Autor: Marco Fischer

Letztes Update: 26.03.2010

Praxistest

Besonders Reviews zu Audio-Artikeln unterliegen in der Beurteilung ohne professionelles Equipment immer einer gewissen Subjektivität, dennoch möchten wir an dieser Stelle versuchen, den Eindruck vom Wavemaster Score bestmöglich zu vermitteln. Für die Wiedergabe am Handy verwendeten wir ein iPhone 3GS und am PC kam als USB-Soundkarte und Kopfhörerverstärker ein iBasso D3 Python zum Einsatz.

Bei der Beschreibung des Klangbildes gehen wir getrennt vor, denn auch Arctic Cooling stuft die klanglichen Eigenschaften unterschiedlich ein. Wir beginnen mit dem E351-WM, also dem Headset mit den silberfarbigen, länglichen Gehäusen. Insgesamt ist seine Leistung überrasschend gut. Die 10 Punkte im Bass bedeuten in diesem Fall nicht, dass die Ohrhörer wie wild dröhnen, tatsächlich ist der Bass nur mittelstark betont, spielt aber unerwartet präzise. Erfreulicherweise sind die Höhen nicht zischend, was in einem sehr angenehmen Klangbild resultiert. Trotz all des Lobes merkt man es dem Headset aber an, dass es nicht für den HiFi-Bereich konzipiert wurde. Sobald mehrere Instrumente spielen, hört man, dass Details recht schnell verloren gehen. Insgesamt tut sich der Eindruck auf, es höre sich so an, als sei über der gesamten Musik eine Art Tuch, d.h. alles klingt ein ganz klein wenig "muffig" bis dumpf. Verglichen mit den anderen Kandidaten, zu denen wir bereits Reviews verfasst haben, leisten die Schweizer hier aber wirklich Großes und sind nicht nur für Videospiele sehr empfehlenswert. Zum Probehören verwendeten wir unter anderem "Anthem Part Two" von Blink-182, "Take The Power Back" von Rage Against The Machine und "Geld Essen" von K.I.Z.

Das E361-BM hingegen wurde anscheinend überwiegend unter dem Aspekt des Basses konzipiert, der stark betont ist, aber dafür nicht ganz so tief geht. Je nach Musikrichtung kann das Headset sehr viel Spaß machen, in Liedern mit kurzen, schnellen Bassschlägen merkt man aber leicht die fehlende Präzision und Geschwindigkeit des Basses, welcher dort eher matschig wirkt. Enthält das Lied ohnehin schon einen starken Bass, hört sich das E361-BM teilweise dröhnig an. Auch ist die Klarheit ein Stück schlechter als beim E351-WM, das Klangbild ist etwas muffiger, sonst ähneln die beiden Headsets sich, was im Endeffekt bedeutet, dass das E351-WM klanglich deutlich überzeugender ist, das E361-BM aber trotzdem empfehlenswert ist.

Die Sprachverständlichkeit des Mikrofons ist auch hier wieder einwandfrei und lässt für den vorgesehen Einsatzzweck keine Wünsche offen. Dass Hintergrundgeräusche ebenso mit aufgenommen werden, sollte bekannt sein und bedacht werden. Ebenso bekannt ist die starke Dämpfung von Außengeräuschen bei In-Ears, sofern die Passform stimmt. Es ist essentiell, die Aufsätze zu wählen, die die beste Abdichtung garantieren, um eine optimale Klangqualität zu erreichen.

Wie bereits vermutet ist der Tragekomfort des E361-BM mit gewinkeltem Gehäuse besser, besonders wenn man die Ohrhörer um 90 ° nach oben dreht und das Kabel oberhalb der Ohren führt. Diese Tragemethode sorgt auch für einen besseren Halt, da die Ohren dann wie eine Zugentlastung wirken. Beim E351-WM ist diese Methode schwieriger, aber ebenso möglich. Dafür ragen sie dann deutlich weiter aus den Ohren raus. Gerade in diesem Punkt gefällt uns das E361-BM sehr gut.