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Praxistest Teil 2

 

Nach den Schalldruck- und Windgeschwindigkeitsmessungen
ist auf dieser Seite neben Angaben zur Lautstärke zu finden, wie sie von uns subjektiv empfunden wird, die Anlaufspannung und der Regelbereich zu finden.


Subjektive Lautstärke


12 Volt
Mit 1200 bzw. 1800U/min sollten beide Lüfter aus normalen System rauszuhören sein, da können auch Optimierungen, wie Noctua sie vorgenommen hat, nichts ändern. Von Nebengeräuschen bleiben wir zu diesem Zeitpunkt aber verschont.

7 Volt
Auf 7V ist das Ganze dann schon wesentlich erträglicher, wenngleich beide Lüfter immer noch deutlich hörbar sind. Subjektiv wird der NF-R8 als etwas lauter empfunden als der 120mm-Lüfter, ein Klackern tritt jedoch bei beiden auf, welches zwar nicht übermäßig laut ist, in Anbetracht der Versprechen Noctuas und des Preises aber sehr ärgerlich.

5 Volt
Schlussendlich mit 5V betrieben, ist der NF-S12 nahezu unhörbar; im verbauten Zustand sollte er nicht auszumachen sein. Das Klackern tritt aber auch hier wieder auf, jedoch deutlich reduziert. Im Gegenzug wurde es beim 80mm-Modell leider stärker und wenn man genau hinhört, ist auf kürzeste Distanz zusätzlich ein Schleifen auszumachen.

Also kann man hier sagen, dass Noctua seine Versprechen nicht ganz gehalten hat. Ein leichter Pluspunkt ist jedoch, dass sich die Nebengeräusche beim Betrieb über Kopf nicht verstärken, was dem NF-S12 als Radiatorlüfter etwas genutzt hätte, wenn seine Leistung in puncto Windgeschwindigkeit nicht so schwach wäre. Hier sind andere Lüfter wie zum Beispiel der Scythe S-FLEX vorzuziehen.


Anlaufspannung


Mit einer Anlaufspannungen von 3,7V schlägt sich der 80mm-Lüfter hier gut, wird von dem NF-S12-1200 aber noch einmal deutlich unterboten, dem sagenhafte 2,8V zum Durchstarten genügen.


Regelbereich


Wegen des auf der vorherigen Seite erwähnten Problems mit dem Tachosignal bei geringen Drehzahlen können wir hier für die minimale Geschwindigkeit keine genauen Angaben machen, sondern nur Schätzungen, aber die haben es in sich:
Während der 80mm-Lüfter mit maximal 1870U/min geringfügig überdreht, dreht er selbst bei 3,5V noch ganz gemächlich seine Runden. Wir schätzen, dass die Drehzahl hier rund 200-300U/min beträgt, was dem Kleinen einen sehr guten Regelbereich bescheinigt.
Ähnlich gut sieht es mit dem großen Bruder des NF-R8, dem NF-S12 aus, der mit ca. 1180U/min zwar minimal unter der Solldrehzahl liegt, bei grandiosen 2,5V aber immer noch läuft - auch hier schätzen wir die Geschwindigkeit bei 200-300U/min ein.
Zwar ist es schade, dass man die Drehzahlen in den unteren Bereichen nicht auslesen kann, die Flexibilität der Drehzahl gleicht aberzumindest dieses Defizit aus.


Sonstiges


Natürlich haben wir auch die mitgelieferten Spannungsadapter, L.N.A. und U.L.N.A. genannt, auf ihre Funktion getestet. Aufgrund der oben erläuterten Probleme bei geringen Drehzahlen, konnten wir hier nur einen von drei Werten ermitteln: Mit dem L.N.A. lief der NF-R8 mit 1150U/min, was nicht ganz den angegebenen 1300U/min entspricht.