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Autor: Yves Grünwald

Letztes Update: 31.05.2010

Prolimatech Armageddon - Review

Vor etwas über einem Jahr stellte der Hersteller Prolimatech mit dem "Megahalems" seinen ersten Prozessorkühler vor. Trotz des vergleichsweise kompakten Äußeren schlug die Kühlleistung wie eine Bombe ein und der Kühler nagelte sich quasi über Nacht auf den Spitzenplätzen der Rankinglisten fest. Vor kurzem setzte man mit dem "Armageddon" ein Nachfolgemodell mit 140 mm-Lüfterkompatibilität, allerdings fehlender Sockel 775-Zertifizierung dem Portfolio hinzu. Da Prolimatech allerdings weiterhin die Sockel 775-Montagelöcher auf der Backplate integriert hat, sind wir das Wagnis mit unserem Testsystem eingegangen. Ob es uns die Montage geglückt ist, wird in unserer Review geklärt. 

 

Lieferumfang & Technische Daten

Nicht anders zu erwarten, setzt Prolimatech auch beim Nachfolger des Megahalems auf eine Verkaufsversion einzig für Intel-Sockelsysteme, im speziellen ausschließlich für Sockel 1156 und 1366. Ein AMD-Befestigungssystem muss dagegen zusätzlich erworben oder direkt mit der entsprechende AMD-Version des Kühlers erstanden werden. Die Befestigung der Lüfter wird über kleine Halteclips realisiert.  


Lieferumfang

  • Prolimatech
  • Montagematerial für die Sockel 1156 & 1366 (Sockel 775 integriert, aber nicht zertifiziert); nicht vormontiert
  • vier Lüfterhalteclips
  • Wärmeleitpaste Prolimatech PK-1
  • Montageanleitungen für Intel-Sockel 1156 und 1366 in acht Sprachen, darunter Englisch und Deutsch
  • Link: Produktseite
  • Link: Preisvergleich

 


Technische Daten

  • Masse: 750 g (ohne Lüfter)
  • Höhe: 160,3 mm (ohne Lüfter)
  • Breite: 144 mm (ohne Lüfter)
  • Tiefe: 50 mm (ohne Lüfter
  • sechs 6 mm-Heatpipes, komplett vernickelt
  • zwei getrennt Lamellenblöcke, über Deckelplatte miteinander verknüpft
  • vernickelter Kupferboden

 

 

Bilder und Montage

Am grundsätzlichen Design hat sich zum Vorgänger nicht viel geändert. Prolimatech setzt weiterhin auf zwei getrennte Lamellenblöcke, sechs 6 mm-Heatpipes und einem Nickelcover. Dennoch hat man einige Details angepasst. So sind die Heatpipes nicht mehr in Luftstromrichtung hintereinander gesetzt, sondern auf die volle Breite des Kühlers symmetrisch verteilt. So wird jede Heatpipe direkt mit Frischluft versorgt und der Kühler ist weniger tief, dafür breiter. Um eine optimale Verteilung des Luftstroms zwischen Lüfter und Lamellen zu erreichen, wurden die Lamellenflächen auf der jeweils größten Seite leicht eingekerbt.  Zur Verbesserung der Optik hat sich Prolimatech zudem für einen polierten Deckel mit Logo entschieden.

 

 

Die Montage gestaltet sich insgesamt sehr einfach. Die Bedienungsanleitung und Zubehörbeschaffenheit ist selbsterklärend und auch für Laien leicht verständlich. Bevor jedoch der Kauf in Erwägung gezogen wird, sollte die  Kompatibilitätsliste des Herstellers eingesehen werden. Durch das sehr breite und lamellenreiche Design harmoniert der Kühler nicht mit jedem Mainboard- bzw. RAM-Kühlkörper. Falls man selbst abschätzen möchte, ob der Armageddon auf das Board passt: der Kühler ist von der Bodenplatte bis zur ersten Lamelle genau 44 mm hoch. Ein Grund für die Entscheidung seitens Prolimatech gegen die Sockel 775-Zertifizierung könnte die geänderte Keep-out-Area bei Sockel 1366/1156 gegenüber  dem recht alten Sockel 775 sein. Besonderen Dank muss man Prolimatech an dieser Stelle bezüglich der AMD-Montage aussprechen: Das optionale Befestigungssystem ermöglicht sowohl die waagerechte, wie auch senkrechte Montage.   

Bei der Lüftermontage gibt es eine weitere Hürde: Prolimatech setzt auf handliche Halteclips, die jedoch einen Standardlüfter mit 25 mm hohen Rahmen voraussetzen. Eigenkreationen, wie zum Beispiel der Scythe Kaze Maru 140 mm-Lüfter weisen zwar die Haltebohrungen für 140 mm-Lüfter auf, der Rahmen ist jedoch mit einem größeren Durchmesser versehen. Prolimatech schränkt die Verwendung sogar noch weiter ein: zwischen Rahmeninnenseite und Lüfterblättern muss mindestens ein Abstand von 1,5 mm vorhanden sein, andernfalls würde es schlimmstenfalls zur Schädigung des Rotors kommen. Eine Lüfterkompatibilitätsliste gibt es jedoch nicht, diverse Händler bieten jedoch bereits entsprechende Bundles an.