Cougar S700 ATX-Netzteil - Erscheinungsbild & Funktionsweise

Wem die Farbgebung der CM Power-Serie im grellen Orange zu kräftig war, dem kann Entwarnung gegeben werden. Ganz verschwunden ist die Farbe zwar nicht, jedoch kommt das S 700 deutlich dezenter und erwachsener daher. Die Kombination aus anthrazitfarbener Bepulverung sowie orangener Lackierung hinterlässt einen sehr guten Eindruck.  Mit weiteren Stilelementen, wie einem Aufdruck an den Seiten, der Prägung der Serienbezeichnung, der kleinen Vertiefung an den Seitenteilen oder einer vom Standard abweichenden Linienführung wird das Gesamtbild weiter aufgelockert. Sehr schick!


Auch im Bereich des Lufteinlasses gibt es im Gegensatz zur breiten Masse Verschönerungen. In der dem Seitenteilen angepassten Stil wird der sonst runde Ausschnitt mit einer achteckigen Blende verziert. Darin enthalten ist ein Wabengitter – bereits beim Lufteintritt sollen so wenig wie mögliche Luftverwirbelungen auftreten – in dessem Zentrum dem Eigentümer das Firmenlogo entgegen strahlt.

Keinerlei Änderungen gab es am Styling der Kabel und deren Ummantelungen. Die Firmenfarben und deren Anordnung lassen die Stränge wie rote Königsnattern, eine exotische Schlange, erscheinen. Die Länge der Kabel der Spannungsversorgung für Mainboard und CPU wurden erfreulicherweise angepasst, so dass nun selbst in größeren Gehäusen kaum noch Komplikationen auftreten dürften. Im Gegensatz dazu kommen die PCIe-Kabel, seien es die fest mit dem Netzteil verbundenen oder die modularen, noch immer mit recht kurzen 50 cm daher. Hier sollte also vor dem Kauf nachgemessen werden. Die modularen Kabel sind recht verwindungssteif, mit etwas Mühe lassen sie sich jedoch gut im Gehäuse verlegen. Das Sleeve sitzt relativ locker auf den Kabeln, hier kann der geneigte Modder noch etwas Hand anlegen und es in die gewünschte Position rücken, damit an den Konnektoren kaum noch blanke Kabel zu sehen sind. Mit 180 mm Tiefe zuzüglich einiger Millimeter von den überstehenden Konnektoren ist das Netzteilgehäuse sehr groß dimensioniert, auch hier empfiehlt sich die Kompatibilitätsprüfung zum vorhandenen Gehäuse.


Nachfolgend die Längen der Kabel:

  • ATX-Mainboard: 60 cm
  • 8-Pin 12 V / 4+4-Pin 12 V: 60 cm / 85 cm
  • PCIe: 50 cm
  • 4-Pin-Molex: 50 cm, 65 cm, 80 cm, 95 cm (Floppy per Adapter)
  • SATA: 50 cm, 65 cm, 80 cm, 95 cm


Rein äußerlich hat Compucase also schon ordentlich in die Schmuckschatulle gegriffen. Mit der Abnahme des Deckels präsentiert sich das Innenleben und offenbart auch hier einige Änderungen. Der äußere Eindruck setzt sich fort, es wirkt, als ob das pubertäre Stadium überwunden wurde und nun ein erwachsen gewordenes Netzteil vor einem liegt. Technisch vollkommen up-to-date – DC-DC-Technologie,  80-Plus Silber Zertifizierung, hochwertige technische Bauteile japanischer Qualität und erweiterte Sicherheit in allen Bereich – das S 700 lässt keine Facette aus, um zu den größten der Branche zu gehören.

Ein umgelabelter 135 mm-Lüfter aus dem Hause Young Lin Tech, dessen Lüfterblätter für einen gleichmäßigen Luftstrom optimiert wurden, sorgt für ausreichende Frischluftzufuhr. Für Laufruhe in allen Lastbereichen ist eine nach Temperatur geregelte Steuerung verantwortlich. Zusätzlich sorgen eine höhere Effizienz und größere Kühlkörper mit Aussparungen zur aktiven Belüftung darunter liegender Bauteile für eine geringere Wärmeentwicklung sowie eine bessere Wärmeabgabe und damit unter normalen Umständen für eine geringere Geräuschentwicklung. Alles in allem also die besten Voraussetzungen für einen leisen Betrieb, auch unter hoher Last. Werfen wir das Aggregat und bringen es an seine Grenzen.