AuzenTech X-Fi Forte 7.1, low profile, PCIe - Test

Erscheinungsbild & Funktionsweise

Beim Betrachten der Auzentech fallen sofort einige Unterschiede zu üblichen Soundkarten auf. So ist die Auzentech X-Fi nur etwa halb so hoch wie normale Steckkarten, was die Verwendung der standardmäßig montierten low-profile Frontblende ermöglicht. Damit lässt sich die X-Fi Forte auch in kleinen HTPC-Gehäusen montieren, womit man vor allem den Heimkino-Nutzern entgegen kommen möchte. Wer die Karte in einem Standard-ATX Gehäuse zu benutzen gedenkt, braucht allerdings keine Angst zu haben: Mit dem Lösen von drei Schrauben kann die low-profile Blende gegen die beiliegende Standardblende getauscht werden.

Das low-profile Format bringt jedoch noch eine weitere Besonderheit mit sich: Wer das Anschlussblech nach den üblichen analogen Ausgängen absucht, wird nicht fündig. Man findet lediglich einen digitalen Ausgang, der entweder ein coaxiales oder, per mitgeliefertem Adapter, ein optisches Signal ausgeben kann. Weiterhin bietet der Proband einen Kopfhörer- und einen ominös anmutenden 15-pol D-Sub-Ausgang, wie man ihn sonst auf betagteren Grafikkarten findet. Bilder wird der Musiker deshalb aber nicht ausspucken. Da an einem solch kleinen Anschlussblech kein Platz für die vielen analogen Buchsen ist, hat Auzentech die fehlenden Anschlüsse kurzerhand an diesen D-Sub Ausgang verlegt.
Durch die Verwendung des mitgelieferten Adapter lassen sich dann folgende Anschlüsse nutzen:

  • Die vier analogen Ausgänge für 7.1 Systeme
    • Front L/R
    • Rear L/R
    • Side L/R
    • Center/SW
  • MIC-In
  • Line-In

Weitere Anschlüsse findet man auf dem PCB der Karte, so z.B. einen 10pin-Anschluss für eventuelle Audio-Anschlüsse an der Front und die für das Creative I/O-Modul notwendigen Pins.

Viele Mainboards bieten heutzutage nur noch wenige PCI-Steckplätze. Trotzdem gibt es noch sehr viele Karten, die auf den PCI-Bus setzen, da die zur Verfügung gestellte Bandbreite noch ausreicht. So passiert es sehr schnell, dass die wenigen verfügbaren PCI-Plätze bereits vergeben sind, die mittlerweile üblichen PCIe-Schnittstellen jedoch größtenteils unbelegt sind. Auzentech hat dies bei seiner Planung mit einbezogen und den neuen X-Fi-Chip eingesetzt, der nun mit einer PCIe-Schnittstelle kooperiert.
Wie bei allen Soundkarten mit diesem Chip sitzt auch kein Kühler mehr auf selbigem.

Obligatorisch verbaut Auzentech bei diesem Modell wieder den 64 MB großen X-Ram, der eine Beschleunigung und Qualitätsverbesserung in Spielen mit sich bringen soll - sofern der Speicher unterstützt wird. Leistungssprünge sind jedoch nicht zu erwarten. Fakt ist allerdings, dass Creatives X-Fi derzeit noch immer der einzige Chip ist, der EAX über der Version 2.0 hinaus unterstützt und unterstützen darf. Somit sind X-Fi-Soundkarten die erste Wahl für Gamer. Die Auzentech X-Fi Forte bildet hier keine Ausnahme.

Auch für audiophile Menschen hat Auzentech, neben den hochwertigen Bauteilen, noch ein paar Features parat. So bietet die X-Fi Forte einen eingebauten Kopfhörerverstärker, der es erlaubt, hochwertige Profi-Kopfhörer mit einer Impedanz zwischen 16 und 600 Ohm ohne einen zusätzlichen Verstärker zu betreiben. Auch für ein professionelles Mikrofon bietet die X-Fi Forte einen Vorverstärker, der für bessere Aufnahmequalität sorgen soll. Zusammen mit den Audioverarbeitungsmöglichkeiten des X-Fi Chips, hat die X-Fi Forte also auch etwas für Heimnutzer mit Ambitionen zur professionellen Audiobearbeitung zu bieten. Wie bei allen Auzentech Karten üblich, ist auch die X-Fi Forte einem OPAMP-Tausch des Frontausgangs alles andere als abgeneigt. Damit kann die Karte individuell an die Geschmäcker der Kunden angepasst werden.