Software

Wie bereits eingangs erwähnt: Ein Novum hält Einzug in die Welt der Netzteile. Als erster uns bekannter Hersteller setzt Gigabyte auf eine Software basierte Lösung, die auf den Namen P-Tuner hört, zur Kontrolle diverser Steuerungsmöglichkeiten. Unmengen an Funktionen sind steuerbar oder können überwacht werden. Kontrollenthusiasten kommen so voll auf ihre Kosten. Eine detaillierte, mehrsprachige Bedienungsanleitung mit allen Erklärungen zum P-Tuner ist in Form einer PDF-Datei auf der CD enthalten.

Um die Software nutzen zu können, muss das Controllerkabel mit dem beigelegten USB-Kabel verbunden werden. Über eine freie Slotblende wird dieses nach außen gelegt und an einen USB-Port angeschlossen. Nach Installation der Software wird das Netzteil als Peripherie erkannt.


Bereits das Startfenster der Softwaresuite lässt das Ausmaß des Funktionsumfangs erahnen. Beginnend mit der aktuellen sowie maximalen Leistungsaufnahme bekommt der Nutzer auch ohne Energiekostenmessgerät einen Überblick, wie sparsam oder eben leistungshungrig sein System ist. Die Anzeige arbeitet relativ präzise, nur kleinere Abweichungen konnten ausgemacht werden. Die Investition in ein teures Messgerät erübrigt sich mit Nutzung des ODIN GT. Folgend kann jede einzelne Arbeitsleitung in Bezug auf Spannung und Betriebsstrom ausgelesen werden. Weiterhin gewährt Gigabyte dem Nutzer noch den Einblick in die Drehzahl des Netzteillüfters und, sofern angeschlossen, auch die des Systemlüfters. Zu guter Letzt offenbaren die frei im Gehäuse platzierbaren Temperatursensoren genau, an welcher Stelle sich Hitze staut und wo es relativ kühl bleibt. Ebenso wird die aktuelle Temperatur des Netzteils selbst ausgewiesen. Ein Klick auf den in der Statuszeile befindlichen „LED“-Schriftzug aktiviert bzw. deaktiviert die in den Kühlkörpern verbauten LEDs.

Schon bis zu diesem Punkt kann dem ODIN GT volle Funktionalität und Kontrollmöglichkeit bescheinigt werden. Dies soll jedoch noch lange nicht alles gewesen sein. Gigabyte selbst spricht ja von einer integrierten Lüftersteuerung. So ist es möglich, die volle Kontrolle über den Netzteillüfter sowie den angeschlossenen Systemlüfter zu übernehmen. Verschiedene vorgegebene Profile werden durch einen manuellen Modus ergänzt. Hier steht es dem Nutzer nahezu vollkommen frei, bei welcher Temperatur der Lüfter mit welcher Drehzahl arbeitet. Einzig die Spannungsvorgabe von 4 bis 12 V begrenzt dies. Ein flüsterleiser Betrieb ist so durchaus möglich, sofern gewünscht. Ob ein Eingriff jedoch sinnvoll ist, wird der spätere Praxistest zeigen.


Kontrolle ist gut, jedoch wird niemand immer ein Auge auf die ausgelesen Daten werfen wollen oder können. Auch hier bietet Gigabyte eine Lösung und warnt bei Unterschreitung vorher definierter Grenzwerte den Nutzer mit rot blinkenden Symbolen. Simuliert haben wir dies mit einem Spannungsabfall auf allen Arbeitsschienen.


Als letztes Highlight ermöglicht es die Software, die Spannungen jeder einzelnen Arbeitsschiene je nach Bedarf in einem gewissen Rahmen nach oben oder unten anzupassen. Gerade in Situationen, in denen das Netzteil am Limit bewegt wird, ein nicht zu verachtender Aspekt. Gewisse Reserven können so freigesetzt werden, ohne dass mit instabilen Spannungen zu rechnen ist.

Soweit die Steuerung der Software, schauen wir, was für Kraft im ODIN GT steckt.