Alphacool HF14 Yellowstone (Sockel 775,1366,1160,AM2,AM3) - Testbericht

Fazit

Manch einer kommt im Laufe seines Lebens zu der Erkenntnis, dass man sich hohe Ziele stecken sollte, auch wenn sie zunächst unerreichbar scheinen. So tragen einen Hoffnung und Zuversicht sowie Ehrgeiz immer wieder über die eigenen Leistungsgrenzen hinaus und ermöglichen oftmals, was vorher als undenkbar galt.

Vermutlich hat auch Alphacool so gedacht, als sie die Beschreibung zu ihrem neuesten Wasserkühler, dem HF 14 Yellowstone "Spirit", verfasst haben. Sogar den Geist der amerikanischen Urahnen und das Element des Windes holte man sich an Board.

Doch der Reihe nach. Was kann der Yellowstone Spirit und was kann er weniger gut? Optisch ist er ein Schmuckstück und das nicht nur oberflächlich, das steht außer Frage. Er ist der erste und einzige Kühler, dessen Zubehör keine Wünsche offen lässt. Zwar ist auch die Backplate kein Garant für Höhenflüge, aber sie liegt bei und ermöglicht ein klein wenig mehr Stabilität. Bei der Anleitung lässt Alphacool sich auch nicht lumpen, wobei hier Nachbesserung nötig ist. Wichtig ist jedoch zunächst einmal, dass sie beiliegt und das was sie beinhaltet, der Wahrheit entspricht und noch dazu gut verständlich und gut strukturiert ist.
Was kann der Yellowstone "Spirit" weniger gut? Kühlen. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, er ist absolut ausreichend für alle auf dem Markt erhältlichen Prozessoren und sogar für das Übertakten geeignet. Aber er liegt auch ein ordentliches Stück hinter dem Heatkiller 3.0, den es nun einmal zu schlagen gilt und der bei stark übertakteten Systemen einen Unterschied ausmachen kann.

Es ist dieser Tage nicht einfach für gute Kühler, sich eine Position auf dem Markt zu erkämpfen. Der große Lieferumfang ist hierzu eine Möglichkeit, doch stellt er normalerweise kein ausreichendes Kriterium für einen Award dar. Damit meinen wir, dass die Kernkompetenz eines CPU-Kühlers nach wie vor beim Kühlen liegt, was wir auch hauptsächlich bewerten. Der Alphacool HF 14 Yellowstone "Spirit" ist hier der erste Kandidat, der uns über Umwege zur Vergabe eines Awardes überreden kann. Wenn man nämlich noch die Farbauswahl bedenkt und die Tatsache, dass bisher auch kein anderer Kühler dem Heatkiller 3.0 auch nur annähernd Paroli bieten konnte, dann steht der Yellowstone "Spirit" auf einmal in einem anderen Licht. Hier stehen wir und können nicht anders, als den "Gute-Wahl Award" zu vergeben. Denn so viel Mühe muss belohnt werden.



Unseren Preis-Leistung Award können wir hingegen einbehalten, denn mit  64,95 Euro wird dem Interessierten ein faires aber kein herausragendes Angebot unterbreitet. Es bleibt dabei: Gut über Umwege.

Als wäre diese Review nicht ohnehin schon lang genug, womit sie dem Namen des gerade getesteten Kühler in nichts nachsteht, wollen wir zum Schluss auf ein kleines Paket aufmerksam machen. Es handelt sich dabei um das sogenannte Cool Cover, das Alphacool uns aus unschwer zu erahnenden Gründen ins Paket gelegt hat. Zwar ist es im eigentlichen Test nicht zum Einsatz gekommen, dennoch haben wir es abgelichtet und näher angesehen.



Wer einen Kühler, jedoch kein passendes Montagematerial hat, der könnte hier - je nach verwendetem Montageprinzip - ein nützliches Paket finden. Besonders interessant ist hierbei die Idee der versteckten Federn, die einfach unter den Hülsenmuttern verschwinden. Je nach optischen Vorlieben ließe sich der ein oder andere Computer noch ein wenig verschönern. Aber das ist natürlich subjektiv zu bewerten. Ganz objektiv gesehen bieten diese Hülsenmuttern den Vorteil, dass sie einen gleichmäßigen Anpressdruck garantieren, da sich an der Sichtbarkeit der Feder leicht ablesen lässt, welche Mutter wie fest angezogen ist. Der beiliegende Sechskantschlüssel ersetzt den häuslichen Schraubendreher. Eine nette Idee also, dieses Cool Cover Kit. Für  6,95 Euro ein gutes Angebot, das wir so zum ersten Mal sehen.



Abschließend bedanken wir uns bei  Alphacool für die schnelle und freundliche Bereitstellung unseres Testmusters. Vielen Dank!




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