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Erscheinungsbild & Funktionsweise


Bei der Verpackung wählt man den klassichen Weg: Je eine entsprechend große Pappschachtel mit Sichtfenster, auf der alle relevanten Informationen aufgedruckt sind. Die Verpackung wird von der Farbe Blau dominiert und gibt alleine keinen eindeutigen Aufschluss über das in ihr enthaltene Modell. In unserem Fall sind auf der Rückseite gleich die technischen Daten für zwei Lüfter der jeweiligen Serie mit unterschiedlicher Drehzahl aufgedruckt. Allerdings kann man durch das Sichtfenster die Modellnummer des Lüfters ablesen. In puncto Sprache hat man sich auf Englisch festgelegt.

 



Coolink vertreibt alle seine SWiF-Lüfter in je zwei Versionen. Für Sparfüchse ist dabei das Basic-Angebot interessant, bei dem man zwar nur vier Lüfterschrauben beigelegt bekommt, dafür aber bares Geld sparen kann. Die bei uns im Test befindliche Retail-Variante trumpft dagegen beim Lieferumfang auf: Neben vier Schrauben zur Montage lagen ein zusätzlicher 3:4-Pin-Adapter ohne Tachosignal samt Potentiometer und Slotblende zur stufenlosen Regelung bei.

 


Der Widerstandswert beider Potentiometer beträgt etwa 100 Ohm. Wir werden natürlich überprüfen, inwiefern damit eine Regelung entsprechend der Herstellerangaben möglich ist. Praktisch ist das beigelete Slotblech, man kann so an der Rückseite des PCs die Drehzahl der Lüfter verändern, um je nach Jahreszeit den optimalen Kompromiss aus Temperatur und Lautstärke zu finden. Eine Lüftersteuerung, welche die Lüfter im Ruhezustand langsam laufen lässt und während Spielesessions für einen kühlen Computer sorgt, ersetzt dieses Poti aber nicht. Eine Sache ist uns beim Slotblech jedoch negativ aufgefallen: Die Kanten sind derart scharf, dass man meinen könnte, es handele sich um ein umfunktioniertes Rasiermesser. Hier ist Nachbesserung dringend nötig!
Damit man trotz zusätzlichem Potentiometer das Kabel ordentlich verlegen kann, wird auf ein bestimmtes Verkabelungskonzept gesetzt. Anders als zum Beispiel beim Enermax Warp, ist der regelbare Widerstand nicht fest am Lüfter, sondern an einem zusätzlichen Kabel montiert, das man sich als Verlängerung mit einer Abzweigung vorstellen kann. Das eigentliche Lüfterkabel wird um 30cm verlängert und auf halber Länge befindet sich eben diese Abzweigung, an der ein weiteres, 60cm langes, Kabel zum Poti führt. Die Kabellängen sind ausreichend und sollten auch in größeren Gehäusen keine Probleme entstehen lassen. Im Gegensatz zum mitgelieferten Adapter auf 4pin-Molex ist beim Poti sogar ein Auslesen des Tachosignals möglich.

Kommen wir nun zu den Lüftern selbst und beginnen mit den Gemeinsamkeiten der 120mm- und 80mm-Version. Beide Ventilatoren besitzen - wie Blacknoises USF-Serie auch - einen blauen Rotor im Zusammenspiel mit einem milchig-weißen Rahmen. Diese Farbkombination wirkt in unseren Augen sowohl schick als auch edel und kann so in den allermeisten PCs eine gute Figur machen.

 



Auf der Vorderseite befindet sich kein Aufkleber, sondern man blickt direkt auf die blaue Lüfternarbe. Lediglich auf der Rückseite befindet sich je einer, der dem Besitzer neben der Modellnummer auch die Spannung, den Strom und den Stromverbrauch mitteilt. Dieser ist passend in Schwarz und Weiß gehalten, dazu gesellt sich weiße Schrift.

 


Darüber hinaus ist beiden Probanden ein doppeltes Gleitlager gemein. Unser letzter Lüfter im Test, der Blacknoise SX2, setzte ebenfalls auf ein Gleitlager und hatte mit starken Nebengeräuschen zu kämpfen. Es bleibt zu hoffen, dass Coolink einen besseren Weg gefunden hat - immerhin steht SWiF für Silent Whisper Fan.

Das Lüfterkabel ist eine große Enttäuschung. Mit knappen 40cm ist es zwar lang genug, die Ummantelung ist jedoch nicht gelungen. Es wurde ein schwarzer Gummischlauch verwendet, der leider absolut nicht knickresistent ist. Schon beim Verlegen in einem leichten Bogen entstehen Knickstellen, die teilweise dauerhaft zurückbleiben. Hinzu kommt, dass der Schlauch leicht verrutschen kann. Wir sind der Meinung, dass Coolink lieber auf eine derartige Ummantellung hätte verzichten sollen, als zu solch einer billigen Lösung zu greifen. Ein gedrilltes Kabel sähe bei Weitem besser aus und ließe sich auch noch leichter verlegen.

 


So viel zu den Gemeinsamkeiten, doch es gibt auch Unterschiede. An allererster Stelle wäre da das Lüfterblattdesign. Kein Wunder, dass die beiden Lüfter sich darin unterscheiden, sind sie doch von verschiedener Baugröße. Der kleinere SWiF-801 setzt auf das für 80mm-Ventilatoren übliche Design, beim SWiF-1201 hingegen gibt es kleine Abweichung zu den Standardmodellen. Hier ist die Lüfternarbe abgerundet, wodurch mehr Platz für die Lüfterblätter im Innenbereich vorhanden ist.

 


Auch die Verarbeitungsqualität unterscheidet die beiden Lüfter voneinander. Während das kleinere Modell voll und ganz zufriedenstellend ist (bis auf das oben erwähnte Kabel), sieht es beim 120mm-Modell anders aus. Die Verarbeitung scheint insgesamt auf einem niedrigeren Niveau, besonders deutlich wird das an den scharfen Lüfterblättern (passend zum Slotblech der Lüftersteuerung) und Lufteinschlüssen im Plexiglas. Außerdem sind auf der Rückseite der Lüfterblätter starke Bearbeitungsspuren zu sehen. Augenscheinlich hat man sich hier wenig Mühe gegeben.

 


Verarbeitung ist jedoch nicht alles. Erst einmal im Gehäuse verbaut, kann eine gute Leistung gepaart mit einer geringen Lautstärke bekanntlich für vieles entschädigen.