Reviews > Luftkühlung > Lüfter > Nanoxia FX12-1250 > Erscheinungsbild & Funktionsweise

Erscheinungsbild & Funktionsweise


Uns erreichte der Nanoxia FX12-1250 in einem Plastikkarton mit Sichtfenstern auf einen Teil des Lüfters, die Lüftersteuerung und die Entkoppler. Auf der Verpackung findet man alle Informationen, die man braucht, leider nur in Englisch, obwohl auf der Rückseite mit "German Engineering" geworben wird. Natürlich sind auf der Vorderseite möglichst werbewirksame Begriffe wie "Nano Composite Bearing" oder "Extrem Durable" aufgedruckt, auf die wir auf dieser Seite weiter unten eingehen. Nach dem Öffnen der Verpackung kommt der Inhalt in einer Schale aus schwarzem Kunststoff zum Vorschein.


Was einem sofort am FX12-1250 auffällt, ist die Farbgebung der Lüfterblätter, die in einem giftigen Grün auf sich aufmerksam machen. Diese Farbe setzt sich dank des schwarzen Rahmens stark vom Übrigen des Lüfters ab. In demselben Grünton sind auch die mitgelieferten Gummipuffer gehalten, die Nanoxia übrigens "Vibekiller Bolts" nennt, um den Lüfter vom Gehäuse entkoppelt zu befestigen damit keine Vibrationen auf das Gehäuse übertragen werden.
Richtig zur Geltung kommt die grüne Färbung erst unter UV-Licht, denn hier wird das Grün noch stärker und giftiger und entwickelt sich so zum optischen Highlight.

 

 


Auf der Rückseite des Lüfters ist ein Aufkleber mit der Produktbezeichnung und einem Nanoxia-Logo platziert, in dem sich die Farben, in denen der Lüfter gehalten ist, widerspiegeln. Der Rest des FX12-1250 ist sehr schlicht, aber hochwertig gestaltet. Das mit 40cm großzügig dimensionierte Kabel ist komplett mit schwarzem Gewebeschlauch ummantelt. Die Verarbeitung ist wirklich hervorragend. Nirgends ist ein Makel zu entdecken, es gibt keine scharfen Kanten und obgleich der Lüfter kein Schwergewicht ist, macht er einen soliden Eindruck. An dieser Stelle sollte man auch noch den Molex-Stecker erwähnen, der schwarz eingefärbt ist und so den optischen Gesamteindruck positiv abrundet.

 


Auch bei einem Blick auf den Lieferumfang wird man nicht enttäuscht, denn dieser deckt alle Eventualitäten ab. Neben den eben erwähnten Entkopplern legt Nanoxia eine Lüftersteuerung mit PCI-Slot-Blende bei, die ebenfalls in schwarz gehalten und aus einem 115-Ohm-Potentiometer besteht. Praktisch ist dabei, dass man den Lüfter bei nicht vorhandener Lüftersteuerung von außen regeln kann:  Von vollen 12Volt bis ca. 2,9Volt, was immerhin 1,1V unter dem von Nanoxia angegebenen Spannungsbereich (4-13V) liegt, dem Lüfter aber keine Schwierigkeiten bereitet, denn er läuft mit dieser Spannung zuverlässig an und läuft einmal angesprungen und mit einem Aquaero geregelt sogar bei phänomenalen 1,9V.
Ein kleines Manko bei der Lüftersteuerung ist allerdings, dass bei Verwendung derselben das Tachosignal nicht mehr ausgelesen werden kann, weil die Ader dafür nicht durchgeschleift ist. Außerdem sind die Kabel der Lüftersteuerung leider nicht ummantelt, was das Gesamtbild aber nur geringfügig trübt.
Des Weiteren ist im Lieferumfang noch ein Casebadge mit dem Nanoxia-Logo, der 25x25mm groß ist, zu finden. Anders als bei vielen anderen Herstellern ist dieser Casebadge nicht nur eine einfache Folie, sondern eher dick, sodass er am Gehäuse platziert umso besser aussieht.

 


Widmen wir uns nun der Technik des Lüfters, die scheinbar sehr einfach ist, wenn man den FX12-1250 vor sich liegen hat, doch nur scheinbar. Das Design der Lüfterblätter, sieben an der Zahl sind es, ist mit dem der meisten Hersteller identisch und zeigt keinerlei Auffälligkeiten.

 


Unter dem Rotor steckt jedoch High-Tech pur: Das Lager ist ein von Nanoxia entwickeltes N.Tec-Lager, das aus einem speziellen so genannten Nano-Verbundwerkstoff besteht und dafür sorgen soll, dass ins Innere des Lüfters keine Fremdkörper eindringen können. Nanoxia geht sogar so weit, mit einem problemlosen Betrieb unter Wasser zu werben. Außerdem soll das Lager kaum abnutzen, sodass eine Lebensdauer von 150.000 Stunden versprochen wird, die wird allerdings nicht überprüfen können. Allerdings gibt Nanoxia "nur" 10 Jahre Garantie, was einer Abdeckung von gerade einmal 58,4% der 150.000 Stunden entspricht - einen 24/7-Betrieb vorausgesetzt.
Der Rotor, also die grünen Lüfterblätter, ist aus eingefärbtem Makrolon aus dem Hause Bayer. Dieser Werkstoff ist einerseits leicht, andererseits aber gleichzeitig sehr bruchfest und bei hohen Temperaturen formstabil. Ob es im normalen PC allerdings jemals ein Szenario gibt, in dem all diese Eigenschaften von Nöten sind, ist fraglich. Schaden kann es jedenfalls nicht und aufgrund der Zuverlässigkeit und Robustheit des Lüfters wäre er sicherlich eine gute Wahl für Server. Auch Anhänger der Silent-Gemeinde sollen Nanoxia zufolge glücklich mit dem Lüfter werden, denn er soll auch durch seine Laufruhe bestechen, was vor allem dem oben näher erläutertem Lager zuzuschreiben ist.
Nanoxia wirbt auf der Verpackung mit einem Design, das optimiert für Silent-Anwendungen ist. Von diesem ist nicht viel zu sehen, gemeint sein könnte aber die angeraute Oberfläche an der Unterseite der Lüfterblätter, die möglicherweise wie beim Sharkoon SilentEagle-Lüfter, dessen Lüfterblätter im Golfballdesign gehalten sind, zu einer Verminderung von Luftverwirbelungen führen soll. Die Oberseite des Rotors bei unserem FX12-1250 hingegen ist glatt.

Summa summarum also viele Versprechen, die Nanoxia macht. Ob sie eingehalten  oder ob wir enttäuscht werden, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten. Zunächst lässt sich erst einmal festhalten, dass es Nanoxia gelungen ist, einen Lüfter zu entwickeln, der sowohl für Modder als auch für Silent-Fans interessant sein könnte, aber auch für alle anderen, die ihre Hardware lieben, denn der Nanoxia sieht gut aus, ohne dabei einen billigen Spielzeug-Charakter zu haben.