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Äußeres Erscheinungsbild


Schwarz ist Trumpf. Gerade bei Computergehäusen ist das mehr denn je der Fall. Xigmatek hängt sein Fähnchen nach dem Wind und präsentiert bei der Midgard-Reihe Schwarz im Überfluss. Obwohl eigentlich auf Gamer zugeschnitten, wirkt das Midgard am Ende dadurch sogar ein wenig elegant, fast schon unauffällig und geradezu untypisch für Gehäuse dieser Zielgruppe. Aufgelockert wird die dunkle Einheit nur durch wenige Elemente am Front Panel und diverse Lüftungslöcher. Nummer eins befindet sich direkt in der Front. Das Meshgitter bietet genügend Luftdurchlass für den dahinter liegenden 120 mm-Lüfter. Eine Etage höher befindet sich das Frontpanel, welches mit Anschlüssen für ein Headset, zweimal USB2.0 und einem eSATA-Anschluss aufwartet. Lässt man den Blick noch ein wenig höher schweifen, fallen dem Betrachter die insgesamt fünf 5,25"-Öffnungen ins Auge. Die Blenden sind ebenfalls aus Meshgitter, um so eine bessere Luftzirkulation zu gewähren. Eine der Blenden ist zudem mit einer Aussparung für ein externes 3,5"-Laufwerk bedacht worden. Nutzer alter Floppy-Laufwerke oder eines internen Card-Readers kommen also nicht zu kurz.


Wer bisher Dinge wie Einschalter, Resetknopf und Status-LEDs vermisst hat, wird auf dem Dach des Midgard fündig. Erfreulicher wäre es gewesen, hätte sich Xigmatek auf eine gemeinsame Position für Front- und Bedien-Panel festgelegt, denn stellt man das Gehäuse unter den Schreibtisch, muss sich jedes mal gebückt werden, um z.B. einen USB-Stick anzuschließen. Steht das Gehäuse hingegen auf dem Schreibtisch, startet die Suche nach dem Einschaltknopf. Im weiteren Verlauf der Dachpartie setzen die Taiwaner wie schon bei der Front auf Belüftung im großen Stil. Ein Meshgitter zieht sich über fast die gesamte Fläche und lässt somit die erwärmte Gehäuseluft fast ungehindert nach oben steigen. Unterstützt werden kann sie dabei durch zwei optionale 120 mm Lüfter, doch dazu später mehr. Dem Thema Belüftung widmet sich der Hersteller auch an den Seitenteilen. Links befinden sich Aussparungen, an welchen wahlweise auch Lüfter angebracht werden, auf Höhe der CPU und bei den Erweiterungskarten. Die rechte Seite wartet mit Öffnungen im Bereich der Festplatten und ebenfalls auf Höhe der CPU auf. Unserer Meinung nach fast schon ein wenig zu viel, denn ein geordneter Luftstrom im Inneren wird durch zu viele Öffnungen an den falschen Stellen häufig zerstört.


Am Heck kommen zum ersten Mal Kontraste zum Vorschein, welche sich später im Innenraum noch fortsetzen werden. Als Auflockerung zum schwarzen Einheitskleid verpasst Xigmatek sowohl dem Lüfter im Heck, als auch den Haltern für die Steckkarten einen knalligen orangenen Anstrich. Der Lüfter ist zudem mit weißen LEDs beleuchtet, aber dazu später mehr. Für einen besseren Airflow wird das Netzteil auf den Boden des Gehäuses verfrachtet. Die Anzahl und Ausrichtung der Bohrungen erlaubt dabei die Montage mit dem Lüfter wahlweise nach oben oder nach unten. Wird letztere Variante bevorzugt, kann das Netzteil durch einen ausziehbaren Staubfilter im Boden atmen. An dieser Stelle geht ein Lob an Xigmatek für dieses nützliche Feature. Die Verarbeitung des Midgard geht in Ordnung. Alleine schon aufgrund des Preises sollte man jedoch keine Wunder in Sachen Haptik und Co. erwarten. Dafür gibt es keinerlei scharfe Kanten oder unregelmäßige Spaltmaße. Unser letzter Blick am Äußeren gilt dem Unterboden. Im Falle des Midgard werden Füße aus Kunststoff verbaut, welche an der Unterseite zusätzlich mit einer Art Schaumstoff versehen sind. Dies entkoppelt und hilft, dass etwa Laminatfußboden nicht zerkratzt wird.