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Erscheinungsbild & Funktionsweise


Tagan-typisch präsentiert sich das SuperRock in einer mattschwarzen, pulverbeschichteten Außenhaut. Diese vermittelt das von Tagan immer wieder verfolgte Ziel, die Qualität der Geräte nicht nur technisch zu verbessern. Ein recht stabiler Eindruck wird vermittelt, einzig die zwei Seitenteile des Deckels haben einen minimalen Spielraum und lassen sich dadurch ganz leicht eindrücken. Gänzlich vermissen wir das 80Plus-Logo, welches höchste Effizienz garantiert. Auch ein Blick in die Datenbank von  80Plus.org zeigt, dass eine Zertifizierung bis dato nicht stattfand. Auf Nachfrage beim Hersteller wurde uns mitgeteilt, dass es das Ziel sei, alle Netzteile einer Zertifizierung zu unterziehen, jedoch seitens 80Plus.org mit einiger Verzögerung gerechnet werden muss.


Offensichtlichstes Merkmal der kompletten Überarbeitung ist die Verwendung eines 120mm-Lüfters, die Modelle der Vorgängerserie  2-Force II waren noch mit jeweils zwei 80mm-Ventilatoren ausgestattet. Abgedeckt wird der Lüfter durch ein silbernes Gitter, zentral positioniert ist das Herstellerlogo. Der nun freigewordene Platz an der Rückseite des Netzteils wird durch ein großes Wabengitter ersetzt. Darin enthalten sind der Anschluss für das Kaltgerätekabel sowie der Netzschalter, eine kleine Kontrolllampe zeigt den aktiven Betrieb des Netzteils an. Die übrigen Seiten sind geprägt durch glatte Flächen, einzig der klassische Sticker mit technischen Informationen zum Netzteil selbst unterbricht die Schlichtheit.



Beim Vergleich der Kabelkonfiguration im Handbuch ist ganz eindeutig zu erkennen, dass Tagan mit der SuperRock-Serie einen breiten Markt abdecken will. Ob für Low-End-Systeme mit schmaler Steckerausstattung bis hin zum High-End-Gaming-PC mit zahlreichen Anschlussmöglichkeiten stehen insgesamt acht Modelle zur Wahl. Das uns vorliegende Gerät verfügt über eine in der Leistungsklasse typische Konfiguration. Neben standardisierter ATX-Mainboard- und 4+4pin-CPU-Spannungsversorgung ist das TG680-U33II mit zwei PCIe-Konnektoren (6pin und 6+2pin), sechs 4pin-Molex-, acht SATA- sowie einem Floppyanschluss in ausreichender Länge ausgerüstet. Um Verwechslungen vorzubeugen, sind die zwei PCIe-Konnektoren roter Farbgebung, zusätzlich sichern kleine Sticker an den Kabelsträngen das richtige Anschließen ab.
Alle Kabel sind vorbildlich bis nah an die Stecker gesleevt. Recht kompliziert gestaltet sich das Verlegen der Kabel. Sind diese ohnehin schon sehr steif, trägt der recht harte Sleeveschlauch sein Übriges dazu bei. Freunde von perfekt im Gehäuse verlegten bzw. versteckten Kabelsträngen werden hier womöglich an ihre Grenzen stoßen.

  • Länge des ATX-Mainboard-Steckers: 55 cm
  • Länge des 4pin 12V ATX-Steckers: 55 cm
  • Länge des 8pin 12V EPS-Steckers: 55 cm
  • Länge des 6pin/6+2pin PCIe-Stecker: 55 cm
  • Länge der 4pin-Molex-Stränge: 50 cm (erster Abgriff), 65 cm (zweiter Abgriff), 80 cm (dritter Abgriff), 95 cm (Floppy)
  • Länge der SATA-Stränge: 50 cm (erster Abgriff), 65 cm (zweiter Abgriff), 80 cm (dritter Abgriff), 95 cm (vierter Abgriff)




Bereits durch das große Wabengitter erlangt man einen guten Einblick ins Netzteilinnere. Geprägt wird das Bild durch eine klare Struktur und recht imposante Kühlkörper, die im oberen Bereich um 90° abgewinkelt sind und sich in viele Kühlrippen aufteilen. Somit ist die größtmögliche Fläche zur Wärmeableitung gegeben: Ins Netzteil durch den Lüfter beförderte Luft strömt zwangsläufig durch die Kühler hindurch. Eine näherer Blick unter und hinter die Bauteile offenbart einen kleinen Aufdruck auf der Platine. Die im 680W-Modell verbaute Variante kommt auch beim TG780-U33II zum Einsatz. Bei den leistungsstärkeren bzw. -schwächeren Geräten wird auf andere Platinen zurückgegriffen.


Wie schon erwähnt, sorgt in der SuperRock-Serie ein 120mm-Lüfter für die aktive Belüftung der Netzteile. Ab dem uns vorliegenden 680W-Modell kommt ein mit patentiertem hydrodynamischen Gleitlager, wie es zum Beispiel auch bei Festplatten verwendet wird, ausgestatteter Ventilator vom Hersteller Protechnic Electric zum Einsatz. Recht unbekannt, handelt es sich beim Hersteller um ein bereits seit 1996 agierendes Unternehmen aus China, welches neben Lüftern in erster Linie noch Kühler und PC-Peripherie produziert. Auch andere namhafte Netzteilhersteller setzen auf Lüfter von Protechnic Electric, was als positives Signal zu deuten ist.

 

Soweit die Theorie, schreiten wir zur Praxis.