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Swiftech Apogee GTZ SE - Test

Testsystem und Messverfahren

Um die Leistungsunterschiede nachvollziehbar zu veranschaulichen, haben wir lediglich den jeweiligen CPU-Kühler mit folgenden Komponenten in einem geschlossenen Wasserkreislauf:

  • Triple-Radiator "Slim Triple" der Firma Magicool 
  • Pumpe Laing DDC (Rev.2 umschaltbar auf Plus) mit Alphacool-Deckel
  • Ausgleichbehälter Swiftech MCRES Micro-Res
  • 2 kalibrierte Wasser-Temperatursensoren 
  • Durchflusssensor Digmesa FHKUC70 (geringste mögliche Restriktion)
  • Schlauchtüllen in 1/2" mit einem Schlauch von 15,9/11,1mm AD/ID
  • destilliertes Wasser mit Korrosionsschutz G48


Die Wasser-Temperatursensoren sind anhand von digitalen Sensoren kalibriert worden. Angebracht sind diese Sensoren jeweils am Radiatorenein- und -ausgang. Temperaturen der gesamten Leistung der Wasserkühlung (sowie Durchfluss) werden mittels Aquaero ausgewertet.

Testsystem:

  • MSI X58 Eclipse SLI
  • Intel Core i7 920 @ 3810 MHz bei 1,46 Volt Vcore
  • Crucial 3 GB DDR3 Triple-Channel Kit CT3KIT12864BA1067
  • BFG Technologies GeForce 9600 GTS (luftgekühlt)
  • Tagan SuperRock 880W Netzteil


Tools:

  • Prime 95
  • Everest Ultimate
  • Aquasuite 4.0


Eine genauere Beschreibung unseres Testsystems, welches wir mit freundlicher Unterstützung unserer Sponsoren Aquatuning, MSI, BFG-Tech und Crucial zusammengestellt haben, findet ihr hier.

Der Testverlauf läuft stets nach dem gleichen Muster ab. Zuerst erfolgt die Montage mit Wärmeleitpaste. Legt der Hersteller keine bei, verwenden wir Arctic Ceramique. Dann wird der Prozessor 40 Minuten lang aufgeheizt, damit sich die Wassertemperatur unter Prime 95 (Custom / FFTs in Place 8-8K) einpendelt. Die FFTs haben wir absichtlich im Bereich 8-8K angesiedelt, da der Prozessor hier die meiste Hitze entwickelt.
Ist die Wassertemperatur auf einem stabilen Niveau, werden periodisch alle fünf Minuten Screenshots zur Auswertung erstellt (Dauer ca. 30 Min.) Jeder Test wird 3-4 mal mit der Pumpleistung der Laing DDC aufgenommen, danach wird dieser Test noch einmal mit der Pumpleistung einer Laing DDC Plus durchgeführt, um eine eventuelle Skalierung bei mehr oder weniger Durchfluss beobachten zu können. Für jeden Durchlauf wird der Kühler demontiert und die Wärmeleitpaste erneuert, um eindeutige Ergebnisse zu liefern.

Bewertungskriterium ist die Temperaturdifferenz (K) des Durchschnitts der vier Core-Temperaturen des i7-920 und der Wassertemperatur. Die Core-Temperaturen werden mittels  Everest Ultimate ausgelesen, die Wassertemperatur mit Hilfe der Aquasuite und dem Aquaero von  Aquacomputer.



Messdaten und Ergebnisse







Die Ambitionen des Apogee GTX sind eindeutig, aber was kann er davon in der Praxis umsetzen? Auf den Punkt gebracht: Sehr viel. Durchflutet von der Laing Plus zieht er bei einem Delta von 42,22K mit dem von uns kürzlich getesteten XSPC Wasserkühler gleich. Der Durchfluss ist jedoch um 9,5% geringer (306 l/h). Setzt man die etwas schwächere Laing-Pumpe ein, so verliert man 48 l/h an Durchfluss, aber kaum Kühlleistung. Eine Temperaturdifferenz von 42,53K ist immer noch ein sehr guter Wert, wenngleich 0,2K wärmer als der XSPC Wasserkühler, der auch bei dieser Konstellation einen ca. 11% höheren Durchfluss bietet.

Was unsere Ergebnisse ebenfalls zeigen, ist die geringe aber vorhandene Ansprache des Kühlers auf höheren Durchfluss. Obgleich es nur 0,31K sind, um die unser Proband mit der Laing Plus besser abschneidet, so fällt dieser Wert nicht mehr unter Messtoleranz. Wer also das Letzte aus seinem Apogee GTZ herausholen möchte, der sollte für hohen Durchfluss sorgen.

Stammlesern dürfte aufgefallen sein, dass wir bei diesem Kühler lediglich Messwerte für die vertikale Montage präsentieren. Hierfür zeichnet die angesprochene Besonderheit des Apogee GTZ verantwortlich, die bei horizontalem Einbau zu deutlichen Leistungsverlusten führte. So bekamen wir Messwerte von Delta 50K, die wenig repräsentativ sind. Wir können Swiftechs Hinweis, den Kühler artgerecht zu installieren, nur nochmal unterstreichen.