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Äußeres Erscheinungsbild


Unwissende werden sich anfangs etwas über die Form wundern, schnell wird jedoch klar, dass das Magazin eines Sturmgewehres für das prämierte Design Pate stand. Technisch nüchtern und äußerst robust wurde somit das Äußere gehalten. Das vorherrschende Schwarz wird weder durch Aufkleber, noch durch Schrauben unterbrochen, einzig ein paar eingravierte Schriftzüge und drei Vertiefungen auf jeder Seite sorgen für Auflockerung. Als Material für die Außenhaut wählte In Win standesgemäß 0,8 mm dicken Stahl, welcher pulverbeschichtet wurde. Die vorher eingravierten Schriftzüge fallen hierbei optisch kaum auf, somit bleibt trotz des recht aggressiv anmutenden Designkonzeptes ein gewisses Understatement gewahrt. Nicht ganz so recht ins Bild passen wollen die Endkappen aus Kunststoff, hier mussten die Taiwaner wohl der Funktion Tribut zollen. Ein kleines Schmankerl ist der Hinweis auf das RFID-Sicherheitssystem. Die Haptik des Ammo erfreut, der Stahl fühlt sich wertig an, scharfe Kanten sind nicht vorhanden. Das gesamte Gehäuse wirkt zudem absolut stabil, nichts verbiegt sich. Einzig gegen Fingerabdrücke ist das Gehäuse nicht resistent.


Dass In Win wirklich auf Robustheit setzt, wird auch beim inneren Aufbau klar. Schrauben für die Befestigung der Festplatte: Fehlanzeige. Stattdessen lagern die Daten in einem vollständig aus Gummi bestehenden Käfig, welcher mehr als ausreichend Schutz vor Vibrationen und Stürzen geben soll. In ihm ist demzufolge auch die Platine für die Wandlung von S-ATA auf USB untergebracht. In Win sieht werksseitig scheinbar nur die Unterstützung für 9,5 mm hohe Festplatten vor, dank der weichen Gummikonstruktion sollten jedoch auch 12 mm hohe Probanden Platz finden. Unter einer Klappe verstecken sich die Anschlüsse für USB oder ein Netzteil. Letzteres wird übrigens nicht mitgeliefert, was jedoch aufgrund des USB-Kabels mit zwei Anschlüssen auch nicht notwendig ist.




Praxistest


Anlegen, Zielen und Feuer! Nein, so ist der Praxistest natürlich nicht abgelaufen. Wir bitten um Verzeihung, dass dieser nicht mit Schusswaffen durchgeführt werden konnte, die deutsche Gesetzgebung lies dies leider nicht zu. Dafür haben wir die Aspekte getestet, welche am Ende wohl für die meisten Nutzer von Interesse sind: Die Geschwindigkeit und die RFID-Verschlüsselung. Für die Geschwindigkeitsmessungen diente ein Testsystem mit folgenden Komponenten:

  • AMD Athlon BE-2300
  • Gigabyte GA-MA78GM-S2H
  • 2x 1024MB DDR2-800
  • Western Digital WD6400AAKS


In dem Gehäuse wurde eine Hitachi 5K160 Festplatte mit 80 GB und S-ATA-Interface verbaut, welche auch schon bei unseren bisherigen Tests für externe Gehäuse zum Einsatz kam.


Die Transferraten, die wir ermittelt haben, sind recht ansehnlich. Zwar rasen die Daten bei weitem nicht so schnell durch die Leitung, wie eine Patrone den Lauf verlässt, die Werte bewegen sich aber durchweg im oberen Mittelfeld. Hauptbegrenzung ist hierbei natürlich die USB 2.0-Schnittstelle bzw. der Controller.


Ein Highlight des In Win Ammo ist natürlich die RFID-Verschlüsselung. Das Laufwerk wird an einem PC nämlich nur erkannt, wenn vorher mittels Chip die Verschlüsselung deaktiviert wurde. Bevor jetzt jemand denkt, er könne die Festplatte einfach in ein anderes Gehäuse einbauen und so die Daten auslesen, dem sei gesagt, er wird damit scheitern, denn dann wird lediglich eine leere, unformatierte Festplatte vorgefunden. Das Aktivieren der Verschlüselung verläuft relativ einfach. Einfach das Ammo mit Spannung versorgen, RFID-Chip an den Sensor halten, dreimaliges kurzes und einmaliges langes Piepen abwarten und schon ist die Verschlüsselung aktiv. Wenn sie einmal aktiv ist, muss für den Anschluss am PC nur noch vor jeder Benutzung mittels Chip eine "Freigabe" erteilt werden, sonst wird die externe Festplatte nicht erkannt. Die Einrichtung der Verschlüsselung verlief zu Beginn leider nicht ohne Probleme: Das Laufwerk wurde nicht erkannt. Da sich der Fehler jedoch im Nachhinein nicht erneut reproduzieren lies, gehen wir nicht von einem Fehler seitens de Herstellers aus.