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Erscheinungsbild & Funktionsweise


Metallic-blaues Gehäuse und ein goldenes Lüftergitter strahlen einem entgegen, wenn man den Karton öffnet. In der Mitte prangt das FSP-Logo, dahinter verbirgt sich ein matt-transparenter 120mm-Lüfter. Das Licht der Lampen spiegelt sich auf der Außenhaut wieder, das Netzteil glänzt und funkelt regelrecht, nachdem es komplett befreit wurde. Eines wird hier sofort sichtlich, jede Berührung führt unweigerlich zum „Abspeichern“ des Fingerabdruckes. Wer dies umgehen möchte, sollte vorsorglich Handschuhe zur Anwendung bringen.


Obligatorisch findet sich an einer Seite des Gehäuses ein Sticker mit allen wichtigen Leistungsdaten sowie Prüfsiegeln wieder. In die gegenüberliegende Seite ist das Herstellerlogo mit Schriftzug geprägt, nett anzusehen, ist es in den meisten Gehäusen nach Einbau nicht mehr ersichtlich.
Erfreut wird der Käufer über das vorhandene modulare Kabelmanagement sein, spart er sich das mühevolle Verstauen nicht benötigter Stränge im Gehäuse. Bereits die schwarzen Stecker lassen kein Fehlanschließen der Kabel zu, so verfügen alle Anschlüsse über eine unterschiedliche Anzahl von Pins. Verdeutlicht wird es außerdem noch durch einen farbig markierten Aufkleber. Die Konnektoren sind passgenau, lassen sich problemlos anschließen und sitzen felsenfest im Gehäuse. Damit während des Betriebes kein Kabel abrutschen kann, rasten sie, wie man es von den PCIe-Anschlüssen kennt, am Stecker ein.
Einzig nennenswertes, optisches Gimmick ist der Power-Schalter an der Rückseite des Netzteils. Ist es eingeschalten, signalisiert er dies mit einem sanften, blauen Licht. Freunde des Casemoddings bekommen zur Aufwertung ihres Gehäuses keine weitere Unterstützung durch das Netzteil, auf Highlights wie beleuchtete Konnektoren oder LED-Lüfter wird verzichtet.


Insgesamt bietet das Everest 1010 Anschlussmöglichkeiten für 16 Laufwerke. Aufgeteilt werden diese auf einen Floppykonnektor sowie neun SATA- und sechs 4pin-Molex-Anschlüsse. Das Netzteil verfügt noch über einen weiteren Stecker für einen 4pin-Molex-Strang, welcher aber nicht Bestandteil des Lieferumfanges ist. Neben den Strängen für die Laufwerke können bei Bedarf zwei weitere Kabel (6pin und 6+2pin) für den Betrieb einer weiteren Grafikkarte angeschlossen werden. Das Everest 1010 ist SLI-tauglich und ermöglicht den Betrieb von potentesten Grafiklösungen, die nach insgesamt vier PCIe-Verbindungen verlangen. Die anderen zwei PCIe-Anschlüsse entspringen dem Hauptstrang. Multifunktionalität kann man dem Netzteil wahrlich bescheinigen, so ist es nahezu selbstverständlich, dass es neben einer 4pin- auch über eine 4+4pin-CPU-Stromversorgung verfügt und damit auch die Möglichkeit eines Einsatzes in einem Multi-CPU-System gegeben ist. Nachfolgend noch einmal alle Anschlussmöglichkeiten mit den entsprechenden Längen der einzelnen Stränge zusammengefasst:

  • Länge des ATX-Mainboard-Steckers: 50 cm
  • Länge des 4pin Mainboard-Stecker: 50 cm
  • Länge des 4+4pin Mainboard-Stecker: 50 cm
  • Länge der 6+2pin PCIe-Stecker (2x): 50 cm
  • Länge der 6pin PCIe-Stecker (2x): 50 cm
  • Länge der 4pin-Molex-/Floppy-Stränge (2x): 45 cm (erster Abgriff), 57 cm (zweiter Abgriff), 69 cm (dritter Abgriff), 81 cm (1x Floppy)
  • Länge der SATA-Stränge (3x): 45 cm (erster Abgriff), 57 cm (zweiter Abgriff), 69 cm (dritter Abgriff)


Seitens des Herstellers ist das Everest 1010 mit einer Effizienz von über 80% angegeben. Über eine entsprechende Zertifizierung verfügt es dennoch nicht. Bedenkt man, dass bei einer Ausgabeleistung von 1.000 Watt selbst bei einer Effizienz von über 80% noch immer bis zu 200 Watt in Wärme umgewandelt werden, ist eine entsprechende Kühlung und Wärmeabfuhr erforderlich. Entsprechend überrascht waren wir deshalb über den Innenaufbau des Netzteils. Sehr zierlich wirken die Kühlkörper aus Aluminium, die sich zwischen Spulen und Kondensatoren einreihen. Grund für die geringen Abmaße könnte der generell recht luftige Aufbau sein, so herrscht keine größere Enge und alle Bauteile haben ausreichend Platz, um die entstehende Wärme an die Umluft abgeben zu können. Weiß man nicht, was für ein Gerät man in den Händen hält, könnte man glatt von einem Netzteil niedrigerer Leistung ausgehen.


Wo bereits andere Hersteller in deutlich schwächeren Netzteilen Lüfter mit 140mm Durchmesser zum Einsatz bringen, sorgt im Everest 1010 ein temperaturgesteuerter 120mm-Ventilator mit maximal 2.500 U/min aus dem Hause Protechnic Electric für Frischluft. Hinausbefördert wird die aufgeheizte Luft über die Rückseite des Netzteils, welche komplett über ein Wabengitter verfügt und somit so wenig wie möglich Widerstand bietet.