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Xigmatek Balder SD1283 CPU-Kühler - Review

Temperatur & Lautstärkemessungen

Ohne weitere Umschweife zeigen wir hier verschiedene Diagramme, die den getesteten Kühler im Vergleich zu einigen anderen Vertretern der Hauptwärmeableiter darstellen. Weiterhin wird der Einfluss auf die Speicher- und Spannungswandlertemperatur angegeben. Die Testwerte werden jeweils bei 5 V, 7 V und 12 V Lüfterspannung aufgenommen und die entsprechenden Temperaturwerte, Lüfterdrehzahlen und die Geräuschentwicklung erfasst. Einflüsse auf die Temperaturen von Arbeitsspeicher, Festplatte, Mainboard, Spannungswandler und Grafikkarte werden beobachtet, aus Gründen der Übersichtlichkeit jedoch gesondert in unserem Forum dargestellt. Wenn keine Lüfter beiliegen, verbauen wir bis zu zwei unserer Referenzlüfter: Xen-Core Carboon 120 mm ONE-PHASE S.P.S. Fan bzw. Scythe Slip Stream SY1225SL12M.

Kühlleistung in Abhängigkeit von der Rotationsgeschwindigkeit des Lüfters - übertaktet / nicht übertaktet:

SD1283 Balder mit beiliegendem Xigmatek-PWM-Lüfter


Wie man im Diagramm sieht, zeigt der Balder keine herausragende, aber durchaus ausreichende Kühlwerte. Bei 5 V und 7 V Lüfterspannung liegt er sogar hinter seinem Vorgänger, dem S1283 Red Scorpion. Mit 12 V-Lüfterspannung kann er sich jedoch in das vorder Drittel des Rankings setzen und in der Spitzenriege mitmischen. Diese Werte sollte man jedoch nicht gleich überbewerten. Xigmatek weist den beiliegenden PWM-Lüfter mit einem Drehzahlbereich von 1000 bis 2200 U/min aus. Bei 7 V unterschreitet er diesen Bereich bereits um etwa 150 U/min. Somit läuft der Lüfter außerhalb des angedachten Einsatzfeldes, wodurch natürlich ein ganz anderer Luftdurchsatz zustande kommt, als Xigmatek ihn vorsieht. 

Kühlercharts - Leistungsdurchschnitt bei 5 V, 7 V und 12 V Lüfterspannung

 
 

Im Gesamtranking spielt der Balder nur im 12 V-Bereich ganz oben mit und positioniert sich zwischen ThermoLab Baram und Scythe Mugen 2. Dies liegt zum Einen an der geringeren Oberfläche des schmalen Kühlers im Vergleich zur Spitzenriege, zum Anderen auch an der geringeren Anzahl an Heatpipes, wodurch die Verteilung der Wärme innerhalb der Lamellen etwas schlechter ist. Bei 7 V und 5 V Lüfterspannung fehlt dem beiliegenden Lüfter außerhalb seines offiziellen Drehzahlbereiches schlicht der Durchsatz.

Vergleich der Geräuschkulisse

Lässt man den beiliegenden Lüfter auf 12 V laufen, so rauscht dieser mit 50,2 dB(A) deutlich hörbar und nervig vor sich hin. Bei 7 V Lüfterspannung reduziert sich dieser Wert auf angenehme und im geschlossenen PC kaum hörbare 35,4 dB(A). Eine weitere Verringerung der Lüfterspannung auf 5 V brachte lediglich eine Geräuschpegelsenkung auf 34,8 dB(A). Erstaunlicherweise pendelte sich der Lüfter mit der PWM-Boardsteuerung im Idle mit Standardtaktraten auf 760 U/min bzw. 35,1 dB(A) und unter Last bei übertaktetem Prozessor auf maximal 1100 U/min bzw. leicht heraushörbare 37,2 dB(A) ein. Dies bedeutet nicht nur, dass nach oben hin noch deutliche Reserven vorhanden sind, sondern auch, dass man selbst mit übertaktetem Prozessor nicht auf einen niedrigen Geräuschpegel verzichten muss.

Weitere vergleichende Übersichten (einzeln aufbereitet nach Lüfterspannungen) finden sich mit zahlreichen Diagrammen in unseren Datenbanken.