Reviews > Netzteile > Thermaltake Toughpower QFan 650W > Erscheinungsbild & Funktionsweise

Erscheinungsbild & Funktionsweise

Sieht man das erste Mal die Verpackung, könnte man sich fragen, ob Thermaltake nicht einen Fehler gemacht hat und fälschlicherweise zwei Netzteile verpackte: Hat die Box doch die beachtlichen Ausmaße von 35x21x15cm (LxBxH). Öffnet man die Verpackung, blickt man auf ein hervorragend verpacktes Netzteil. Durch die großzügige Polsterung besteht selbst bei einem stürmischen Postboten keine Gefahr für das Objekt der Begierde.

Erst einmal ausgepackt, macht das Netzteil optisch, mit seinem modernen Mix aus Grau und Weiß, einen schönen Eindruck. Der 140mm Lüfter wirkt fast ein wenig wuchtig und vermag durch die sehr großzügig dimensionierten Lüftungsschlitze einiges an Luft zu befördern. Auffallend bei diesem weißen Riesen ist, dass er keinen Rahmen besitzt. Somit besteht die Möglichkeit des seitlichen Luftansaugens durch die großen Lufteinlässe. Im Inneren befindet sich auf den ersten Blick gut verarbeitete Elektronik, zählen doch bei einem Netzteil vor allem die inneren Werte. Ein heutzutage dem Standard entsprechender Weitbereichseingang erspart den nötigen Blick auf die Rückseite. Ein kleines Stück transparenter Kunststoff im Inneren führt den Luftstrom in die gewünschten Wege. Hierbei wird aber fast die Hälfte des Lüfters von unten verdeckt. Ob dies Nachteile bei der Geräuschkulisse mit sich bringt, wird sich im Test zeigen.

Wendet man den Blick ein wenig ab vom Netzteilgehäuse, sieht man den teilbaren 24-Pol. ATX-Mainboardstecker und einen 8-Pol. Stecker, der auf den ersten Blick wie ein EPS Stecker anmutet, doch beim zweiten Blick erkennt man darin doch einen 8-Pol. PCIe Stecker. Warum dies so ist, können wir uns leider nicht erklären. Unserer Meinung nach wäre es klüger, hier einen teilbaren EPS Stecker einzusetzen. Die abnehmbaren Kabelstränge kommen in einer schönen Tasche ordentlich verstaut an. Diese können dann je nach Belieben am Netzteil angesteckt werden. Dies geht leicht von der Hand. Wird das Anschlusspanel aber voller, werden es Personen mit großen Händen, vor allem beim Abstecken, ein wenig fummelig finden. Der Abstand der einzelnen Steckplätze hätte ruhig ein wenig größer ausfallen dürfen. Platz hierfür wäre genug vorhanden. Beim Anschließen hat man die Qual der Wahl. Wo kommt welcher Stecker denn nun hin? Immerhin haben Molex und SATA die gleichen Stecker am Anschlusspanel. Da hierfür keine Beschriftung vorhanden ist, ist hier ein Blick ins gut gefüllte und beschriebene Handbuch von Nöten. Rein nach Gefühl schnell einmal anstecken könnte die geliebte Hardware zerstören. Nein, nicht ganz. Thermaltake führt beide Stecker, auch von der Belegung der Kabel (mit Ausnahme des fehlenden 3,3V Kabels bei den Molexanschlüssen), völlig ident aus. Somit könnte es höchstens passieren, dass ein SATA Gerät keine 3,3V bekommt. Immerhin mit insgesamt 6 SATA Anschlüssen und 7 Stück für 4-Pol. Molex bietet das Netzteil ausreichend Anschlussmöglichkeiten für einen PC. Die zwei 6-Pol. PCIe Stecker sowie der kombinierte EPS und P4 Stecker lassen sich einfach zuordnen. Alle Kabel sind bis knapp bei den Anschlüssen gesleevt. Optisch ein Hit doch funktionell nicht immer ein Vorteil. Werden doch gesleevte Kabel vor allem bei den Anschlüssen sehr steif und so kann es, besonders in engen Gehäusen, zu Problemen bei eng nebeneinander liegenden Anschlüssen kommen. Der im Lieferumfang befindliche 8-Pol. PCIe zu 6-Pol. PCIe Adapter wäre nicht von Nöten würde man, wie oben beschrieben, den 8-Pol PCIe Anschluss nicht fix am Netzteil befestigen.

Die Kabellängen sind mit 50cm bis zum ersten Abgriff auch für große Gehäuse ausreichend. Der Vibrationsdämpfer ist eine schöne Dreingabe. Über den Nutzen lässt sich sicher Streiten eine Montage schadet aber nicht. Unserem Testsample lag ein amerikanisches Kaltgerätekabel bei. Bei den hier erhältlichen Geräten ist aber das gewohnte Kaltgerätekabel mit Schukostecker beigepackt.