Autor: Karsten Bohlender

Letztes Update:  3.10.2008

Praxistest


Nun schauen wir, wie sich das Himuro in der Praxis schlägt. Der Einbau geht relativ flott von statten. Einfach die beiden Hälften auseinander nehmen, Festplatte einsetzen, die Hälften wieder zusammenfügen und zu guter Letzt die sechs Schrauben an der Unterseite anbringen, damit alles zu einer Einheit komplettiert wird. Die Gummientkoppler werden über die seitlichen Kühlrippen geschoben. Dadurch sind diese flexibel an jedes Gehäuse anpassbar, auch Schienensysteme machen so keine Probleme mehr. Jetzt kommt der aufwendigste Teil: Das Himuro muss noch im Gehäuse verschraubt werden, eine durchaus knifflige Aufgabe. Mit ein wenig Geschick ist das jedoch auch kein Problem.


Im Test verwendeten wir eine Western Digital WD6400AAKS Festplatte mit 7.200 Umdrehungen pro Minute und 640 Gigabyte Speicherplatz. Verbaut wurde das Himuro im 5,25"-Schacht eines Coolermaster Wavemaster Gehäuses. Die geschlossenen Blenden und die Fronttür des Gehäuses erlaubten keinerlei Zirkulation. Für die Temperaturermittlung wurden insgesamt zwei Sensoren verwendet. Einmal der interne Sensor der Festplatte und einmal ein an der Unterseite der Festplatte angebrachter Sensor, welcher über ein Aquaero von Aquacomputer ausgelesen wurde. Um die Festplatte auf Temperatur zu bringen, wurde eine Defragmentierung der Festplatte durchgeführt. Eine zusätzliche Belastung stellte das Kopieren von über 150 Gigabyte größerer und kleinerer Dateien dar.

Nach dem Einbau machte sich leider eine erste Ernüchterung breit. Gelinde gesagt hätten anstatt der Gummientkoppler auch vier Stahlblöcke verwendet werden können. Da die Elemente aus einer viel zu harten Gummimischung hergestellt wurden, ist eine Entkopplung quasi kaum gegeben. Das Laufgeräusch der Festplatte wird subjektiv minimal reduziert, jedoch muss der Nutzer hier gute Ohren besitzen, um einen Unterschied herauszuhören. Für den Test wurde die folgenden drei Varianten für die Montage gewählt:

  • Festplatte im Scythe Himuro, verbaut im 5,25"-Schacht
  • Festplatte offen in einem 5,25"-Schacht
  • Festplatte in einem 3,5"-Schacht


Auf eine aktive Belüftung wurde in allen Fällen verzichtet, jedoch muss angemerkt werden, dass bei der Montage im 3,5"-Schacht die Festplatte im Luftstrom des Gehäuses lag und dadurch eine zusätzliche Kühlung erlangte. Wird das Himuro in einem Gehäuse verbaut, welches über gelochte Frontblenden oder die Möglichkeit der Montage im Luftstrom bietet, bessern sich die Temperaturwerte nochmals deutlich. Die Temperaturwerte konnten sich trotz der kaum vorhandener Luftzirkulation durchaus sehen lassen. Maximal 43°C erreichte die Festplatte im Himuro, das sind 5°C weniger als ohne den Kühler. Besonders bei heißer werdenden Festplatten können diese 5°C den Unterschied zwischen Überleben und Tod der Daten entscheiden. Unabhängig vom Montageort können wir dem Scythe Himuro eine positive Wirkung auf die Temperatur der Festplatte bescheinigen. Dennoch kann, wie aus dem Temperaturdiagramm ersichtlich, das Verbauen der Festplatten in einem der 5.25"-Schächte problematisch sein.