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Erscheinungsbild & Funktionsweise


Schon wenn man die Verpackung in den Händen hält, erahnt man, dass das Netzteil von geringeren Ausmaßen sein muss. Befreit vom schützenden Kunststoff präsentiert sich das Kira im mattierten Gewand. Der Deckel besteht zumindest in der Breite nur aus einem Lüftergitter und beherbergt den 120mm Lüfter. An der Seitenwand findet man das mittlerweile fast als serienmäßig zu bezeichnende 80Plus-Logo. Soll das Kira doch von Qualität zeugen, so ergänzt man den Sticker um weitere: nVidia SLI-Ready sowie diverse Prüf- und Testsymbole verzieren die Seitenwand. Auf der anderen Seite befindet sich der obligatorische Aufkleber mit den technischen Daten. Für eine maximale Entlüftung ist gesorgt, besteht die Rückwand doch komplett aus einer Wabenstruktur. Die verarbeiteten Materialien machen einen hochwertigen und stabilen Eindruck, so hat man das Gefühl, dass das Netzteil wie aus einem Stück gefeilt ist. An keiner Stelle lässt das Gehäuse auch nur eine Winzigkeit an Bewegung oder Spiel zu, nirgends ist ein Quitschen oder Knartzen zu verzeichen, wunderbar!


Der verbaute Lüfter versetzt das Innenleben des PC-Gehäuses im Betrieb in ein sanftes, violettes Licht. Da die verwendeten LEDs nicht die leuchtstärksten ihrer Art sind, geschieht dies jedoch sehr dezent und wirkt nicht übertrieben.


Wie auch schon beim Croon 650W kommen die Kabel voll ummantelt und mit roten Steckern daher. Einzig die zwei PCIe-Stecker sind zur besseren Erkennung in Schwarz gehalten. Weiterhin sind der 20pin/24pin-ATX- und ein 4+4pin-Mainboard-Konnektor vorhanden. Unlogisch scheint, warum dem Netzteil nur ein 6pin zu 8pin-Adapter beigelegt wurde. Bei Verwendung entsprechender Grafikkarten kann dies zu Kompatibilitätsproblemen führen. Für den Anschluss von Laufwerken verfügt das Kira über zwei Stränge mit jeweils zwei SATA-Anschlüssen und zwei Stränge mit jeweils drei 4pin-Molex und einem Floppystecker. Bedenkt man, dass heutzutage auch viele optische Laufwerke über ein SATA-Interface verfügen, können die insgesamt vier SATA-Konnektoren unter Umständen etwas knapp bemessen sein. Auch beim Kira lassen sich SLI- oder Crossfiresystem nur verwirklichen, wenn die verbauten Grafikkarten nur nach einem PCIe-Anschluss verlangen. Beim Einsatz von High-End-Karten, wie der 3870X2 oder einer 9800 GX2 ist ein solches Gespann nicht mehr machbar. Die Kabellängen sind ausreichend dimensioniert und verteilen sich wie folgt:

  • Länge der PCIe-Stränge: 48 cm (63 cm mit Adapter)
  • Länge der SATA-Stränge: 41 cm (erster Abgriff), 56 cm (zweiter Abgriff)
  • Länge der 4pin-Molex-Stränge: 41 cm (erster Abgriff), 56 cm (zweiter Abgriff), 71 cm (dritter Abgriff), 86 cm (Floppy)


Sehr gespannt waren wir über den Innenaufbau des Netzteils. Fehlen in der Tiefe gegenüber anderen Modellen ganze 3 cm und mehr, müssen doch auch beim X-Spice Kira sämtliche elektronischen Bauteile verbaut und verpackt werden. Trotz mangelnden Volumens ist es den Entwicklern gelungen, das Innenleben sauber und aufgeräumt wirken zu lassen. Die sauber gefrästen Kühlkörper aus Aluminium haben ausreichend Platz, um die im Betrieb enstandene Wärme an die Luft abzugeben. Nur im Bereich des Kaltgerätesteckers und der Anschlüsse für die Kabel kommt etwas "Ölsardinenbüchsen-Feeling" auf. Auch beim Kira setzt man auf einen Lüfter aus dem Hause Muhua Industrial, in diesem Fall ein Modell mit 120 mm Ausmaß. Die technischen Daten können folgendem Bild entnommen werden.


Ein weiteres Merkmal des großen Bruders wiederholt sich auch beim Kira. Vier Regler werden durch X-Spice verwendet, um das Belastungsverhältnis zwischen den Spannungsträgerschienen zu optimieren und dem Kunden so ein perfekt abgestimmtes Gerät zum Kauf anzubieten. Eine Nachjustierung ist nicht notwendig und das Öffnen eines Netzteils darf nur von Fachleuten durchgeführt werden! Garantieansprüche erlöschen. Auch übernehmen die EffizienzGurus.de keine Haftung für Schäden, die durch das Öffnen eines Netzteils entstehen könnten und raten strikt davon ab: Es gibt dafür keine Veranlassung.