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Erscheinungsbild & Funktionsweise

Beide Lüfter kommen wie erwartet in einer fast identischen Retail-Verpackung, die aus Kunststoff besteht. Innen ist eine Pappeinlage, in der der Lüfter und das Zubehör platziert sind. Der einzige Unterschied zwischen den Verpackungen beider Geschwister sind die Farben, mit denen die Herstellerbezeichnungen hinterlegt sind. Beim S-FLEX mit 800U/min (SFF21D) ist diese rot und bei der 1200U/min-Variante (SFF21E) orange. Natürlich unterscheiden sich auch die technischen Daten auf den Rückseiten der Verpackungen. Außerdem gibt es noch den S-FLEX SFF21F mit 1600U/min, der in unserer Review aber nicht vertreten ist.

 


Bei einem ersten flüchtigen Blick auf die Verpackung, die reich an Beschriftungen ist, blickt man schnell überfordert auf die vielen japanischen Schriftzeichen, allerdings sind sämtliche Textpassagen auch in Englisch zu finden, die technischen Daten zusätzlich sogar in Deutsch, Spanisch sowie Französisch.

 


Auf der Rückseite ist eine Schemazeichnung des S-FDB-Lagers zu finden, das bei beiden Lüftern zum Einsatz kommt und unter Lizenz von Sony steht. Einfach gesagt handelt es sich hierbei um ein (dynamisches) Flüssigkeitslager, das für eine Minimierung der Reibungswiderstände und damit auch der Geräuschkulisse sorgen soll.
Ein weiterer Nebeneffekt dieses Lagers ist eine außergewöhnlich hohe Haltbarkeit, die Scythe mit 150.000 Stunden angibt, was ca. 17 Jahren Dauerbetrieb entspricht. Davon werden allerdings nur 2 Jahre durch eine Herstellergarantie seitens Scythe abgedeckt.

 


Der Lieferumfang fällt weder knauserig noch üppig aus, denn Scythe hat an alles Wichtige gedacht. Neben vier herkömmlichen Lüfterschrauben, die für eine entkoppelte Montage leider unbrauchbar sind, findet man einen Adapter, um die Lüfter mittels 4Pin-Molex-Stecker ans Netzteil anzuschließen. Positiv hervorzuheben ist hierbei der Abgriff für das Tachosignal, der an einen 3Pin-Lüfter-Anschluss am Mainboard gesteckt werden kann, um weiterhin die Drehzahl überwachen zu können.

 


Die Lüfter ausgepackt, sind sie weiterhin kaum voneinander zu unterscheiden. Den einzigen Hinweis, um welches Modell es sich handelt, gibt hier der Aufkleber auf der Rückseite, der wie die Verpackung beim 800U/min-Lüfter rot und bei der 1200U/min-Version orange ist. Was einem sofort auffällt, wenn man die Lüfter in die Hand nimmt, ist ihre Wuchtigkeit. Mit 175g (800U/min) bzw. 180g (1200U/min) sind sie nämlich keinesfalls Leichtgewichte. Die hohen Gewichte haben im Wesentlichen zwei Ursachen: Einerseits ist die Lüfternarbe in der Mitte relativ groß, was normalerweise für eine etwas schlechtere Leistung sorgen könnte. Dieses Defizit wird andererseits aber durch vergrößerte Lüfterblätter, wie üblich sieben an der Zahl, aufgehoben, die auch ihren Teil zu dem hohen Gewicht beitragen. Letztendlich bleibt es abzuwarten, wie sich die Lüfter im Praxistest schlagen werden.


Im Übrigen ist das Erscheinungsbild der S-FLEX eher unauffällig, sie sind nämlich komplett in Schwarz gehalten. Farbakzente wurden nicht gesetzt, abgesehen vom Aufkleber auf der Rückseite. Ein negativer Aspekt ist das Lüfterkabel. Zwar sollte die Länge von 30cm für einen Großteil der User reichen, jedoch ist das Kabel weder ummantelt, gedrillt noch zusammengeklebt, sodass jede der drei Adern ihren eigenen Weg gehen will, was unordentlich wirkt. Dies trübt die sonst mängelfreie Verarbeitung - ansonsten konnten wir hier keine Schwächen feststellen.

 


Aufgrund seines Rufes als Silent-Lüfter werden bei unserem folgenden Praxistest hohe Anforderungen im Bezug auf die Lautstärke und vor allem Nebengeräusche gestellt. Auch der Hersteller selbst wirbt mit einer durch das Lager bedingten geringen Geräuschentwicklung. Wie die beiden Lüfter aus der beliebten S-FLEX-Serie abschneiden, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.