Cape Cora HF 642, 442, 142 vs. Cape Cora Pro - Review

Messergebnisse

In den folgenden Diagrammen sind Temperaturdifferenzen und Durchflusswerte, die bei den einzelnen Durchläufen gemessen wurden, grafisch veranschaulicht. Ein Radiatoraufbau mit geringerer Temperaturdifferenz kann die Wärme besser an die Raumtemperatur abgeben und ist daher leistungsstärker.



Verglichen mit den ursprünglichen Cape Cora-Radiatoren punktet die neue Generation in jeder Hinsicht. Vier Profile kühlen nun um etwa 10 K besser und haben aufgrund des hohen Querschnitts der Anschlüsse einen Durchfluss von etwa 151 l/h. Ein Übertakten ist mit 13,54 K jedoch weiterhin nicht möglich. Wird der Radiator um zwei Türme erweitert, verbessert sich die Leistung um gute 2 K, der Durchfluss minimiert sich auf 143,17 l/h. Zehn Profile der Cape Cora HF-Radiatoren haben aufgrund der vergrößerten Oberfläche die Leistung eines Triple Radiators, dessen Lüfter auf 400 RPM gedrosselt sind. Im Vergleich zum Vorgängermodell sind zehn Cape Cora HF-Kühlrippen mit 8,76 K exakt 4,76 K stärker als zuvor. Die enorme Leistungssteigerung spiegelt sich auch am Durchflusswert wieder, da die Kühlflüssigkeit mit etwa 129 l/h durch den Wasserkreislauf strömt. Die Erweiterung eines Profils lohnt sich allerdings nicht sonderlich. Mit 8,37 K ist die Leistung gerade mal 0,39 K besser als im vorigen Testaufbau, der Durchfluss sinkt um etwa 12 l/h.


Fazit

Positiv überrascht sind wir von den passiven Modul-Radiatoren "Cape Cora" des Herstellers Alphacool. Das verbesserte Konzept - mehr Kühlleistung und Durchfluss, neues Stecksystem - ist in jedem Fall ersichtlich geworden. Alphacool hat sich über die Verbesserung Gedanken gemacht und diese erfolgreich umgesetzt. Angefangen vom vormontierten Lieferzustand über die einfache Einbindung in den Wasserkreislauf bis hin zur verbesserten Leistung des Radiators. Das neue Stecksystem mit größeren Anschlüssen und 1/4"-Gewinden ist an dieser Stelle besonders erwähnenswert. Einen Kritikpunkt gibt es allerdings: Die Endkappen könnten sich im Betrieb lösen, denn sie werden nur von zwei Dichtungsringen auf den Anschlüssen gehalten. Wir empfehlen sie zusätzlich zu sichern, beispielsweise mit mehreren Schichten Teflonband. Erst dann sind Undichtigkeiten ausgeschlossen. Abschließend sollten wir noch einmal die deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Vorgänger erwähnen. Mit den neuen Cape Cora HF-Radiatoren kann ein System lüfterlos gekühlt werden, bei zehn Kühlrippen ist sogar ein leichtes Übertakten möglich. Die Verwendung von elf Profilen empfehlen wir allerdings nicht, da sich die Anschaffung eines Erweiterungsmoduls bei einem Aufpreis von  15,99 Euro leistungsmäßig nicht lohnt. Für  59,99 Euro kann der Cape Cora HF 442 erworben werden, der Cape Cora HF 642 kostet  79,99 Euro. Für etwa 140 Euro erhält der Käufer insgesamt 10 Kühlrippen, die einen lautlosen und leistungsstarken Betrieb verrichten. Wegen der genannten Gründe zücken wir den Gute-Wahl Award und zeichnen die Cape Cora HF-Radiatoren damit als hochklassiges und annähernd perfektes Produkt aus.


Abschließend bedanken wir uns bei unserem Partner  Aquatuning für die schnelle und freundliche Bereitstellung unserer Testmuster. Vielen Dank!



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