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Watercool Heatkiller CPU Rev. 3.0 (Sockel 1366) (14015) - Test

Erscheinungsbild & Funktionsweise

Schick schaut er aus, der Heatkiller 3.0. Fast so, als hätte es ihn nie gegeben - aber auch nur fast. Wie für Watercool typisch, lehnt sich auch diese Entwicklung optisch stark am Vorgänger an, mit einem kleinen Unterschied. Das naturfarbene Kupfer, umrandet von einer zeitlos schönen Blende aus Edelstahl, wird zusätzlich von einer mit Namen verzierten Inlayplatte geschmückt, die ebenfalls edel stählern dreinschaut. Fast könnte man das Gefühl bekommen, der gesamte Kühler stellt sein Licht unter den Scheffel, ganz so als wäre ihm seine Schönheit ein klein wenig peinlich. Doch gerade das macht ihn aus, dieses leise Auftreten bei makelloser Verarbeitung und starkem Wiedererkennungswert. Da darf auch die Klarlackversiegelung nicht fehlen, die ein Anlaufen des Kupferdeckels wirkungsvoll verhindert.

Wenngleich man auch beim matt glänzenden, unpolierten Kühlerboden sehr genau hinschauen muss, um Spuren zu erkennen, es handelt sich um reine Fräsarbeit. Die Edelstahlkomponenten wurden zwar alle gestanzt, aber auch das auf qualitativ allerhöchstem Niveau.

Mit Technik ist es wie mit Frauen: Den meisten Männern reicht es irgendwann nicht mehr sie nur anzugucken und mit ihr zu spielen, sie interessieren sich dann auch für innere Werte und wollen verstehen, wie sie eigentlich tickt bzw. funktioniert. Bei unserem Tester Pascal Barthmann ist dieses Syndrom besonders stark ausgeprägt (zumindest für die Technik können wir das definitiv festschreiben!), was uns immer wieder lehrreiche Einblicke in das Innere unserer Probanden verschafft.

Auch der Heatkiller 3.0 zählt zur Gattung der Mikrostrukturkühler und darf ferner zur Art der Düsenkühler gezählt werden. Auseinandergebaut besteht er primär aus Deckel, Kühlerboden, Düsenplatte und 2 Dichtungsringen, die im Deckel eingesetzt werden und dem Wasser den Austritt aus dem geschlossenen Kupfer-Castle verwährt. Ebenfalls nur eingesetzt wird die Düsenplatte, die dann von zwei Stiften in Position gehalten wird, weswegen sich eine Montage mit umgedrehtem Deckel empfiehlt.
Das Funktionsprinzip bzw. der Lauf des Wassers ist nach dem Öffnen des Heatkillers leicht ersichtlich. Durch das mittig angelegte Loch fließt das Wasser durch den Deckel auf die Düsenplatte, wo es durch die Wegverengung beschleunigt und, der Düsenstruktur sei dank, bei einem i7 Quad Core-Prozessor gleichmäßig auf die Mitte des Kühlerbodens gepresst wird, wo die vier Kerne nebeneinander (fast im Quadrat) liegen. Dort möglichst viel Wärme aufnehmend, fließt das Wasser durch die seitlich großzügig bemessenen Kanäle durch das zweite Loch im Kühler wieder aus diesem heraus. Für Quad Core-Prozessoren mit zwei DIEs (wie z.B. dem Q6600) kann im Wassereinlass des Heatkillers  ein Splitter montiert werden, der, zusätzlich zur Düsenplatte montiert, das Wasser um den toten Bereich zwischen den DIEs lenkt und für diese Prozessoren optimal auf die Kühlfläche leitet. Bei unserer Version war er leider nicht dabei, sodass wir auf externe Bilder zurückgreifen. Dual Core-Prozessoren mit nur einem DIE oder Single Core-Prozessoren mit nur einem Kern betrifft diese Thematik übrigens nicht, sie benötigen den Splitter genausowenig wie die i7 Quad Cores.

Watercool gibt sich auch bei der Verarbeitung im Inneren nicht die Blöße. Zwar sieht man dem Deckel die Fräsung an, doch stört das weder das kritische Auge, noch das Aussehen im zusammengebauten Zustand. Man sieht teilweise bedeutend schlechtere Verarbeitung und hat mit Dingen wie Spänen oder scharfen Kanten zu kämpfen, die beim Heatkiller 3.0 ausbleiben. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, auch der Kühlerboden ist in bestechend guter Qualität gefertigt. Die feinen Rillen sind nahe der Perfektion gefräst und der Rest des Bodens ist auch schön anzusehen. Wie schon bei den Vorgängern, verzichtet Watercool auf die Fräsung von zwei Seiten und vertraut seinen Saatfurchen. Auch bekannt sind die sechs im Kühlerboden versenkten Schrauben, die den Heatkiller zusammenhalten und auch die Montageblende für die verschiedenen Sockel am Heatkiller befestigt, wodurch diese schnell und einfach gewechselt werden kann.


Doch nun haben wir genug von inneren oder äußeren Werten gehört und gesehen und wollen wissen, ob der Heatkiller nur gut aussieht oder auch seinen Zweck erfüllt.