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Webinterface & Software


Wie schon im ersten Abschnitt des Reviews erwähnt, bietet die Herstellerseite unter folgendem  Link einen Emulator, welcher einen Einblick in das Webinterface des NAS bietet. Aus diesem Grund gehen wir in diesem Abschnitt nicht auf alle einzelnen Funktionen ein, sondern beleuchten nur Besonderheiten und Auffälligkeiten.
Unter dem Punkt "System Status" lassen sich alle Informationen über den aktuellen Zustand des NAS holen. Da das NAS mit einem Linux als Betriebssystem aufwartet, ist der Einsatz eines NFS Servers möglich, praktisch für alle die ihre Images von Betriebssystemen auf dem NAS ablegen. Dienste für iTunes und UPnP Audio- und Videodaten sind ebenfalls vorhanden, um Multimediagenuss im gesamten Netzwerk zu ermöglichen. Über den Punkt "Share Managment" lassen sich einfach und bequem Nutzer hinzufügen sowie die Zugriffsrecht auf bestimmte Ordner einstellen.

Die Funktion "Scheduling Backup" erlaubt ein zeitgesteuertes Backup in einem selbstgewählten Rahmen. So geht beispielsweise keine Performance verloren, wenn ein Backup anläuft während man gerade auf das System zugreift. Mit dem "Disk Utility" genannten Reiter lassen sich alle Einstellungen zum Thema Festplatten vornehmen. Hier sollte der User bei einem einmal eingerichteten System Vorsicht walten lassen, ein unbeabsichtigtes formatieren und schon sind alle Daten weg. Ärgerlich: im Unterpunkt "Disk Information" wird der aktuelle Status der Festplatten angezeigt. Dieser gibt sich jedoch nur mit einem OK oder einem Fehler zu erkennen, ein genaues auslesen der S.M.A.R.T Werte, wie zum Beispiel der Temperatur ist nicht möglich. 
Im Unterpunkt "Service Configuration" können alle relevanten Einstellungen für den iTunes-Server, den UPnP-Server, den BitTorrent Client und die Netzwerkdrucker-Funktion eingerichtet werden.

Weiterhin liefert TRENDnet eine Treiber CD mit, welche unter anderem auch die Bedienungsanleitung und ein kleines Tool beinhaltet, damit das NAS auch in jedem Netzwerk gefunden werden kann. Zudem können mit diesem Tool auch die Grundeinstellungen festgelegt werden.



Alltagsbetrieb & Praxistest


Im Großen und Ganzen schlägt sich das TrendNet TS-S402 im Test ganz wacker, meistert den Alltag jedoch nicht immer ohne Probleme. Hauptkritikpunkt ist die Geschwindigkeit: mehr als 12MB pro Sekunde beim lesen, bzw 9,5MB pro Sekunde beim schreiben, liesen sich unserem System nicht entlocken, trotz Anbindung über Gigabit Ethernet. Ähnliche Werte mit 10MB pro Sekunde beim lesen und 9MB pro Sekunde wurden in einem 100MBit Netzwerk erreicht. Damit liegt auf der Hand das das NAS System hier die limitierenden Faktor darstellt. Verwundert über diese geringen Transferraten, wurde ein weiterer Versuch durch geführt. Diesmal wurde als Client-PC kein Windows basierendes System, sondern ein openSUSE Linux verwendet, welches das gleiche Dateisystem nutzt wie das TS-402. Das Ergebnis war jedoch ernüchternd, die Transferraten lagen sogar noch unter denen aus dem Vortest. Getestet wurde unter Windows mit dem Intel NAS Performance Toolkit, unter Linux wurden die Werte durch eine Anzeige beim Kopiervorgang ermittelt.


Doch genug der Kritik. Im sonstigen Einsatz zeigt sich das TS-402 von der Sonnenseite. Das Webinterface arbeitet schnell und ist sehr übersichtlich. Die Einrichtung neuer Freigaben und Benutzer gelingt auch Laien. Für all die Leute, die ihr NAS auch mal abschalten, sorgt die kurze Bootzeit für Freude. Ebenso erfreulich ist das die Festplatten sich abschalten, sofern sie nicht genutzt werden. Ein grober Schönheitsfehler ist noch der leider viel zu laute Lüfter, welcher einen Betrieb am Arbeitsplatz fast unmöglich macht. Findige Bastler können Lüfter im Format 60x60x10mm gegebenfalls austauschen, jedoch erlischt dann die Garantie und zudem sollte auf eine ausreichende Kühlung der Festplatten geachtet werden.


Bei der ersten Inbetriebnahme gibt es zusätzlich noch einige Sachen zu beachten: Das TS-402 kommt standardmäsig mit einer IP-Adresse im Bereich 192.168.1.x daher. Solange der heimische Router per DHCP das Netz verwaltet und dabei einen anderen Adressbereich nutzt, ist das NAS nicht sofort im Netz zu finden. Hier für ist es nötig, das Installationstool von der mitgelieferten CD zu verwenden, was jedoch auch so in der Anleitung beschrieben ist. Ebenso sollte beachtet werden, das die Festplatten nach ihrem einsetzen mit dem ext3-Dateisystem formatiert werden. Es sollten also auf jedenfall keine Festplatten mit gespeicherten Daten eingebaut werden, da diese dabei verloren gehen.