Benchmark & Praxistest


Die Benchmark steht: Geworben wurde schließlich mit einer Auslesezeit von unter sieben Minuten für eine randvolle Karte mit 8 Gigabyte Speicherplatz. Auf verschiedenen Wegen testen wir, ob diese Geschwindigkeit nicht nur auf dem Papier Bestand hat:

  • Auslesen per USB 2.0-Schnittstelle der Kamera (Canon EOS400D)
  • Auslesen per Hama USB 2.0 Card Reader 1000&1 (Kamerasoftware)
  • Auslesen per Hama USB 2.0 Card Reader 1000&1 (Copy&Paste)
  • Auslesen per FireWire Cardreader (Kamerasoftware)
  • Auslesen per FireWire Cardreader (Copy&Paste)


Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, werden drei Testläufe durchgeführt und anschließend der Durchschnitt ermittelt.

Als Controller dient eine FireWire 800 PCI-Card aus dem Hause Delock. Platz findet sie in nachstehendem Testsystem:


Benchmark:



Mittels HD-Tune werden die Transferraten der Karte ausgelesen. Neben dem FireWire Reader kommt einer der schnellsten USB 2.0 Kartenleser zum Einsatz: Der Hama 1000&1.


Die angegebenen 45 MB/s konnten auf dem FireWire Reader nicht ganz erreicht werden. Mit einer durchschnittlichen Transferrate von 39,8 MB/s blieb die Karte hinter der Vorgabe zurück. Zum Vergleich testeten wir eine SanDisk Extreme IV 266x 4GB Karte. Auch sie konnte die vorgebenen 40 MB/s nicht erreichen, hier wurde eine Transferrate von 37 MB/s ermittelt. Deutlich zeigt sich der Vorteil der FireWire- gegenüber der USB-Schnittstelle: Auf dem Hama 1000&1 wurde nur noch eine durchschnittliche Transferrate von 18,3 MB/s erreicht.



Auslesegeschwindigkeit:


Der Geschwindigkeitsvorteil von FireWire 800 gegenüber der USB 2.0-Schnittstelle der Kamera ist phänomenal. Extrem lange 42 Minuten hat es gedauert, bis 782 RAW-Bilder den Weg durch das USB-Kabel auf die Festplatte gefunden haben. Der Hama 1000&1 als einer der schnellsten USB 2.0 Kartenleser benötigte für die gleiche Arbeit 8 Minuten und 29 Sekunden. Ein paar Sekunden lassen sich durch Verzicht auf die Kamerasoftware einsparen. Per FireWire in Verbindung mit der Canon-Software war der Auftrag nach 6 Minuten und 13 Sekunden erledigt, schneller als vom Hersteller versprochen. Getoppt wird auch das noch, wenn auf jegliche Zusatzsoftware verzichtet und stattdessen per Copy&Paste gearbeitet wird. Gerade einmal 5 Minuten und 6 Sekunden gehen ins Land, dann sind 8 Gigabyte Daten auf den PC verfrachtet. Rein mathematisch ist der Vorgang sogar noch schneller möglich, jedoch stellt hier anscheinend die Festplatte die limitierende Komponente dar.