Reviews > Netzteile > FSP Fortron/Source Epsilon 80PLUS 500W ATX 2.2 > Erscheinungsbild & Funktionsweise

Erscheinungsbild & Funktionsweise


Bereits durch einen Ausschnitt in der Verpackung kann ein Blick auf das Netzteil geworfen werden. Wie schon beim kürzlich getesteten  FSP Everest 1010 spendieren die Taiwanesen dem Epsilon ein metallic-blau lackiertes Gehäuse und ein goldfarbenes Lüftergitter mit dem Firmenlogo in der Mitte. Dahinter ist ein transparenter 120mm-Lüfter verbaut, der einen nahezu freien Blick auf das Innenleben zulässt.


Ohne größere Besonderheiten hinterlässt das Epsilon einen positiven Eindruck in Bezug auf Materialanmutung und Verarbeitungsqualität. Optisch sticht das in eine Seitenwand gepresste Firmenlogo samt Schriftzug heraus, während die gegenüberliegende Seite den Aufkleber mit den technischen Daten beherbergt. Auch hier wird der Käufer noch einmal in Form des untergebrachten 80Plus-Logos daran erinnert, dass er ein hocheffizientes Netzteil in seinen Händen hält. Auch wenn bei diesem Modell mit einer relativ geringen Wärmeentwicklung zu rechnen ist, spendieren die Ingenieure dem Gehäuse ein über die ganze Außenseite verlaufendes Wabengitter. Dies führt zur zügigen Entlüftung und trägt seinen Teil zum versprochenen geräuscharmen Betrieb bei.


Während die Everest-Serie mit einem modularen Kabelmanagement ausgerüstet ist, verlassen alle vorhandenen Kabel in einem dicken Strang das Epsilon. Sauber gedrillt teilen sie sich in insgesamt acht einzelne Stränge auf. Auffällig ist die Länge der Kabel. Mit gerade einmal 40cm bei den Mainboardkonnektoren sowie den PCIe-Anschlüssen ist das Netzteil nur bedingt in großen Gehäusen einsetzbar. Auch der Abstand zwischen den einzelnen Abgriffen der Laufwerke ist mit 12cm knapp bemessen. Verfechter vom akribischen Kabelmanagement im Gehäuse werden hier das Nachsehen haben.
FSP stattet das Epsilon 80PLUS 500 mit zwei PCIe-Konnektoren, 6pin und 6+2pin, aus. Hiermit wird es dem Käufer ermöglicht, auch eine der aktuell leistungsstärksten Grafikkarten, die eben nach dieser Kombination verlangen, zu versorgen. Alternativ steht auch die Möglichkeit zu Konfiguration eines Systems mit zwei Grafikkarten zur Wahl. Ausreichend Anschlussmöglichkeiten bietet das Netzteil im Bereich der Laufwerke. Neben fünf Konnektoren für SATA-Laufwerke können bis zu sechs Geräte, die nach einem 4pin-Molex-Anschluss verlangen, in Betrieb genommen werden.

Nachfolgend noch einmal alle Anschlussmöglichkeiten mit den entsprechenden Längen der einzelnen Stränge zusammengefasst:

  • Länge des ATX-Mainboard-Steckers: 40 cm
  • Länge des 4+4pin Mainboard-Stecker: 40 cm
  • Länge der 6pin PCIe-Stecker: 40 cm
  • Länge der 6+2pin PCIe-Stecker: 40 cm
  • Länge der 4pin-Molex-/Floppy-Stränge (2x): 40 cm (erster Abgriff), 52 cm (zweiter Abgriff), 64 cm (dritter Abgriff), 76 cm (1x Floppy)
  • Länge der SATA-Stränge (2x): 40 cm (erster Abgriff), 52 cm (zweiter Abgriff), 64 cm (dritter Abgriff bei einem Strang)


Vergleicht man den Innenaufbau des Epsilon mit dem des Everest, könnte man meinen, man hat ein Déjà-vu. Wie ein Ei dem anderen gleichen sie sich. Drei schmale Kühlkörper unterbrechen die Angliederung von Spulen und Kondensatoren. In der 500W-Variante möglicherweise ausreichend dimensioniert, könnte es beim Spitzenmodell im oberen Lastbereich wieder zu unangenehmer Geräuschentwicklung durch einen am Limit rotierenden Lüfter kommen.


Hier ist jedoch ein Unterschied auszumachen. FSP setzt beim hier getesteten Netzteil auf einen Ventilator aus der Schmiede von Yate Loon, der auf den Namen  D12BH-12 hört. Große Laufruhe versprechend, kann dieser bei Bedarf bis zu 2.300 Mal pro Minute rotieren.