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Erscheinungsbild & Funktionsweise


Solide präsentiert sich das Tagan auf den ersten Blick: Die nicht abnehmbaren Kabel werden ummantelt aus dem stabilen Netzteilkorpus geführt und bieten schon gleich die erste Besonderheit. Neben den obligatorischen ATX-Mainboardsteckern wird ein 4pin-Molex und ein Erdungskabel angeboten. Das 4pin-Molex-Kabel ist für die Stromversorgung von älteren Grafikkarten, wie zum Beispiel einer nvidia 6800GT gedacht, welche noch keine PCIe-Anschlüsse mitbringen. Das dient dem allgemeinen Schutz der Hardware.


Edel muten die Anschlüsse für die modularen Kabel an. Statt der üblichen Clipstecker setzt das PipeRock auf verschraubbare Anschlüsse. Beleuchtet bieten diese für Casemodder ein schönes Bild. Konzeptionsbedingt ist ein versehentliches Lösen der Steckverbindung nicht möglich, also kann bei Umbauten und dem Verlegen der Kabel bedenkenlos gearbeitet werden.



Neben den festen Kabelsträngen bietet das Tagan insgesamt acht Anschlüsse für modulare Kabel: Vier Stränge sind für jeweils zwei SATA- und zwei 4pin-Molex Stränge vorgesehen. Somit bietet das Tagan insgesamt acht SATA- und sechs 4pin-Molex-Anschlussmöglichkeiten. An den 4pin-Molex-Strängen sind ebenfalls jeweils zwei Floppy-Konnektoren vorhanden. Alle Kabel sind ummandelt und beschriftet, die PCIe-Stecker sind zusätzlich mit Ferritkern, Kabelschirmung und Entstörkondensator ausgestattet und reduzieren so Interferenzen und Störungen.
Die weiteren vier Anschlüsse am Netzteil sind den PCIe-Steckern für die Grafikkartenversorgung vorbehalten: Damit lassen sich SLI- oder Crossfire-Systeme hervorragend realisieren. Die beiden roten PCIe-Stecker können wahlweise als 8pin- oder 6pin-PCIe-Stromversorgung verwendet werden. Praktischerweise sind die Anschlüsse an Kabeln und Netzteil farbcodiert: Der entsprechende Kabelstrang wird an den farblich passenden Anschluss am Netzteil gesteckt.
Die Länge der einzelnen Kabel kann der Verpackung bereits entnommen werden und wird daher nicht erneut aufgezählt. Zur Veranschaulichung dient das folgende Bild:


Ein Blick in das Innere des Netzteils zeigt sauber verarbeitete Elektronik, offenbart jedoch auch eine mögliche Schwachstelle des Netzteils: Die Angabe auf dem Lüfter mit 0.7 Ampere verheißt nichts Gutes, die Lautstärke im Betrieb betreffend. Auf einem Yate Loon D12SL-12 beispielsweise ist eine Ampereangabe von 0.3A zu finden.


Ein weiteres, interessantes Alleinstellungsmerkmal bietet sich bei der Betrachtung der Rückseite des Netzteils: Die großen Waben für den Luftauslass werden von einem Schalter durchbrochen, der es ermöglicht, die beiden 12V-Schienen zu einer einzelnen zusammenzufassen und somit auf dieser eine höhere Ausgangsleistung bereitzustellen.


Untersuchen wir nun, wie sich das Netzteil auf unserem Teststand behaupten kann.