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SSD-Roundup: 64GB SSDs mit TRIM-Support im Test

 

SSDs sind in aller Munde und wären gerne in den Händen vieler Nutzer. Durch zahlreiche Tests in der Vergangenheit stehen folgende Faktoren bereits fest:

  • Die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten (und auch die Anzahl IO-Operations) dieser Flash-basierten Speichermedien (SSD) sind höher, als bei Magnetdatenträgern (HDD), die Zugriffszeiten deutlich geringer. Mit steigender Kapazität einer SSD nehmen zusätzlich auch die Transferraten zu.
  • Die Lebensdauer von SSDs ist ausreichend hoch. Eine MTBF (mittlere Ausfallwahrscheinlichkeit) von 1-2 Millionen Stunden wird angegeben und auch Garantiedauern von zwei bis zehn Jahren sprechen für Sicherheit seitens der Hersteller, die erwartete Lebensdauer betreffend. Jedoch hängt die tatsächliche Lebensdauer von der Intensität der Schreibzugriffe ab. Wir verweisen auf unseren Tech-Exkurs.
  • Die Leistungsaufnahme von SSDs ist geringer, als die der traditionellen Magnetdatenspeicher. Unter Last werden etwa 1-2 Watt Leistung aufgenommen, im Ruhezustand oftmals unter einem Watt. Standard-3,5"-Festplatten konsumieren etwa 6 Watt, Laptop-2,5"-Festplatten nehmen mit etwa 3 Watt geringfügig mehr Leistung auf als SSDs. Als Folge davon ist auch die Temperaturentwicklung aufgrund der geringeren Leistungsaufnahme günstiger: SSDs bleiben wegen fehlender mechanischer Komponenten kühler.
  • Die Schockresistenz und der lautlose Betrieb liegen in der Natur der SSDs, kommen doch keine beweglichen Teile zum Einsatz.
  • Die Kapazitäten sind derzeit noch geringer als die der klassischen Festplatten oder, wenn ähnlich groß, exorbitant teurer in der Anschaffung. Der Preis pro Gigabyte einer SSD liegt im besten Fall bei etwa 1,50 Euro (128 GB-Modelle), bei einer HDD bei lediglich 6 Cent (1.500 GB-Modelle).

 

 

Dennoch sind SSDs nicht perfekt und selbst Jahre nach dem Erscheinen der ersten Modelle für den Consumer-Bereich konnte erst jüngst mit dem Erscheinen von Windows 7 und dem "TRIM-Support" eine weitere Schwachstelle der SSDs abgestellt werden: Die nicht unerhebliche Abnahme der Leistungsfähigkeit mit fortschreitender Nutzungsdauer, hervorgerufen nicht durch physikalische Alterungsprozesse, sondern begründet durch die Art des Umgangs der SSDs mit gelöschten Daten. Auf Details sei hier nicht weiter eingegangen, eine Google-Suche liefert zahlreiche Berichte zu dieser Thematik in gewünschter Tiefe.

  • Uneingeschränkt empfehlenswert sind daher nur SSDs mit TRIM-Unterstützung unter Verwendung von Windows 7/ Linux ab Kernel 2.6.28. Die Angaben der Hersteller sind diesbezüglich jedoch spärlich gesät. Im Falle älterer SSDs oder Betriebssysteme sollte hin und wieder das manuelle "Trimmen" der SSDs erfolgen. Einige Hersteller bieten dafür Programme an ("Wiper-Tools"), welche auf den entsprechenden Homepages zu finden sind oder ermöglichen Firmware-Updates, um die SSDs mit TRIM-Support auszustatten (vgl. nächste Seite).
  • SSDs werden mit zunehmender Belegung langsamer. In verschiedenen Artikeln wird eine freie Restkapazität einer SSD von etwa 10-20 % empfohlen.
  • Die automatische Defragmentierung und die Indizierung von SSD Laufwerken sollte abgeschaltet werden.
  • SSDs sind als Systemlaufwerke, nicht als Datenspeicher für die Fotosammlung zu empfehlen. Darüber hinaus sind nur SLC-basierte SSDs für den professionellen Einsatz in schreiblastigen Umgebungen, wie beispielsweise einem Fileserver, geeignet.

 

Nach dieser knappen Darstellung der allgemeinen Fakten und Erkenntnisse der letzten Jahre widmen wir uns nun einer ganzen Reihe von aktuellen MLC-basierten SSDs, welche mit Kapazitäten von rund 60 Gigabyte den günstigen Einstieg in die SSD-Welt markieren und überprüfen die oben genannten Statements. Als technische Referenz ziehen wir die aktuelle 34nm-SSD des Chipgiganten Intel hinzu, welche mit 160 Gigabyte Kapazität jedoch größer ist, als alle anderen Probanden und daher nicht direkt in den Vergleich mit eingehen wird.

Wir bedanken uns bei A-DATA, Crucial, Intel, Kingston, Mushkin, Patriot und Silicon Power  für die Unterstützung bei diesem Roundup und stellen im Folgenden die wichtigsten technischen Daten und Besonderheiten der Testkandidaten vor.

 

 

Lieferumfang & Technische Daten

Die Herstellerangaben zu den Leistungen und den technischen Grunddaten sowie Angaben über den Lieferumfang der einzelnen Modelle sind hier nach Alphabet geordnet dargestellt. Durch einen Klick auf ein Bild öffnet sich eine vergrößerte Ansicht, durch anschließendes Klicken im rechten oder linken Bildbereich können alle Bilder angesehen werden. Im Anschluss sind die unterschiedlichen Merkmale zusammenfassend dargestellt.

 

A-DATA S596 64GB (Link: Aktueller Preis)
 
   Formfaktor:2.5"
   Interface:SATA II
   Lesen:230 MB/s
   Schreiben:100 MB/s
   Cache:128 MB DDR2-800
   Flash-Typ:MLC
   Controller:JMicron (JMF612)
   Lieferumfang:SSD, Anleitung, USB-Kabel
   Besonderheiten:USB 2.0 Port, LED (Aktivität)
   Erhältlich in:64, 128, 256 GB
   Garantie:2 Jahre

 

 

Crucial M225 64GB (Link: Aktueller Preis)
   Formfaktor:2.5"
   Interface:SATA II
   Lesen:200 MB/s
   Schreiben:150 MB/s
   Cache:64 MB
   Flash-Typ:MLC
   Controller:Indilinx
   Lieferumfang:SSD, Anleitung
   Erhältlich in:64, 128, 256 GB
   Garantie:5 Jahre

 

 

Intel X25-M G2 "Postville" 160GB (Link: Aktueller Preis)
 
   Formfaktor:2.5"
   Interface:SATA II
   Lesen:250 MB/s
   Schreiben:100 MB/s
   Cache:32 MB
   Flash-Typ:MLC
   Controller:Intel
   Lieferumfang:SSD, Anleitung
   Erhältlich in:80, 160, 320 GB
   Garantie:2 Jahre

 

 

Kingston SSDNow V-Series G2 64GB (Link: Aktueller Preis)
 
   Formfaktor:2.5"
   Interface:SATA II
   Lesen:200 MB/s
   Schreiben:110 MB/s
   Cache:64 MB
   Flash-Typ:MLC
   Controller:JMicron (JMF 618)
   Lieferumfang:SSD, Anleitung, Bundle
   Erhältlich in:40*, 64, 128 GB
   Garantie:3 Jahre

* Diese 40 GB SSD ist eine umbenannte Intel-SSD und ist somit nicht direkt vergleichbar! Intel | Kingston

 

 

Mushkin IO Series 64GB (Link: Aktueller Preis)
 
   Formfaktor:2.5"
   Interface:SATA II
   Lesen:220 MB/s
   Schreiben:140 MB/s
   Cache:64 MB
   Flash-Typ:MLC
   Controller:Indilinx
   Lieferumfang:SSD
   Besonderheiten:Metall-Koffer
   Erhältlich in:64, 128, 256 GB
   Garantie:3 Jahre

 

 

Patriot Torqx 64GB (Link: Aktueller Preis)
 
   Formfaktor:2.5"
   Interface:SATA II
   Lesen:220 MB/s
   Schreiben:135 MB/s
   Cache:64 MB
   Flash-Typ:MLC
   Controller:Indilinx
   Lieferumfang:SSD, Anleitung, Einbaurahmen
   Besonderheiten:Einbaurahmen 3.5"-Schacht
   Erhältlich in:64, 128, 256 GB
   Garantie:10 Jahre

 

 

Silicon Power E10 64GB (Link: Aktueller Preis)
 
   Formfaktor:2.5"
   Interface:SATA II
   Lesen:230 MB/s
   Schreiben:150 MB/s
   Cache:64 MB DDR2-667
   Flash-Typ:MLC
   Controller:JMicron (JMF612)
   Lieferumfang:SSD, Anleitung, Befestigungsschrauben
   Besonderheiten:USB 2.0 Port, 2 LEDs (Lesen/Schreiben)
   Erhältlich in:32, 64, 128, 256 GB
   Garantie:2 Jahre

  

Alle Testteilnehmer sind MLC-basiert, besitzen ein SATA-II-Interface und sind mit einem Formfaktor von 2,5" für die Verwendung  in Laptops/Notebooks geeignet. Ebenso unterstützen alle die TRIM-Funktion. Folgende Tabelle zeigt die Unterschiede der einzelnen Modelle im Überblick, hervorstechende Merkmale sind Fett markiert.

 

Gesamtübersicht
A-DATA
S596
Crucial
M225
Intel
X25-M
Kingston
V-Serie
Mushkin
IO
Patriot
Torqx
Silicon Power
E10
   Lesen [MB/s]:230200250200220220230
   Schreiben [MB/s]:100150100110140135150
   Cache [MB]:128643264646464
   Controller:JMicron 612IndilinxIntelJMicron 618IndilinxIndilinxJMicron 612
   USB:ja--ja--ja
   Lieferumfang:USB-Kabel--Bundle-Einbaurahmen-
   Gewicht [g]:65698082929152
   Garantie [Jahre]:25233102

 

Wir sind gespannt, wie sich die JMicron-Controller in der Version 612, welcher bei der A-DATA und der Silicon Power SSD zum Einsatz gelangt, gegen den bei Toshiba gefertigten JMF618 der Kingston sowie den renommierten Intel und den Standard Indilinx behaupten kann. Auf den nächsten Seite stellen wir das Testsystem, die Testprogramme und -prozeduren sowie die Ergebnisse dar.

 

 

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