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Informationen zu Durchflusssensoren am bigNG

Auch der mcubed T-Balancer bigNG erlaubt es, bis zu 2 Durchflusssensoren auszuwerten. Dafür muss aber der als Zubehör erhältliche Sensorhub eingesetzt werden. Beim bigNG wird nicht wie beim Aquaero die Zeit zwischen den Impulsen gemessen und ausgewertet, sondern es werden die hereinkommenden Impulse in einem wählbaren Zeitrahmen gezählt und daraus in Verbindung mit dem in der Software eingestellten Wert der Impulsrate der Durchfluss berechnet. Für die Zählung der Impulse nutzt man eine 8bit Variable, was dazu führt, dass in dem festgelegtem Messzeitraum "nur" 255 Impulse maximal gezählt werden können. Als Messzeitraum lassen sich 1s, 2s, 3s und 4s wählen. Daraus folgt, dass der bigNG zwischen 255 Impulsen/s (Einstellung für den Messbereich: 1s) und 63,75 Impulsen/s (Einstellung Messbereich: 4s) verarbeiten kann, denn maximal können über den Messzeitraum wie gesagt nur 255 Impulse gezählt werden. Fassen wir das mal zusammen:

Warum sollte man nun nicht gleich den Messzeitraum auf 1s setzen, um einen möglichst großen Messbereich zu haben? Dafür gibt es einen einfachen Grund: Ein Sensor, der nur eine sehr geringe Impulsrate liefert, wird die maximal möglichen 918.000 Impulse/h niemals ausschöpfen können (Beispiel: Mit dem "Digmesa FHKUC 70 Schlauch" und seinen 165 Impulse/l müsste man einen Durchfluss von über 5563 l/h realisieren, um über diese Grenze zu kommen). Daher ist es sinnvoll, den Messzeitraum zu vergrößern, um mehr Impulse zählen zu können. Denn dadurch, dass mehr Impulse in einem größeren Zeitraum erfasst werden, steigt die Genauigkeit der Anzeige. Als Faustformel kann man sagen: Je geringer die Impulsrate des Sensors, je größer sollte der Messzeitraum am bigNG gewählt werden (und andersherum). Ist man sich unsicher, welchen Messzeitraum man wählen soll, so hilft wieder eine einfache Rechnung. Man muss nur schätzen, in welchem Bereich sein Durchfluss ungefähr maximal liegen wird und die Impulsrate des eingesetzten Sensors kennen. Nehmen wir an, jemand möchte den "GMR AFS1-T Typ 2" (1200 Impulse/l) einsetzen und rechnet damit, dass er einen Durchfluss von ca. 220 l/h hat:

Dieser Wert liegt knapp über der Grenze für den 4s Messzeitraum von 229.500 Impulsen/h. Es wäre also nötig, den Messzeitraum auf 3s zu stellen. An diesen Beispielen sieht man, dass Benutzer des bigNG relativ frei in der Wahl des Durchflusssensors sind. Durch die vielen Einstellungsmöglichkeiten ist für jeden etwas dabei. Maximal einstellen lässt sich für den bigNG eine Impulsrate von 5000 Impulsen/l.