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Temperaturen & Dämmwirkung

Als Testsystem kam unser, auf minimalste Geräuschentwicklung ausgelegtes,  Luftkühlungstestsystem "EffizienzGurus Two" mitsamt dem dazugehörigen Geräuschpegelmessgerät von VoltCraft zum Einsatz. Die darin enthaltene Seagate Barracuda ST32508024AS wurde mit mehreren Methoden gestresst. Insgesamt wurden nach 45 min Betriebszeit knapp 50 GB Daten, bestehend aus Bildern, Heimvideos und Word-Dokumenten, von einer Samsung SpinPoint P120 (SP2504C) per eSATA auf die Seagate-Platte kopiert. Vor und während des Kopierens wurde die Temperatur des platteninternen Sensors mit Everest und mit dem Aquaero die Festplattentemperatur an der Steuerelektronik gemessen. Alle drei Testkandidaten wurden im untersten 5,25"-Schacht verbaut, damit die Dämmungsbox möglichst außerhalb des Luftstroms des Hecklüfters, welcher mit 800 U/min lief, lag. Die nachfolgenden Diagramme geben die Temperaturdifferenz zur Raumtemperatur an, welche durchgängig für die Jahreszeit typischen 24 °C lag. Zum Testzeitpunkt ergab sich ein minimaler Geräuschpegel von 28,2 dB(A). Die Test-Festplatte lief unter Last bei 39,1 dB(A) und im Ruhezustand bei 34,0 dB(A). 


Temperaturen aus Everest (interner Sensor der Festplatte)



Temperaturen vom Aquaero (Sensor auf der Platine der Festplattenunterseite)



Geräuschpegel


Im Diagramm kann man deutlich den unterschiedlichen Einsatzzweck wiedererkennen. So bietet der Zalman-Kühler zwar die geringste Temperatur unter Last, dafür muss er sich den beiden anderen Vertretern deutlich in Bezug auf die Geräuschbelastung geschlagen geben. So ratterte die Seagate Barracuda beim Kopieren mit deutlichen 38,2 dB(A) vor sich hin, jedoch machten sich am Gehäuse weniger Vibrationen bemerkbar, als beim Scythe QuietDrive, welches maximal 36,8 dB(A) aufwies. Punkten konnte hier eindeutig das Grow Up Japan SmartDrive Classic mit lediglich 32,5 dB(A).   

Bei den Idle-Temperaturen dreht sich das Bild etwas zugunsten des Scythe QuietDrive um, denn dieses bietet diesmal die geringsten Differenzen, dicht gefolgt vom Zalman-Vertreter. Das SmartDrive Classic belegte hier den letzten Platz in Bezug auf die Betriebstemperatur. Bei der Geräuschreduzierung ergab sich wiederum das gleiche Bild, wie unter Last. So konnte man das SmartDrive mit 29,9 dB(A) nicht wahrnehmen. Das QuietDrive von Scythe hingegen schaffte es noch auf 30,2 d(BA), wohingegen der Zalman ZM-2HC2 lediglich auf 34,3 dB(A) kam.

Auch wenn die Temperaturen auf reale 44 °C anstiegen, so stellen diese noch keine Beeinträchtigung dar. Unser Testaufbau sollte gezielt eine höchstmögliche Temperatur gewährleisten. Man muss dazu noch erwähnen, dass nahezu alle Festplatten eine optimale Arbeitstemperatur besitzen. Diese liegt in den meisten Fällen in einem Fenster zwischen 30 °C und 50 °C. Zudem wies die Steuerelektronik stets geringere Temperaturwerte auf. Zu guter Letzt muss noch festgehalten werden, dass modernere Festplatten, wie zum Beispiel die Samsung F1-Reihe oder Western Digital Caviar Green-Reihe geringere Temperaturen und Geräuschpegel als unser Testexemplar besitzen. Bereits eine Samsung SpinPoint S250 (HD250HJ) konnte selbst unter Last nicht aus dem SmartDrive Classic herausgehört werden.