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Aqua Computer Cuplex HD (Sockel 478,775,1156,1366,AM2,AM3,939) - Review

Erscheinungsbild & Funktionsweise

Den ersten Eindruck, den der Cuplex HD beim Betrachter hinterlässt, dürfte überaus positiv ausfallen. Die geschwungenen Montageblenden für den Sockel 1366 führen den Blick sanft aber bestimmt auf den Kühler selbst. Dort buhlen das schwarze Delrin und der matt-glänzende Edelstahldeckel mit fantastischem Kontrast um die Bewunderung der Käufer. Die etwas dunkleren Inbus-Schrauben sorgen zusammen mit dem gelaserten Schriftzug "cuplex hd high flow + double impact" für den farblichen Einklang. Die Rundungen der Blende finden sich auch im Deckel wieder, dessen Umriss vier wild-unruhige, aber synchrone Halbkreise besitzt, die dank abgerundeter Kanten in weicher Harmonie mit dem Rest des Kühlers verfließen. Zwei sinnvolle Markierungen auf dem Deckel, zeigen dem Nutzer wie das Wasser zu fließen hat. Insgesamt ein eher konservatives Design, aber konsequent und stilvoll umgesetzt.

Die vier größeren der acht Schrauben halten den Kühler übrigens zusammen. Werden sie gelöst, kann der Benutzer die Montageblende problemlos austauschen.

Beim Umdrehen des Cuplex HD ist nun eindeutig zu erkennen, dass alles Edelstahl von Aqua Computer gebürstet wurde. Das makellose und charakterlich schlicht-schöne Relief gewährt dem auf Hochglanz polierten Kühlerboden Vortritt. Dieser ist nahezu frei von Flecken; dass er sein Dasein einer Fräse zu verdanken hat, lässt er sich nicht ansehen.

Neugierig haben wir den Kühler in seine Einzelteile zerlegt. Ein sehr logischer und leicht nachvollziehbarer Aufbau, der zu keinerlei Schwierigkeiten bei Reinigungsarbeiten führen dürfte. Der Cuplex HD besteht insgesamt aus drei Komponenten - die zwei Dichtungsringe, Schrauben und Montageblende außen vor gelassen. Auffällig ist, dass es sich beim Cuplex HD um eine exakte Kopie des Cuplex XI Di handelt. Statt eines blau-durchsichtigen Acryldeckels, setzt man bei Aqua Computer bei dieser Variante auf einen edelstählernen. Die metallene Düsenplatte musste ebenfalls weichen und wurde durch gefrästes Delrin ersetzt.

Die sehr gute Verarbeitung des Äußeren gehört auch im Inneren des Kühlers zum guten Ton dazu. Das Delrin ist sauber gefräst, die beiden Dichtungsringe liegen dort, wo sie hingehören und lassen sich leicht entfernen oder austauschen. Der Kühlerboden steht dem in nichts nach. Die mit einer CNC-Maschine gefrästen Mikrostrukturen stehen in Reihe und lassen wenig Raum für Kritik. Die beiden Kerben links und rechts sind Teil der Rückflusskanäle, auf die wir gleich eingehen werden. Es lässt sich zusammenfassen, dass Aqua Computer sich auch beim Inneren des Cuplex HD nicht die Blöße gibt und sauber gearbeitet hat. Made in Germany auf höchstem Niveau.

Was bei all dem überhaupt nicht ins Bild passt, sind die sehr passgenau gewählten Löcher in der Montageblende. Das hat zur Folge, dass sich der Kühler nur stramm über die Schrauben ziehen lässt und leicht in einem der Gewinde hängen bleibt und verkantet. Ist der Cuplex HD einmal montiert und klebt über die Wärmeleitpaste mit dem Kühler zusammen, lässt er sich kaum mehr demontieren. Hier ist leichtes Drehen, vorsichtiges und geduldiges Arbeiten angesagt. Ein ärgerlicher Umstand, den der Hersteller unbedingt beseitigen sollte.

Was die Kühltechnik anbelangt, unterscheiden sich die beiden Geschwister Cuplex HD und Cuplex XT Di nicht. Auch hier wird auf die DI-Technologie gesetzt, die ausgeschrieben Double Impact, doppelten Schlag / Aufprall verheißt. Dahinter steckt folgende Geschichte: Das Wasser wird nicht nur einmal durch eine Düse auf den Kühlerboden beschleunigt, sondern nach dem ersten Aufprall auf den Kühlerboden über die beiden seitlichen Rückflusskanäle erneut in eine zweite Düse geführt, die einen zweiten Kühlschlag mit sich bringt. Das sorgt nicht nur für doppelten Beschuss des Kühlers, es soll auch die Durchflussgeschwindigkeit des Wassers deutlich erhöhen. Seinerzeit vermutlich für Prozessoren mit zwei DIE konzipiert, stellt die Technologie noch heute eine respektable Innovation dar. Ob diese Idee jedoch auch für native Quad Cores mit einer DIE sinnvoll ist, wird unser Test zeigen.