GMR AFS1-T Typ 2



(Testeinstellungen: 1200 Impulse/l, Messfenster: 1s)

Beim "GMR AFS1-T Typ 2" handelt es sich im Prinzip um den gleichen Sensor, wie beim "GMR AFS1-T Typ 1". Einziger Unterschied ist eine im Zulauf montierte Düse mit geringerem Querschnitt, die zwar den Widerstand erhöht, aber dadurch auch eine Messung schon ab 30 l/h ermöglicht. Auch bei diesem Sensor hatte unser Testexemplar noch Vorserienstatus und seitens des Herstellers war noch keine Impulsrate für den Sensor bekannt. So musste auch hier erst die richtige Impulsrate durch In-Reihe-Schalten des Sensors mit dem SF800 und dem "Digmesa FHKUC 70 Schlauch" durch uns ermittelt werden. Relativ schnell fand sich dann der Wert von 1200 Impulsen/l, der uns dann auch vom Hersteller zum Test freigegeben wurde. Durch diesen hohen Wert ist der Sensor für Nutzer des Aquaeros nur bedingt geeignet, denn so ist in dieser Kombination nur eine Messung bis zu ca. 106 l/h möglich. Allerdings könnte dieser Sensor auch problemlos mit der schon im Abschnitt zum "Swissflow SF800" vorgestellten Zusatzplatine betrieben werden, um die Impulsrate zu verringern. Aufgrund der hohen Impulsrate musste das Messfenster bei der Messung mit dem bigNG auf 1s reduziert werden.

Auf unserem Teststand hinterließ unser Testexemplar einen gemischten Eindruck: So ist es zwar für einen Sensor, der schon ab 30 l/h messen kann, nur wenig restriktiv und zeigt ein gutes Durchflussverhalten, aber die Geräuschentwicklung macht jeder Anwendung im privatem PC bei Werten über ca. 110 l/h einen Strich durch die Rechnung. Ab diesem Wert wird der Sensor sehr schnell sehr laut. Die Geräuschentwicklung im Test bei ca. 520 l/h kann ohne weiteres als "extrem" bezeichnet werden. In einem System mit einem Durchfluss von 150 l/h und darüber wäre der Sensor so mit großem Abstand das lauteste Bauteil des PCs. Auch hier lag bei unserem Vorserienexemplar im Bereich von 30 l/h bis 60 l/h die mögliche Abweichung bei +/-10%, im darüber liegendem Bereich noch bei +/- 8% laut Hersteller. Wie schon gesagt, kann mit einer Halbierung dieser Werte in der Serienproduktion gerechnet werden.

Auch diesen Sensor soll es in den drei schon genannten Varianten geben, und die Anschlussplatine für einen Lüfteranschluss des Mainboards ist ebenfalls geplant. Der Sensor ist, abgesehen von der Düse, baugleich zum Typ 1 aus dem selben Haus, daher gelten auch hier alle schon gemachten Anmerkungen zum Anschluss an Schläuchen und Steuerungen.

Durch die starke Geräuschentwicklung ist der Sensor eigentlich nur sinnvoll im Bereich von 30 l/h bis 110 l/h einzusetzen. Wer mit diesem Sensor in höhere Durchflussregionen vorstoßen will, muss schon sehr unempfindlich sein was Geräuschentwicklung angeht. Hinzu kommt auch hier die möglicherweise relativ ungenaue Messung. Empfehlenswert ist der Sensor daher für User mit schwachen Pumpen, die etwas Geld sparen wollen und mehr Wert auf eine Überwachungsfunktion als auf eine akkurate Messung legen.


Zusammenfassung:

Vorteile:

+ Geringer Durchflusswiderstand
+ Einfacher Anschluss an gängige Steuerungen
+ Voraussichtlich sehr günstig
+ Voraussichtlich in 3 Varianten erhältlich

Nachteile:

- Starke Geräuschentwicklung ab ca. 110 l/h
- Große Messtoleranz (soll in der Serie noch halbiert werden)
- Gewindeadapter zum Anschluss benötigt
- Anschlusskabel sehr kurz (kann mit normaler Lüfterverlängerung verlängert werden)

Bezugsquellen:

Noch nicht im Handel verfügbar. Wird aber in einigen Wochen bei den bekannten Anbietern erhältlich sein. Der Preis soll laut unseren Informationen im Bereich von ca. 16 Euro liegen.




   


Kommen wir nun zum Fazit.