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Praxistest Teil 2

 

Neben der Windgeschwindigkeit und dem Schalldruck gibt es noch jede Menge weitere interessante Informationen im Praxiseinsatz, die hier aufgelistet sind.


Subjektive Lautstärke


12 Volt
Zwar ist der Noctua NF-P12 mit 1300U/min relativ laut, jedoch lange nicht so sehr, wie man es erwarten würde. Wie es aussieht, haben die Vortex-Control Notches (die Aussparungen an den Lüfterblättern) tatsächlich dazu beigetragen, Luftverwirbelungen deutlich zu reduzieren. Für Nebengeräusche ist es hier nicht an der Zeit. Selbst wenn welche vorhanden wären, würden sie von dem Luftrauschen übertönt werden.

7 Volt
Der positive Eindruck setzt sich auch bei verminderter Spannung fort. Verglichen mit seinem Vorgänger, dem NF-S12, wird er als etwas leiser empfunden. Wie bei praktisch allen Lüftern tritt auch hier ein Klackern auf, dieses ist jedoch wirklich nur minimal.
Im verbauten Zustand sollte unser Testexemplar nicht heraushörbar sein, außer es handelt sich um einen Silent-Rechner, bei dem stark auf die Geräuschentwicklung der übrigen Komponenten geachtet wurde.

5 Volt
Für den Liebhaber eines wirklich leisen PCs könnte sich der NF-P12 dann auf 5V als geeignet erweisen, so ist er bei dieser Spannung praktisch unhörbar. Nur wenn man sich bis auf weniger als 20cm mit dem Ohr nähert, wird man den Hauch eines Klackerns wahrnehmen können, was aber noch leiser ist als bei 7V. Hervorzuheben ist hierbei die immer noch gute Leistung. Nur um einen Vergleichswert zu haben - bei rund 570U/min schaffte unser P12 hier ohne Widerstand 2,08m/s an Windgeschwindigkeit, wogegen der ebenfalls leistungsstarke Scythe Ultra Kaze 1000 bei etwa 30U/min mehr nur 1,92m/s erreichte.

Wie es aussieht, hat Noctua wirklich enorm aufgeholt. Bei gleicher Drehzahl ist der Lüfter tatsächlich gleichzeitig leiser und leistungsstärker als seine Konkurrenten. Außerdem kann er ohne eine Zunahme der Geräuschkulisse kopfüber montiert werden, was zusammen mit der guten Leistung beim Test mit Widerstand die perfekte Kombination für einen Einsatz als Radiatorlüfter ergibt.


Anlaufspannung


Es reichen 4,6V, um den P12 zum Laufen zu bringen - kein überragender, aber ein dennoch befriedigender Wert, denn er reicht für die Vielzahl an Anwendern aus, die ihre Lüfter direkt an 5V anschließen möchten.


Regelbereich


Die Maximaldrehzahl beträgt rund 1230U/min, was ein Stück unter den von Noctua angegeben 1300U/min liegt, aber noch in der Toleranz liegt. Mit 3,4V betrieben, dreht der Lüfter mit 310U/min, was ihm einen guten Regelbereich bescheinigt, der für jeden Benutzer vollkommen ausreichen sollte.


Sonstiges


Natürlich haben wir auch die mitgelieferten Spannungsadapter, L.N.A. und U.L.N.A. genannt, auf ihre Funktion getestet. Mit 790 (U.L.N.A.) bzw. 1000U/min (L.N.A.) dreht der Lüfter bei Verwendung derselben recht genau 100U/min weniger, als von Noctua vorgesehen (900 bzw. 1100U/min).
Wirklich schlimm ist dies nicht und lässt sich in die Kategorie Serienstreuung einordnen, denn auch bei 12V unterdreht der Lüfter etwas.