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Phobya U-Cool RAM-Wasserkühler - Review

Erscheinungsbild, Funktionsweise & Montage

Der schwarz eloxierte Kühler sticht durch seine hochwertige Erscheinung und Verarbeitung hervor. Im oberen Bereich befinden sich einige Kühlrippen und silberfarbene Anschlüsse zur Einbindung in den Wasserkreislauf. Die Seitenteile des Heatspreaders sind besonders schlicht gehalten und nicht weiter auffällig. Im Inneren sind bereits zwei Wärmeleitpads eingeklebt, die durch eine Folie geschützt sind. Leider wird das Gesamtbild durch ein aufgeklebtes Phobya-Logo etwas getrübt. Es ähnelt handelsüblichem Papier, das nicht sorgfältig gedruckt und geschnitten ist. An dieser Stelle wäre ein hochwertigeres Emblem des Herstellers wünschenswert gewesen, da es schließlich der Wiedererkennung dient.

Das Prinzip der Kühlung ist relativ simpel und stimmt mit dem der anderen Heatspreader überein. Die Wärme der RAM-Bausteine wird durch Wärmeleitpads an die Seitenteile abgegeben und schließlich auf die Kühlrippen übertragen. Bei passivem Betrieb sorgt der Luftstrom im Gehäuse für eine ausreichende Kühlung der Aluminiumkörper. Werden die Speicher wassergekühlt betrieben, strömt die Kühlflüssigkeit durch den Heatspreader und nimmt die Wärme währenddessen auf (allgemeine Funktionsweise einer Wasserkühlung).

Die Montage der Probanden gestaltet sich sehr anwenderfreundlich. Zu Beginn wird der Heatspreader vorbereitet, indem man das Seitenteil abschraubt und die Schutzfolien der Wärmeleitpads löst. Nach dem Entfernen der alten Heatspreader werden die Module möglichst mittig in den geöffneten Kühler gelegt. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass ein Entfernen der originalen Heatspreader zum Verlust der Garantie führt. Zu guter Letzt wird das Seitenteil wieder an den Kühler geschraubt. Bei älteren Speicherriegeln, die nur auf einer Seite mit Chips ausgestattet sind, muss das dickere Pad als Distanzstück eingesetzt werden, um den Anpressdruck zu gewährleisten.

Die Einbindung der Phobya-Kühler in den Wasserkreislauf ist etwas zeitaufwändiger. Ein Schlauch muss zu Beginn auf die richtige Länge geschnitten werden, um die Kühler in einer Reihe zu verbinden. Wir verwendeten ein Exemplar mit 8 mm Innendurchmesser und mussten uns mit einem Trick behelfen, um die Dichtigkeit des Kreislaufes zu gewährleisten. Kleine Schlauchreste (Innendurchmesser 6 mm) wurden auf die Anschlüsse gestülpt, um den Anschlussdurchmesser zu vergrößern. Auf diese Art können die 11,2/8 mm Masterkleer-Schläuche erst montiert werden. Dieser Arbeitsschritt kann besonders für unerfahrene Anwender zum Problem werden, da die Kühler zwar laut Beschreibung für einen Schlauch mit 8 mm Innendurchmesser ausgelegt sind, doch der Sitz mit diesem Schlauch ist nicht sicher genug. Ratsam ist deshalb der Kauf von Federbandschellen, mit denen der Schlauch auf den Anschlüssen gesichert werden kann. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von eventuell dünneren Schläuchen (z.B. mit 6 mm Innendurchmesser), um einen festen Sitz auf den Tüllen und somit sicheren Betrieb zu gewährleisten. Hier besteht für den Hersteller definitv Nachholbedarf, er sollte ausreichend auf diesen Punkt in der ebenso nachzureichenden Montageanleitung hinweisen, so eine Fehlerquelle kann selbst von erfahrenen Usern schnell übersehen werden..