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Der Kühler im Detail - Anfi-tec eXF RS

Das Aussehen ist immer wieder Geschmackssache, man kann nicht immer jeden zufriedenstellen. Dennoch sollte es Anfi-tec mit seinem eXF RS schaffen, einen großen Kundenbereich abzudecken. Der Mix aus schwarzem POM und mattem, gebürstetem Edelstahl erfreut das Auge und lässt den Kühler schlicht wirken. Einen guten Kontrast dazu bieten die insgesamt zehn Linsenkopfschrauben, vier für die Halterung und sechs für den eigentlichen Kühler. Zusammen mit der Halterung besteht der Kühler aus 5 einzelnen Elementen.

Unten angefangen, befindet sich das wohl essentiellste Teil eines jeden Wasserkühlers, die Bodenplatte. Im Gegensatz zu vielen aktuellen High-End-Kühlern ist die Struktur dieser beim Anfi-tec eXF RS recht grob gehalten. Insgesamt 5 gezackte Kanäle ziehen sich durch das Kupfer. Die Fläche auf der auch wirklich gekühlt wird deckt dabei den kompletten Bereich eines Quadcores ab. Die Struktur kommt zwar dem Durchfluss zugute, ob dadurch aber auch eine gute Kühlleistung zustande kommt, muss sich zeigen. Die Bodenplatte belässt Anfi-tec dabei unpoliert, sie zeigt das typische Schliffmuster vom Planschleifen. Dies sollte kein merklicher Leistungsnachteil sein, allerdings könnten sich Vorteile bei Einsatz von Wärmeleitpasten auf Partikelbasis ergeben.

Direkt darauf aufbauend befindet sich die Halterung aus geschliffenem Edelstahl, welche austauschbar ist. Derzeit sind Halterungen für Intels Sockel 775 und AMDs Sockel AM2(+) vorhanden. Interessant ist, das Anfi-tec keinerlei Federn oder Ähnliches für den Anpressdruck des Kühlers verwendet. Die Maße der Schrauben und Abstandshalter sind exakt so gewählt, das alleine die Edelstahlhalterung den Anpressdruck erzeugt. Designtechnisch sehr schön gelöst, zudem vereinfacht es die Montage. Einfach festschrauben und gut.

Fixiert wird die Halterung mit sechskantigen Abstandshaltern. Von diesen eingeschlossen wird das Mittelteil aus POM, welches die Wasserverteilung im Inneren über zwei schlitzförmige Düsen übernimmt. Durch diese Aufteilung sollen besondern Quad-Core Prozessoren besser und gleichmäßiger gekühlt werden. Wegen der Fertigung als Einzelteil ist dieses Stück auch austauschbar, so wäre eine Anpassung an neue Prozessorgenerationen denkbar. Den oberen Abschluss bildet ein wiederum aus schwarzem POM bestehender Deckel, welcher die Anschlüsse aufnimmt. Zudem ist in selbigen zwischen den Anschlüssen das Logo und der Kühlername eingraviert. Abschließend gehalten wird der Deckel durch einen "Ring" aus Edelstahl, welcher mit insgesamt sechs Schrauben an der Abstandshalterung fixiert wird.

Nach uns vorliegenden Informationen war der Kühler ursprünglich auch in einer Variante mit Plexiglas-Korpus geplant, doch stellte es sich heraus, dass dieses Material mit den vorhandenen Mitteln nicht ausreichend gut bearbeitbar war. Bleibt zu hoffen, dass dieser Zustand nicht lange so bleibt, denn ein optischer Leckerbissen wäre auch diese Variante ganz gewiss!