Spannungsmessungen

Im Stand-By begnügt sich das Netzteil mit 3 Watt (gemessen mit Voltcraft Energy Check 3000). Somit kann es zwar die Herstellerangabe von weniger als 1 Watt nicht ganz erreichen, dennoch ist dies ein guter Wert. Schaltet man das Everest komplett ab, sinkt der Verbrauch auf Null. Dies ist erwähnenswert, so hatten wir bereits Netzteile im Test, die auch in diesem Zustand noch Strom verbraucht hatten.

Im Folgenden die Diagramme zu den einzelnen Spannungsmessungen:


3,3 Volt Schiene:


5 Volt Schiene:


12 Volt Schiene:

Alle Spannungen liegen über den gesamten Lastbereich innerhalb der ATX-Spezifikationen. Eine netzseitige Belastung über 1.050 Watt hinaus war uns nicht möglich. Der Grund dafür ist in der maximalen Belastung der vier einzelnen 12V-Leitungen zu finden. So stehen jeder Leitung 20A zur Verfügung, was einer maximalen Belastung von 240 Watt entspricht. Jegliche Belastung darüber hinaus führt unweigerlich zum Abschalten des Netzteils, der Überlastungsschutz greift. Ungenutzte Leistung z.B. der Leitungen für die CPU- oder Mainboard-Spannungsversorgung (12V1 und 12V3) kann nicht an die beiden PCIe-Leitungen weitergegeben werden. Bedenkt man, dass die derzeitigen HighEnd-Karten aus dem Hause nVidia und ATI bis zu 240 Watt maximalem Stromverbrauch und teilweise darüber hinaus (z.B. nVidia 9800 GX2) haben, kann es unter Volllast zur Systemabschaltung kommen. Dieser Fakt konnte im Test nachvollzogen werden, so wurde die Leitung 12V4 (PCIe3 und PCIe4)  stufenweise mit bis zu 250 Watt belastet, was zum Abschalten führte. Ebenso könnte dies beim Einsatz in einem Multi-CPU-System der Fall sein, wenn Prozessoren mit hoher Leistungsaufnahme genutzt werden. Genau für diese Einsatzgebiete ist das Everest jedoch mit seiner hohen Leistung und den vielfältigen Anschlussmöglichkeiten prädestiniert.

Blicken wir noch einmal kurz zurück: Die verbauten Kühlkörper sind recht geringen Ausmaßes und wirken nicht sehr potent. Trotzdem verrichtet der 120mm-Lüfter seine Arbeit über weite Strecken leise bis lautlos. Erst im oberen Lastbereich, jenseits von 650 Watt netzseitigem Verbrauch, ist er aus dem Testsystem heraus deutlich hörbar gewesen. Bei maximaler Last baut sich der Geräuschpegel zu einem lauten Rauschen auf. Das Netzteil bleibt erstaunlich kühl, sodass wir fast dazu geneigt sind zu behaupten, dass ein langsam drehender Lüfter größeren Durchmessers ebenso die erforderliche Luftzufuhr und der damit verbundenen Kühlleistung erbringen könnte und gleichzeitig die Ohren des Nutzers schont.