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Erscheinungsbild & Montage


Scythe gibt sich in der farblichen Gestaltung seiner Kühler eher konservativ: Schwarzer Lüfter, Kupferheatpipes und Aluminiumlamellen. Man verzichtet bewusst auf verspielte LEDs und Nickelüberzüge, was sich natürlich in einem günstigeren Preis niederschlägt.

 

   


Am Boden befinden sich sechs Heatpipes in konventioneller Bauweise mit Bodenplatte. Direkt darüber wurde ein Kühlkörper platziert, der bei entsprechender Einbaurichtung des Kühlers einen Luftstrom auf die Spannungswandler lenken und dabei gleichzeitig zur Kühlung der Bodenplatte beitragen soll. Insgesamt 27 Lamellen sorgen für die Wärmeabgabe.

 

 


Der Kühler sitzt mittig auf dem Prozessor, der im Lieferumfang befindliche 120 mm-Lüfter wird mittels Halteklammern einfach an den Lamellen festgehakt. Dies sorgt zwar für optimalen Halt aber auch für die Übertragung von Vibrationen  auf den Kühler.

Durch die Towerbauweise ist es leider nicht in ausreichendem Maße möglich, zusätzlich zum Prozessor noch die Speicherbänke zu kühlen, wodurch sich diese im Betrieb etwas mehr aufheizen. Auf eine gute Gehäusebelüftung sollte deshalb nicht verzichtet werden. Vorteil dieses Konzeptes ist allerdings, dass der Kühler im Luftstrom des hinteren Gehäuselüfters bzw. Netzteillüfters (je nach Montageort im Gehäuse) liegt. Durch die Aussparung in der Mitte der Lamellen wird die Luft im Zentrum etwas gestaut, wodurch sich ein Teil des Luftstroms einen Weg nach oben und unten sucht. Dabei wird ein Teil des Luftstroms durch den Kühler auf der Bodenplatte direkt auf die Spannungswandler gerichtet. 

 

 


Um im Vorfeld die Kompatibilität zur Hauptplatine bzw. zum Prozessor sicherzustellen, sollte man die  Kompatibilitätsliste von Scythe aufsuchen. Zur Montage muss zu Beginn die entsprechende Halterung mit dem Kühler verschraubt werden. Bei einem AMD-System kann man die Halteklammer auch mit verbautem Mainboard ohne weiteres an dem Retentionmodul befestigen und lösen. Bei einem Intel-System mit Sockel 775 gestaltet sich das Herunterdrücken und Lösen der Push-Pins als etwas schwierig, da die Lamellen über diesen liegen. Ein Ausbau der Platine ist in hier also zwingend. Die Montage des Lüfters sollte nach der des Kühlers erfolgen, damit man genug Freiraum zum herunterdrücken der Push-Pins hat. Leider sind die Lamellen wie schon beim Scythe Mugen sehr dünn. Vorsicht ist somit geboten, um Verletzungen vorzubeugen. Am besten legt man ein kleines Tuch um die Lamellen oder nutzt Handschuhe für die Demontage.