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Erscheinungsbild & Funktionsweise


Wie bereits eingangs erwähnt, ist das Enermax Pro82+ eines der kompakteren Modelle unter den Netzteilen. Mit 14 cm Einbautiefe empfiehlt es sich auch für die Verwendung in kleineren Gehäusen. Optisch im Mittelpunkt steht das goldfarbene Lüftergitter, wie es bereits vor Jahren von der Liberty-Serie bekannt ist. Die Seitenwände sind durch die Serienbezeichnung verziert, zusätzlich ist das Firmenlogo eingepresst. Weitere Auffälligkeiten sind nicht zu erkennen, der gewohnte Blick bietet sich: Ein Sticker mit den technischen Daten findet seinen Platz am Boden des Netzteils, das Heck ist komplett als Wabengitter gestaltet. Zusätzliche Lüftungsschlitze sucht man vergebens, es obliegt also dem Lüfter, für ausreichende Belüftung und Kühlung zu sorgen.


Insgesamt vermittelt das Gehäuse einen sehr soliden Eindruck. Alle Teile sind passgenau, scharfe Kanten sind keine zu finden. Die komplette Außenhaut ist schwarz lackiert. Beim Einbau sollte vorsichtig vorgegangen werden, soll sie unversehrt bleiben. Wenn auch später der Blick auf das Netzteil freigegeben werden soll, empfiehlt sich für die Installation das Verwenden von Handschuhen – die Oberfläche ist sehr anfällig für Verschmierungen und Fingerabdrücke.


Beim Pro82+ 385 Watt handelt es sich um das Einstiegsmodell in die Welt der Netzteile. Entsprechend überschaubar sind auch die Anschlussmöglichkeiten. Die Zielgruppe ist eindeutig im Bereich der Office- bis kleineren Gaming-PCs auszumachen. Neben dem zum Start des Systems erforderlichen 24-Pin-ATX-Mainboardstecker und der 4+4-Pin-CPU-Spannungsversorgung hat der Nutzer die Möglichkeit, eine Grafikkarte mit einem PCIe-Anschluss mit Spannung zu versorgen. Eine Nutzung von aktuellen High-End-Grafikkarten ist somit nicht möglich – hierfür ist der Griff zu den leistungsstärkeren Modellen der Serie erforderlich. Mit Blick auf den Kabelstrang offenbart sich doch noch eine kleine Besonderheit: Die Kabel für die Laufwerke und Peripherie spalten sich erst nach etwa 20 cm auf, vorher werden sie in einem Strang aus dem Netzteilgehäuse geführt. Insgesamt können fünf SATA-Laufwerke angeschlossen werden. Neben vier 4-Pin-Molex-Konnektoren wurde auch an einen Anschluss für ein Floppy gedacht. Alle Kabel sind ausreichend lang, nur in sehr großen Gehäusen oder in solchen, in denen sich das Netzteil am Boden befindet, wird ein sauberes Verlegen unter Umständen erschwert. Etwas knapp bemessen sind jedoch die Abstände zwischen den einzelnen Konnektoren, gerade zehn Zentimeter schränken den Nutzer beim Einbau der Laufwerke etwas ein. Mit dem aus dem Netzteil geführten Tachosignalkabel wird es dem Nutzer ermöglicht, die Drehzahl des Lüfters über das Mainboard auszulesen. Bis auf dieses Kabel sind alle Stränge optisch dem Gehäuse angepasst mit schwarz-gelben Gewebeschlauch ummantelt, verzichtet wird darauf jedoch zwischen den Steckern.


Nachfolgend die Längen der Kabel:

  • ATX-Mainboard: 45 cm
  • 4+4-Pin 12 V: 45 cm
  • 6-Pin-PCIe: 45 cm
  • 4-Pin-Molex: 45 cm (erster Abgriff), 55 cm (zweiter Abgriff), 65 cm (Floppy)
  • SATA: 45 cm (erster Abgriff), 55 cm (zweiter Abgriff), 65 cm (dritter Abgriff)
  • Tachosignal: 45 cm



Die Unauffälligkeit des Äußeren setzt sich bei Innenleben fort. Der Aufbau kann als überschaubar bezeichnet werden. Zwei recht klein dimensionierte Kühlkörper gliedern die elektrischen Bauteile in drei Gruppen und tragen zum Abtransport entstehender Wärme bei. Unterstützend wirken dabei die fünf hohen Finnen am oberen Ende. Im Bereich der Kondensatoren setzt man ausschließlich auf japanischer Fertigung, an den dicht bebauten Regionen sogar in 105°C-Qualität. Diverse Schutzschaltungen tragen ebenso zur Sicherheit bei wie eine auch wirklich saubere Verarbeitung auf der Platine. Alle Bauteile und Kabel sind sauber verlötet, zusätzlich sind diese am Ende mit Schrumpfschlauch versehen. Weiterhin sind alle Kabel mehrfach durch Kabelbinder fixiert, sodass auch bei rudimentärem Ziehen am Kabelstrang ein Ausreißen verhindert werden kann.


Die Belüftung der Bauteile übernimmt ein 120 mm-Lüfter, der auf den Namen EB122512H hört. Hierbei handelt es sich um ein umgelabeltes Modell. Welcher Hersteller sich dahinter verbirgt, bleibt nur zu vermuten, mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es GlobeFan, der Partner in Sachen Lüfter bei Enermax. Angeschlossen ist der Ventilator mittels 4-Pin-Anschluss, offensichtlich wird er per PWM-Steuerung geregelt.