Alphacool Heatmaster Steuerung - Review

Praxistest

Der Einbau des Heatmasters gestaltet sich leicht: Zuerst werden sämtliche Temperatursensoren platziert und durchnummeriert. Im nächsten Schritt werden die Lüfter passend zu den zu beeinflussenden Temperatursensoren ebenfalls durchnummeriert. Anschließend werden Kabel für Notabschaltung und Mainboard-Tachosignal an das Mainboard angeschlossen. Nicht zu vergessen ist der akustische Alarmgeber, welcher ebenfalls auf der Steuerungsplatine angeschlossen werden muss, um das 3-Phasen-Alarmsystem nutzen zu können.

Nun legt man die Kabel zusammen und versucht, einen entsprechenden optimalen Befestigungsplatz für die Steuerung zu finden. Optimal ist hierfür ein Platz vor einem Gehäuselüfter. Zum Schluss verbindet man einen USB-Port mit dem Anschluss auf der Steuerungsplatine mit dem mitgelieferten USB-Kabel. Nun kann der PC gestartet werden. Da der Heatmaster beim ersten Start noch nicht konfiguriert ist, laufen sämtliche Lüfter auf 100 Prozent.

Bevor der Heatmaster jedoch konfiguriert werden kann, müssen erst die Treiber samt Software installiert werden. Es werden dabei neben USB-Treibern auch Treiber für die serielle Schnittstelle installiert. Die Installation läuft unter Vista Ultimate 64 problemlos ab, somit ist davon auszugehen, dass sowohl für ältere als auch für neuere Windows-Versionen keine Probleme zu erwarten sind. Nachdem die Software den Heatmaster erkannt hat, öffnet sich ein Drag & Drop-Fenster. In diesem wird die Steuerung konfiguriert und feinjustiert. Auf den ersten Blick wirkt die Steuerungssoftware unübersichtlich und kompliziert, jedoch findet eine Gewöhnung schon nach kurzer Zeit statt.

 

Per Drag & Drop wird den fünf Control-Loops jeweils ein Lüfter plus Temperatursensor zugewiesen. Anschließend werden die Werte für Grenztemperatur und maximale Leistung in Prozent angegeben. Jedoch beherrscht die Steuerung nicht nur diese Funktionen: Es gibt die Möglichkeit, bei falsch ausgelesener Pumpen- oder Lüfterdrehzahl die Anzahl der Impulse anzupassen. Des Weiteren ist es möglich, neben der minimalen Drehzahl auch eine Anlaufdrehzahl festzulegen. Besonders bei bestimmten Lüftern und Pumpen ist dies wichtig, um niedrige Spannungswerte und gleichzeitiges, sicheres Anlaufen zu gewährleisten. Die Einstellungen werden in dem auf dem Bild gezeigten Fenster per Drag & Drop vorgenommen. Der untere, in fünf kleinere Fenster unterteilte Bereich ist für die Einstellung der Control-Loops gedacht. Im großen Hauptfenster hat man den Überblick über Durchfluss, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen. Diese Anzeige aktualisiert sich im Sekundentakt.

Im Control-Loop-Fenster kann man zudem zwischen automatischer und manueller Steuerung wählen. Nicht zu vergessen ist die Alarmfunktion: Wird diese aktiviert, so arbeitet der Heatmaster die drei Alarmstufen systematisch ab, sollte die jeweils vorherige Stufe nicht den gewünschten Erfolg bringen.

 

Alarmstufen
Stufe 1

Alarmton - Lüfter werden auf 100 % Leistung geschaltet

Stufe 2Das Mainboard wird durch den Heatmaster dazu angeregt, die eigenen Sicherheitsmechanismen zu aktivieren 
Stufe 3Abschaltung des Systems durch den Heatmaster 

 

Die Überwachungsfunktion reagiert zuverlässig und schützt, wenn sämtliche Sensoren entsprechend platziert wurden, vor Hardware-Schäden. Der Nutzer wird durch den scharfen Alarmton infomiert und kann, bevor weitere Maßnahmen des Heatmasters greifen, selbst nach der Lösung des Problems suchen, z.B. wenn ein Lüfter durch ein Kabel blockiert wurde.