Erscheinungsbild & Funktionsweise


Bereits durch einen Ausschnitt in der Verpackung kann ein Blick auf das Netzteil geworfen werden. Gleichsam dem getesteten  FSP Everest 1010 spendieren die Taiwaner dem Everest ein metallic-blau lackiertes Gehäuse und ein goldfarbenes Lüftergitter mit dem Firmenlogo in der Mitte. Dahinter ist ein transparenter Yate Loon 120mm-Lüfter verbaut (D12BH-12), der einen nahezu freien Blick auf das Innenleben zulässt und mit 0.30 Ampere zur stärkeren Fraktion gehört.


Ohne größere Besonderheiten hinterlässt das Everest einen positiven Eindruck in Bezug auf Materialanmutung und Verarbeitungsqualität. Optisch sticht das in eine Seitenwand gepresste Firmenlogo samt Schriftzug heraus, während die gegenüberliegende Seite den Aufkleber mit den technischen Daten beherbergt. Auf diesem lässt sich die Leistungsverteilung der 400 Watt Gesamtleistung nach Komponenten und Ampere ablesen.


Kabelmanagement, semi-passiv, 2x PCIe - klingt gut und somit scheint das Netzteil prädestiniert für PCs mittlerer Leistung, welche spieletauglich sind und gleichzeitig ein aufgeräumte Innenleben besitzen sollen. Eine potente Grafikkarte kann problemlos versorgt werden und auch Multi-GPU-Systeme mit Karten, welche jeweils nur einen PCIe-Anschluss besitzen, sind realisierbar. Die Kabellängen sind dabei recht knapp bemessen, von der Verwendung in einem Big-Tower also sollte abgesehen werden.

Nachfolgend noch einmal alle Anschlussmöglichkeiten mit den entsprechenden Längen der einzelnen Stränge zusammengefasst:

  • Länge des ATX-Mainboard-Steckers: 42 cm
  • Länge des 4+4pin Mainboard-Stecker: 42 cm
  • Länge der 6pin PCIe-Stecker: 42 cm
  • Länge der 6+2pin PCIe-Stecker: 42 cm
  • Länge der 4pin-Molex-/Floppy-Stränge (2x): 40 cm (erster Abgriff), 51 cm (zweiter Abgriff), 62 cm (dritter Abgriff), 74 cm (1x Floppy bei einem Strang)
  • Länge der SATA-Stränge (2x): 40 cm (erster Abgriff), 51 cm (zweiter Abgriff), 62 cm (dritter Abgriff bei einem Strang)


Der Innenaufbau dieses Modells ist identisch mit der  Epsilon-Serie, auch der selbe Lüfter findet Verwendung. Die Ähnlichkeiten ziehen weitere Kreise: FSP scheint sich dem Gedanken der Lean Production zu bedienen und standardisiert das Spektrum von Bauteilen und -gruppen. Die Basisplatine findet sich in zahlreichen anderen Modellen wieder. Erfreulicherweise finden sich Elkos mit einer Belastbarkeit von 105°C auf der Platine, somit wird Langlebigkeit und Stabilität garantiert und auch ein höherer Preis in Teilen gerechtfertigt.


FSP setzt wie auch beim Epsilon 500 Watt beim hier getesteten Netzteil auf einen Ventilator aus der Schmiede von Yate Loon, der auf den Namen  D12BH-12 hört. Laufruhe versprechend, kann dieser je nach Bedarf mit bis zu 2.300 U/min Luft befördern. Wie sich aber das vornehmlich interessierende semi-passive Verhalten äußert, untersuchen wir bei den sich nun anschließenden Belastungstests.