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Blacknoise Noiseblocker NB-TwinTec CPU-Kühler - Review

Temperatur & Lautstärkemessungen

Ohne weitere Umschweife zeigen wir hier verschiedene Diagramme, die den getesteten Kühler im Vergleich zu einigen anderen Vertretern der Hauptwärmeableiter darstellen. Weiterhin wird der Einfluss auf die Speicher- und Spannungswandlertemperatur angegeben. Die Testwerte werden jeweils bei 5 V, 7 V und 12 V Lüfterspannung aufgenommen und die entsprechenden Temperaturwerte, Lüfterdrehzahlen und die Geräuschentwicklung erfasst. Einflüsse auf die Temperaturen von Arbeitsspeicher, Festplatte, Mainboard, Spannungswandler und Grafikkarte werden beobachtet, aus Gründen der Übersichtlichkeit jedoch gesondert in unserem Forum dargestellt. Wenn keine Lüfter beiliegen, verbauen wir bis zu zwei unserer Referenzlüfter: Xen-Core Carboon 120 mm ONE-PHASE S.P.S. Fan bzw. Scythe Slip Stream SY1225SL12M.

Kühlleistung in Abhängigkeit von der Rotationsgeschwindigkeit des Lüfters - übertaktet / nicht übertaktet:

Da es den Kühler auch in einer Version ohne Lüfter zu kaufen gibt, haben wir zur Leistungsbeurteilung zusätzliche Testläufe mit unserem Slip Stream-Referenzlüfter durchgeführt.

Twin Tec mit dem beiliegenden Multiframe-Lüfter


Twin Tec mit einem Scythe Slip Stream


Twin Tec mit zwei Scythe Slip Stream



An den drei Balkendiagrammen kann man sehr gut die Skalierung des TwinTec erkennen. So liegen zwischen den einzelnen Spannungswerten im Schnitt nur etwa zwei Kelvin Temperaturunterschied. Einzig der Multiframe-Lüfter verliert etwas mehr beim Wechsel von 7 V auf 5 V Lüfterspannung. Hier zeigt sich die Funktionsweise der Superconductor-Heatpipe. Je mehr Wärme der Prozessor erzeugt, desto besser kann diese ihr Potential aufzeigen. Andererseits wirken zwei Lüfter und höhere Drehzahlen dem Superconductor-Konzept entgegen. So ist der TwinTec in niedrigen Spannungsbereichen mit einem Slip Stream durchgängig besser, als mit dem beiliegenden, aber auch höher drehenden Multiframe. Nur bei 12 V Lüfterspannung kehrt sich das Bild um.

Kühlercharts - Leistungsdurchschnitt bei 5 V, 7 V und 12 V Lüfterspannung

 
 

 

Im 5 V-Ranking kann sich der TwinTec mit einem Slip Stream an die Spitzengruppe heran arbeiten. Mit dem beiliegenden Lüfter erreicht er immer noch einen Platz im vorderen Mittelfeld, ebenso mit beiden Slip Stream. Das 7 V-Ranking verhält sich nahezu gleich. So erreicht er mit einem Slip Stream wie auch dem Multiframe eine ähnliche Position. Nur mit beiden Slip Stream verliert er bedingt des Durchsatzes Punkte und somit leicht den Anschluss. Da der Kühler vorrangig auf den leisen Betrieb mit geringen Lüfterdrehzahlen ausgelegt ist, fällt er erwartungsgemäß im 12 V-Ranking etwas zurück und findet sich im oberen Mittelfeld wieder. Die Kühlleistung ist jedoch jederzeit garantiert. Bezieht man sich lediglich auf die Werte mit übertaktetem Prozessor, so kann der TwinTec bei 5 V Lüfterspannung seine wahre Stärke ausspielen - Das Ergebnis sind Positionen auf den vorderen Plätzen im Ranking. Bei 7 V-Lüfterspannung liegt er mit dem Multiframe ähnlich gut, fällt jedoch mit den Slip Streams mit steigender Anzahl leicht ab. Das 12 V-Ergebnis liegt etwa auf demselben Niveau, wie mit nicht übertaktetem Prozessor.

Vergleich der Geräuschkulisse

Lässt man den beiliegenden Lüfter auf 12 V laufen, so rauscht dieser mit deutlich hörbaren 48,8 dB(A) störend vor sich hin. Bei 7 V liegt der Geräuschpegel immer noch mit 40,4 dB(A) relativ hoch. Auch hier ist der Lüfter deutlich hörbar, jedoch weit weniger störend. Erst bei 5 V Lüfterspannung beruhigt sich der Multiframe etwas und dreht mit 37,0 dB(A) noch hörbar seine Runden im geschlossenen PC. Durch den Einsatz von einem Slip Stream-Lüfter sinkt der Geräuschpegel auf 44,3 dB(A) mit 12 V Lüfterspannung ab, das Rauschen ist jedoch ebenfalls deutlich hörbar. Beide Slip Stream-Lüfter verursachen dagegen ein Geräuschlevel von 44,9 dB(A), rauschen aber objektiv noch deutlicher, als mit einem Slip Stream. Die Pegel für 7 V und 5 V liegen mit einem Slip Stream bei 37,9 dB(A) und 35,0 dB(A), mit beiden Slip Stream exakt 0,1 dB(A) darüber. Ein Kuriosum zeigte sich jedoch bei der Verwendung der Multiframe-Lüfters an der mainboardeigenen Lüftersteuerung. So ließ das Test-Board den Lüfter nahezu ständig auf Volllast laufen. Dass dies nicht notwendig ist, zeigte ein Gegentest mit einem AMD X4 Phenom II 940, welcher auf einem Gigabyte GA-MA790FX auf 3,8 GHz bei 1,55 V übertaktet wurde. Der Lüfter lief auf dem Gigabyte-Board im lastfreien Zustand mit lediglich 650 U/min. Aus Gründen der Objektivität verzichteten wir daher auf diese Messung. 

Weitere vergleichende Übersichten (einzeln aufbereitet nach Lüfterspannungen) finden sich mit zahlreichen Diagrammen in unseren Datenbanken.