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Praxistest: SSDs & HDDs im Alltag sowie Benchmark-Ergebnisse aus der MaxxPI HDD-Suite

 

Um die Unterschiede abseits der Testtools zu ermitteln und im Alltag sichtbar zu machen, erfassen wir die Startzeit von Windows, Installieren ein Spiel in DVD-Größe (S.T.A.L.K.E.R.) sowie Photoshop CS2, öffnen mit letzterem eine 25 MB große PSD-Datei und messen jeweils die Zeiten in Sekunden, welche für die Komplettierung dieser Aufgaben vergehen.

 

Praxistests Index (Weniger ist besser) Start.Win Inst.Spiel Inst.Photoshop Start.Photoshop Index
Intel X25-M 160GB 42,3 395,3 54,1 7,3 92,8
Mushkin IO 64GB 42,7 394,9 55,8 7,0 93,0
Patriot Torqx 64GB 43,1 395,7 56,3 6,9 93,3
Crucial M225 64GB 43,8 395,2 56,8 7,0 93,9
Silicon Power E10 64GB 45,6 394,4 55,3 7,1 94,6
A-DATA S596 64GB 42,8 433,1 59,6 6,9 97,0
Kingston G2 V-Serie 64GB 46,1 485,7 69,8 7,2 107,6
Samsung F1 320GB (HDD) 63,6 401,2 71,5 12,6 126,1
WD Caviar 160GB (HDD 2.5") 65,3 532,2 90,8 14,9 150,0

 

Die Unterschiede zwischen den Typen HDD & SSD sind ersichtlich, zwischen den einzelnen Vertretern einer Fraktion aber müssen die Unterschiede mit der Lupe gesucht werden. Die in synthetischen Benchmarks so mächtig erscheinenden Differenzen schrumpfen auch hier wieder zu Kleinigkeiten zusammen.

Eindeutige Sieger sind hier nicht auszumachen, liegen die Differenzen bisweilen bereits im Toleranzbereich der Messfehler. Die Tendenz, dass die JMicron-SSDs (A-DATA & Silicon Power) einen Tick langsamer als die Indilinx und Intel SSDs sind, wird hier im Einklang mit den meisten synthetischen Benchmarks festgestellt. Die günstige Kingston unterstreicht diesen Sachverhalt.

 

Der Festplattenbenchmark der MaxxPI-Testsuite beansprucht den Titel "reallife"-Test für sich, da es ohne Umgehung der nativen Routinen des Betriebssystems Lese- und Schreibtests auf den Datenträgern durchführt. Dabei werden Dateien von 2 bis 320 MB gelesen und geschrieben und die jeweiligen Transferraten in MB/s gemittelt ausgegeben.

 

MaxxPI HDD Index (Mehr ist besser) Lesen Schreiben Mittel
Silicon Power E10 64GB

183,4 110,1 146,8
Mushkin IO 64GB

165,6 125,0 145,3
Crucial M225 64GB

161,2 127,9 144,6
Patriot Torqx 64GB

162,6 124,1 143,4
Intel X25-M 160GB

193,3 88,2 140,8
Kingston G2 V-Serie 64GB

181,2 80,9 131,1
A-DATA S596 64GB

176,4 59,4 117,9
Samsung F1 320GB (HDD)

102,9 85,4 94,2
WD Caviar 160GB (HDD 2.5")

42,2 35,9 39,1

 

Die Ergebnisse sprechen insgesamt für die JMicron-SSD von Silicon Power, welche sich vor allem durch die Leseraten behaupten kann. Das Bild ist sonst nur durch die veränderte Position der Intel geprägt, welche aufgrund der niedrigeren Schreibleistung auf einen der hinteren Plätze rutscht.

Allgemein lässt sich festhalten, dass die Arbeit, das Ausführen von Programmen, wie einem Webbrowser oder dem mp3-Player - kurzum jegliche Aktion nach einem Doppelklick, unabhängig von der verwendeten SSD spürbar schneller ausgeführt wird. "Stottern", zum Beispiel die Tatsache, nicht gleichzeitig etwas Kopieren und eine neue Anwendung öffnen zu können, wie es bei SSDs mit älteren JMicron-Controllern und ohne Cache noch der Fall war, tritt mit keinem der Testsamples auf. Auch die Kompatibilität für den Einsatz in Notebooks ist gegeben: Wir haben jeweils eine Indilinx-, eine JMicron- und die Intel-SSD in ein Core 2 Duo-Notebook der ersten Generation (2007) gesetzt und keinerlei Probleme feststellen können. Im Gegenteil: Kein Festplattengeräusch, deutlich höhere Leistung und reibungsloses Arbeiten sind die Folge. Der Unterschied wird vor allem dann deutlich, wenn man anschließend wieder die alte Festplatte nutzt. Es ist in der Tat verblüffend.

Bei der Verwendung der USB-fähigen SSDs als portables Speichermedium wird unabhängig von der verwendeten Disk das Maximum des USB 2.0-Standards erreicht. Lohnenswert dürften SSDs werden, welche den USB 3.0-Standard unterstützen.