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Erscheinungsbild & Funktionsweise

Scythe-üblich kommen beide Lüfter in einer stabilen Plastikverpackung daher, in der sich eine Pappschachtel mit dem eigentlichen Inhalt befindet. Wie auch schon bei unseren S-FLEX-Lüftern wird man von den asiatischen Schriftzeichen regelrecht erschlagen. Glücklicherweise sind aber alle Informationen auch in Englisch auf der Verpackung zu finden, die technischen Daten zusätzlich in Deutsch, Spanisch sowie Französisch.

 



Neben dem Lüfter selbst befinden sich wie beim S-FLEX auch vier silberne Lüfterschrauben und ein Anschlussadapter im Karton, mit dem man den Lüfter einfach ans Netzteil anschließen kann. Auch hier ist wieder hervorzuheben, dass das Tachosignal durchgeschleift ist, sodass man die Drehzahl des Lüfters weiterhin am Mainboard auslesen und überwachen kann.

 


Erst einmal vor einem liegend, kann man beide Lüfter nur anhand der Modellnummer entscheiden, die auf dem Aufkleber auf der Rückseite vermerkt ist, denn sie gleichen sich äußerlich wie ein Ei dem anderen.

 


Natürlich machen sie aufgrund ihrer Tiefe einen durchaus wuchtigen Eindruck, der sich bestätigt, wenn man den Lüfter in die Hand nimmt. Scythe zufolge bringen sie stolze 225g auf die Waage, womit das Gewicht der S-FLEX-Serie noch einmal überboten wird. Auch in anderen Hinsichten scheinen die Ultra Kazes eine Steigerung der S-FLEX zu sein, denn ihre sieben Lüfterblätter sind noch einmal ein gutes Stück größer, was dank der Tiefe von 38mm kein Platzproblem darstellt. So scheint es erst einmal, dass die Lüfter einfach gute Leistungen erbringen müssen - mehr Tiefe erlaubt nämlich einen sehr hohen statischen Druck. Allerdings verwendet Scythe auch eine immens große Lüfternarbe, die toter Raum ist. Mit über 5,5cm Durchmesser übertrumpft ihre Größe selbst die der S-FLEX-Lüfter.

 


Neben diesen Auffälligkeiten gibt es allerdings keine weiteren Besonderheiten. Scythe verwendet kein aufwändiges S-FDB-Lager, sondern ein einfaches Gleitlager, welches für die mit 30.000 Stunden angegebene Lebensdauer verantwortlich ist. Dies entspricht im Dauerbetrieb rund 3,5 Jahren, wovon zwei durch die Herstellergarantie abgedeckt sind. Für Server oder andere 24/7-Anwendungen ist der Lüfter offensichtlich nicht gedacht, sondern vielmehr für diejenigen Leute, die kompromisslose Power suchen. Dass die Lüfter geregelt aber durchaus Silent-Qualitäten haben können, ist nicht auszuschließen, verwendet der Yate Loon D12SL-12, der in der Silentszene immer noch sehr hoch geschätzt wird, doch auch nur ein herkömmliches Gleitlager.

Wie auch schon beim S-FLEX kann man wieder die Verarbeitung der Lüfter loben, auch hier wurde mängelfrei gearbeitet. Das Kabel ist übrigens 30cm lang und leicht gedrillt, sodass die einzelnen Adern nicht ganz so unordentlich herumhängen, wie wir es von anderen Lüftern des japanischen Herstellers kennen. Dennoch sollte man sich die zwei Minuten an Zeit nehmen, es ordentlich zu drillen, da es im verbauten Zustand einfach wesentlich ordentlicher aussieht.



Scythe hat mit seiner Ultra Kaze-Serie, die übrigens auch eine hier nicht vertretene 3000U/min-Version beinhaltet, offensichtlich interessante Produkte im Portofilo. Getreu dem Motto "Viel hilft viel." sollen die Lüfter durch eine höhere Tiefe eine sehr gute Leistung erbringen. Ob die Ultra Kaze tatsächlich neue Höchstleistungen erreichen, werden wir auf den folgenden Seiten überprüfen.