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Erscheinungsbild & Funktionsweise

Bereits bei der Verpackung geht GELID Solutions in die Vollen: Die grün und grau-schwarz gestaltenen Verpackungen sind deutlich größer als gewohnt, bereits in die des 80 mm-Lüfters hätte ohne Weiteres auch ein 120mm-Ventilator gepasst.

Die Kartons sind ausschließlich in Englisch beschriftet und informieren den Besitzer neben den Spezifikationen über die technischen Besonderheiten, als da wären: Nanoflux-Lager (kurz NFB), UV-raktive Lüfterblätter, optimiertes Blattdesign, Anlaufspannung von 5 V sowie Wasser- und Staubfestigkeit. In der Theorie vereint GELID also alle Tugenden eines Lüfters - Laufruhe, Robustheit und Leistung.

Inwieweit den Lüftern von GELID Solutions das gelingt, sei zu diesem Zeitpunkt mal dahingestellt, zunächst werfen wir einen Blick auf den Lieferumfang, der erfreulicherweise recht großzügig ausfällt und edel in einer schwarzen Schale präsentiert wird, in der auch der Lüfter selbst liegt.
Zwar sind keine normalen Lüfterschrauben vorhanden, dafür aber vier schwarze Entkoppler aus Gummi für eine schwingungsfreie Montage. Als Highlight des Zubehörs darf sich die mitgeliefterte Lüftersteuerung bezeichnen. Sie ist von der Form her mit Zalmans Fan Mate vergleichbar: Ein einfacher Kasten mit Drehregler, an den ein sechspoliges Flachbandkabel angeschlossen wird, das sich in zwei Molexanschlüsse aufteilt. Laut Hersteller ist es mit dieser Lüftersteuerung möglich, den Lüfter von 5-12 V zu regeln. Beim Überprüfen dieser Angaben konnten wir auch genau 5,00 V als Minimum messen.
Ein Klebestreifen sorgt dafür, die Lüftersteuerung an jeden beliebigen Ort im Gehäuse montieren zu können. Als Letztes liefert GELID Solutions noch einen Casebadge mit, um bei Bedarf den eigenen PC oder Monitor optisch aufzuwerten.

Nun genug geredet, kommen wir zum Hauptgegenstand dieser Review: den Lüftern. Auffällig ist als erstes natürlich die Farbgebung: Der Rotor ist aus durchsichtig-blauem bis türkisem Kunststoff, während der Rahmen in glänzendem Schwarz gehalten wurde.

Der Rotor ist zusätzlich UV-aktiv, was bei Einfall von UV-Licht einen schönen Effekt ergibt. Zusätzlich ist er auch vom Rest des Lüfters abnehmbar. Vorbei sind die Zeiten, in denen man verstaubte Lüfterblätter nur umständlich mit Wattestäbchen reinigen konnte.

Die Form der Lüfterblätter des 80 mm-Boliden ist weniger spektakulär; er verwendet sieben Schaufeln von gewohnter Form und Breite. Wesentlich interessanter an dieser Stelle ist der größere 120 mm-Lüfter. Er setzt auf insgesamt neun Lüfterblätter (wie der leistungsstarke Noctua NF-P12 auch), die aber allesamt sehr schmal sind. Umso interessanter wird dadurch der Praxistest.
Beiden Baugrößen gemein sind zusätzliche Erhebungen am Ende der Lüfterblätter.

Die Verarbeitungsqualität ist insgesamt auf einem sehr hohen Niveau, trotz des verhältnismäßig geringen Gewichts von nur 68 bzw. 120 g machen die Lüfter einen sehr wertigen Eindruck. In dieses Erscheinungsbild fügt sich das Anschlusskabel nahtlos ein. Mit knapp 50 cm ist es länger als bei den meisten Konkurrenten, sodass der Grundstein für ein sauberes Kabelmanagement gelegt ist. Die Ummantelung mit schwarzem Gewebeschlauch und sogar ein schwarzer Anschlussstecker runden das Bild ab.

Zum Äußeren ist genug gesagt. Sehr interessant ist im Übrigen das Nanoflux getaufte Lager von GELID Solutions: Ein Stift aus Stahl ist mit dem Rotor verbunden und lagert auf einer Stahlkugel, unter der ein starker Magnet trohnt. Da dieser Stahlstift keine anderen Bauteile berührt und das Lager selbstschmierend ist, wird eine hohe Haltbarkeit von 100.000 Stunden beworben. Zusätzlich ergibt sich der oben erwähnte Vorteil des abnehmbaren Rotors und eine hohe Laufruhe.

Insgesamt machen die Produkte des Newcomers bisher einen sehr guten Eindruck und scheinen von guter Qualität zu sein. Auch GELID sieht das so und gibt satte fünf Jahre Garantie.