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Erscheinungsbild & Funktionsweise


Während in der Automobilbranche derzeit Weiß die Trendfarbe darstellt, ist im PC-Bereich der Gegensatz dazu: Schwarz. Schwarz ist in. Dies findet sich auch bei der Neuauflage des Netzteils wieder. Wo der Vorgänge noch mit silbernen Lüftergittern auf Deckel und zusätzlich an der Seitenwand aufwartete, sind heute alle äußeren Bauteile sowie der Rotor des Lüfters komplett in mattem Schwarz getaucht. Die Pulverbeschichtung des Gehäuses ist hochwertig, ohne erkennbaren Fehler. Einzige Ausnahmen bei der Farbgebung sind das im Lüftergitter zentrierte Firmenlogo sowie der an der Seitenwand befindliche Sticker mit den technischen Daten des Netzteils. Dieser enthält auch das 80Plus-Logo, selbstverständlich ist auch  dieses Modell zertifiziert.


Im Vorgängermodell verrichteten noch zwei Ventilatoren ihren Dienst. Dank der erhöhten Effizienz, der daraus resultierenden geringeren Wärmeentwicklung kommt beim M12II nur noch ein Lüfter zum Einsatz. Inwiefern sich das überarbeitete Lüftermanagement auf den Geräuschpegel und die Kühlung auswirkt, prüfen wir später im Praxistest. Durch den Wegfall des 60mm-Lüfters in der Seitenwand sind die Anschlüsse für die einzelnen Kabelstränge nun in einer Reihe positioniert. Sehr passgenau und straff rasten dort die einzelnen Konnektoren in die dafür vorgesehenen Buchsen ein.


Modulares Kabelmanagement: Im optimalen Fall ist kein Strang zu viel im Gehäuse zu verstauen. Voraussetzung dafür ist eine durchdachte Aufteilung der Konnektoren an den einzelnen Strängen. Im Hauptstrang verlassen nur die 20+4pin Mainboard-Spannungsversorgung, das 4pin 12V-ATX- und das 8pin 12V-EPS-Kabel das Netzteilgehäuse. Alle anderen erforderlichen Anschlüsse sind über die im Zubehör befindlichen Kabel frei konfigurierbar. Eine ausreichende Anzahl von Anschlussmöglichkeiten sind vorhanden: Insgesamt stehen acht 4pin Molex-, sechs SATA- und per Adapter zwei Floppy-Konnektoren zur Verfügung. Zusätzlich können, sofern erforderlich ein 6pin und ein 6+2pin PCIe-Kabel angeschlossen werden. Aktuelle Highend-Grafikkarten können damit genau so wie Multi-GPU-Systeme, deren Karten nach nur einem PCIe-Anschluss verlangen, betrieben werden. Alle Kabel sind bis nah an die Konnektoren heran ummantelt und runden die insgesamt sehr hochwertige Verarbeitung ab. Freunden des gepflegten Kabelmanagements sei gesagt, dass die Kabel recht verwindungssteif sind und sich in Summe recht schwer in die gewünschte Form biegen lassen.

  • Länge des ATX-Mainboard-Steckers: 55 cm
  • Länge des 4pin 12V ATX-Steckers: 55 cm
  • Länge des 8pin 12V EPS-Steckers: 55 cm
  • Länge des 6pin/6+2pin PCIe-Stecker: 55 cm
  • Länge der 4pin-Molex-Stränge: 45 cm (erster Abgriff), 60 cm (zweiter Abgriff), 75 cm (dritter Abgriff) sowie 55 cm (erster Abgriff), 70 cm (zweiter Abgriff)
  • Länge der SATA-Stränge: 45 cm (erster Abgriff), 60 cm (zweiter Abgriff), 75 cm (dritter Abgriff)


Auch im Inneren dominiert die schwarze Farbe. Das Gehäuse ist komplett lackiert. Die in die Höhe ragenden Kühlkörper sind im dunklen Farbton gehalten. Sehr strukturiert wirkt der Innenaufbau, dies sollte der Belüftung der einzelnen Bauteile zugutekommen. Die Wabenstruktur im Heckbereich trägt ihr Übriges dazu bei.


Für die aktive Belüftung und Kühlung aller Bauteile sorgt ein 120mm Ventilator von Adda. Laut  Herstellerangaben kann dieser maximal mit einer Drehzahl von bis zu 2.050 Umdrehungen pro Minute rotieren.

Soweit die Theorie, schreiten wir zur Praxis.