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Autor: Yves Grünwald

Letztes Update: 31.05.2010

Thermalright Venomous X - Temperaturen & Lautstärkemessung

Ohne weitere Umschweife zeigen wir hier verschiedene Diagramme, die den getesteten Kühler im Vergleich zu einigen anderen Vertretern der Hauptwärmeableiter darstellen. Die Testwerte werden jeweils bei 5 V, 7 V und 12 V Lüfterspannung aufgenommen und die entsprechenden Temperaturwerte, Lüfterdrehzahlen und die Geräuschentwicklung erfasst. Wenn keine Lüfter beiliegen, verbauen wir bis zu zwei unserer Referenzlüfter: Scythe Slip Stream SY1225SL12M, Phobya Nano -G14 oder Noiseblocker PK-2. Die beiden letztgenannten Lüfter-Modelle wurden uns freundlicherweise von  Aquatuning.de zur Verfügung gestellt.


Kühlleistung in Abhängigkeit von der Rotationsgeschwindigkeit des Lüfters - übertaktet / nicht übertaktet:

Thermalright Venomous X mit einem Scythe Slip Stream



Thermalright Venomous X mit zwei Scythe Slip Stream



Wie man anhand beider Diagramme erkennen kann, ist der Betrieb mit zwei Lüftern in Gehäusen mit mäßigem Luftstrom nicht lohnenswert- die Temperaturen liegen durchweg höher, als mit einem einzelnen Lüfter. "Hauptschuld" trägt hierbei unser Testsystem, welches mit dem recht langsam drehenden Hecklüfter auf eine maximale Gehäuseinnentemperatur getrimmt ist. Da der Kühler eine Stellschraube für den Anpressdruck besitzt und die Bodenplatte leicht gewölbt ist, sollte man sich an den optimalen Anpressdruck für die eigene CPU mit Prime oder ähnlichen Benchmarks heran tasten. 


Kühlercharts - Leistungsdurchschnitt bei 5 V, 7 V und 12 V Lüfterspannung

Eine Sache vorweg: der Venomous ist unter gleichen Voraussetzungen in den allen Spannungsbereichen besser als der Ultra-120 Extreme aus eigenem Haus. Im 5 V-Ranking liegt er mit einem Referenzlüfter direkt auf Platz 1. Bei der Verwendung von 7 V fällt er etwas zurück und muss sich mit einem Platz 3 zwischen dem ThermoLab Baram und dem Prolimatech Megahalems (jeweils mit einem Slip Stream-Lüfter bestückt) zufrieden geben. Im 12 V-Ranking verlässt der Venomous die Spitzenplätze-hier setzt er sich auf Augenhöhe mit dem ThermoLab Baram.   


Vergleich der Geräuschkulisse

Durch die Verwendung der Referenzlüfter ergeben sich keine Überraschungen im Bereich des Geräuschpegels. Mit einem Scythe Slip Stream auf 5 V lagen sehr gute und sehr leise 34,8 dB(A) an, bei 7 V waren es immernoch gute 37,6 dB(A). Erst bei 12 V drehte der Lüfter richtig auf und verwandelte das leise Säuseln in ein deutliches Luftrauschen bei 44,1 dB(A). Bei der Verwendung beider Lüfter steigerten sich die Pegel minimal auf 35,1 dB(A), 38,0 dB(A) bzw.  44,4 dB(A). Mit Mainboardsteuerung traten im Idle-Zustand nicht mehr als 35,5 dB(A) bzw. 860 U/min auf; bei Last mit übertaktetem Prozessor waren es dagegen nicht mehr als 39,4 dB(A) bzw. 1100 U/min.

 

Weitere vergleichende Übersichten (einzeln aufbereitet nach Lüfterspannungen) finden sich mit zahlreichen Diagrammen in unseren Datenbanken.

 

Testsystem & Verfahren

Komplett auf leise getrimmt ist unser Luftkühlungstestsystem. Als einziger Gehäuselüfter verrichtet ein Noiseblocker XL2 bei 800 U/min seinen Dienst. Da sich das Netzteil nicht in der Nähe der CPU befindet, können wir unabhängig von der Lüftersteuerung im Netzteil messen.

 

Testsystem im Überblick (Link: System bei sysprofile.de)
 
   Mainboard:ABIT IP35 Pro passiv
   CPU:Intel Q6600 Quad-Core
   Festplatte:Seagate Barracuda 250GB in Scythe Quiet Drive
   Grafikkarte:Gigabyte HD 3870 Zalman Edition
   Netzteil:FSP Epsilon Netzteil mit 500 Watt
   Gehäuse:NZXT Tempest
   RAM:Mushkin EM2-6400 2GB Kit
   Betriebssystem:Windows Vista Home Premium 64bit

  

 

Um den Geräuschpegel so niedrig wie möglich zu halten, wurde auf aktiv belüftete Komponenten komplett verzichtet. Ein Intel Quad-Core sorgt für die nötige Wärmeverlustleistung zum Test von CPU-Kühlern. Somit sind die Geräuschpegelmessungen aussagekräftig für das jeweilige Testobjekt.
Temperaturen werden mit den Sensoren einer aquacomputer aquaero ausgelesen. Dabei wurden die Sensoren an relevanten Stellen verbaut. Dezibelwerte werden aus 30 cm Entfernung auf Höhe des Kühlers mit einem Voltcraft SL-100 Schallpegelmessgerät erfasst. Mehr Informationen und weitere Bilder auf dieses und alle anderen Testsysteme der EffizienzGurus kann unter diesem Link angezeigt werden.