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Erscheinungsbild & Montage


Der erste Eindruck ist überwältigend. Einen derart großen und massiven Kühler hatten wir bisher noch nicht im Testsystem. Mit einer Höhe von 180 mm inkl. Lüfter war er genau 6 mm zu groß für das Gehäuse. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, den Kühler außerhalb unseres Bewertungssystems zu testen. Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, haben wir folgende Einbaumöglichkeiten probiert: Quer über den RAM, wobei der Lüfter einmal oben und einmal seitlich verbaut wurde, sowie nach unten über den ersten PCIx16-Steckplatz, wodurch die Grafikkarte einen Slot tiefer rücken musste.

 

   


Von der Bodenplatte ausgehend verlaufen zentral die zehn Heatpipes, gebogen in zwei Fünferreihen, in die Lamellen. Durch den großen Abstand zueinander soll maximale Wärmeabgabe im passiven Betrieb garantiert werden. Einkerbungen in den Lamellen dienen der Lüftermontage. Auffallend ist, dass die Lamellen der Bodenplatte zu den oberen Lamellen um 90 ° gedreht angeordnet sind. Dadurch kann etwas Luft direkt über die Spannungswandler strömen, insofern sie sich an den dicht gepackten Heatpipes vorbeischlängeln kann. 

 

   


Der Kühler sitzt im normalen Einbauzustand quer über dem Prozessor und dem Arbeitsspeicher. Wird der Lüfter auf dem Kühler montiert, so können, wie beim Cooler Master GeminII, gleichzeitig RAM und CPU gekühlt werden.

 

 


Zur Montage des Kühlers in Intel-Sockel 775- oder T-Systemen muss das Mainboard ausgebaut werden, da zunächst eine Backplate montiert werden muss. Wird er hingegen auf einem AMD-Prozessor oder in älteren Intel 478-Systemen verbaut, kann das Mainboard im Gehäuse verbleiben, hier kommt die boardseitige Sockelbefestigung zum Einsatz. Vor dem Einbau muss allerdings die entsprechende Sockelhalterung an der Bodenplatte angeschraubt werden. Die Montage der Backplate ist allerdings etwas kniffliger. Anstatt auf ein Modul zu setzen, müssen zwei Sockel 478-ähnliche Stangen mitsamt jeweils zwei kleinen Unterlegscheiben von oben aufgelegt werden. Man sollte beim Aufkleben der Backplate an der Rückseite auf einen ordnungsgemäßen Sitz der Löcher zueinander achten. Am einfachsten gestaltet sich dies durch vorheriges Einstecken der Schrauben in die Rückseite der Backplate. So kann man diese direkt über den Löchern der Hauptplatine positionieren. Wenn man nachfolgend den Kühler mit der Backplate verbindet, sollte man auf den Arbeitspeicher achtgeben. Vor allem hohe RAM-Module könnten Probleme bereiten. Sind diese Klippen umschifft, kann abschließend der Lüfter mittels beiliegender Halteklammern montiert und auf den CPU-Lüfteranschluss der Platine gesteckt werden.