseite, welche als Nase für die  erleichterte Montage dienen. Am Radiator gibt es entsprechend an gleicher Stelle gegenüber jeweils ein Loch, in dem die Nasen ihren Platz finden. Somit ist es sehr leicht, nun die vier beigelegten Schrauben durch die Blende in den vorgesehenen Gewinde im Rahmen des Mo-Ra3 einzuschrauben.